Kredit-Zinsen aktuell: Nach ING – nächste Bank erhöht Bauzinsen

Die Kosten für Immobilienkredite steigen weiter. Welche Banken jüngst die Bauzinsen angezogen haben, zeigt der Kredit-Ticker. © dpa-tmn | Robert Günther KI-Stimme. InfoEin Vergleich der Bauzinsen lohnt sich f...

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Kredit-Zinsen aktuell: Nach ING – nächste Bank erhöht Bauzinsen
Steigen die Zinsen? Wann sich ein Forward-Darlehen lohnt

Die Kosten für Immobilienkredite steigen weiter. Welche Banken jüngst die Bauzinsen angezogen haben, zeigt der Kredit-Ticker. © dpa-tmn | Robert Günther

KI-Stimme. Info

Ein Vergleich der Bauzinsen lohnt sich für angehende Immobilienkäufer derzeit besonders, denn die Konditionen der Banken ändern sich laufend. Nachdem bereits die Allianz und die ING ihre Baufinanzierungen angepasst haben, zieht nun auch die BBBank die Zinsen an. Wie sich das konkret für Kreditnehmer auswirken kann, zeigt ein Beispiel.

Unsere Kredit-Zinsen-Übersicht informiert regelmäßig über die aktuellen Konditionen für Immobilienfinanzierungen. Zusätzlich zu den Bauzinsen vieler Anbieter geben wir Tipps für die Vorbereitung und den Antrag des Immobilienkredits. Welcher Zinssatz im Einzelfall gilt, hängt von mehreren Faktoren wie der Bonität des Antragstellers, dem Eigenkapital und dem Immobilienwert ab. In die Bewertung fließt unter anderem auch der Schufa-Score ein. Dieser lässt sich über eine kostenlose Schufa-Auskunft bei Bonify* prüfen und optimieren.

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4. September: Nach der ING – auch BBBank ändert Bauzinsen jetzt

Die ING kann in der Auswertung von Verivox mit günstigen Zinsen beim Privatkredit punkten.

Nach der ING ändert eine weitere Bank nun die Konditionen für Immobilienkredite. © Getty Images | Benito Juncal

Diese Woche haben gleich mehrere Banken ihre Konditionen erhöht. Nach der ING hebt auch die BBBank ihre Konditionen an. Das zeigt sich im repräsentativen Beispiel der Bank. Hier steigt der effektive Jahreszins von 3,79 Prozent auf 3,98 Prozent. Die BBBank gewährt eine Baufinanzierung zum 2/3-Zinssatz unter der Annahme, dass 100.000 Euro mit zehn Jahren Zinsbindung und einer anfänglichen Tilgungsrate von 2,00 Prozent vereinbart werden. Die Beleihung der Immobilie beträgt in der Rechnung 60 Prozent. Mit der Zinserhöhung geht auch die monatliche Rate nach oben. Der Betrag steigt von 475,00 Euro auf 490,83 Euro pro Monat. Das entspricht Mehrkosten von rund 16 Euro im Monat oder etwa 190 Euro im Jahr.

Im Marktvergleich können die neuen Konditionen trotz der Erhöhung dennoch überzeugen. Der Vermittler Interhyp* gibt für zehnjährige Laufzeiten einen üblichen Zins von 4,10 Prozent an. Die BBBank liegt mit einem Sollzins von 3,89 Prozent und einem effektiven Jahreszins von 3,98 Prozent darunter. Dr. Klein* nennt für die Immobilienfinanzierung eine Top-Zinsspanne von 3,69 bis 4,32 Prozent je nach Sollzinsbindung, womit sich die BBBank innerhalb dieser Spanne bewegt. Allerdings sollten Kreditnehmer beachten, dass die Summe von 100.000 Euro im BBBank-Beispiel vergleichsweise gering für einen Immobilienkredit ist.

Grundsätzlich gilt: Die Konditionen für Immobilienkredite lassen sich nicht pauschal vergleichen, sondern hängen maßgeblich von der finanziellen Situation des Kreditnehmers, dem Immobilienwert und dem Eigenkapitalanteil ab. Unser Rechner kann dabei helfen, die Finanzierung anhand der eigenen Daten zu kalkulieren:

3. September: Neue Bauzinsen bei ING

Die ING hat jüngst die Bauzinsen gesenkt – nun ändert eine weitre Bank ihre Konditionen.

Die Bauzinsen bei der ING gehen weiter nach oben. © Getty Images | BalkansCat

Die ING* erhöht die Zinsen für Immobilienkredite weiter. „Aufgrund der Situation an den Geld- und Kapitalmärkten erhöht die ING die Konditionen für die Baufinanzierung per Donnerstag um 0,20 Prozentpunkte über alle Zinsbindungen“, heißt es in einer Meldung der Bank. Die erneute Erhöhung zeigt sich im repräsentativen Beispiel allerdings nicht. Bei einem Darlehen von 300.000 Euro, einer Zinsbindung von 15 Jahren sowie einer anfänglichen Tilgung von 3 Prozent bleibt der Sollzins bei 4,38 Prozent p. a. Der effektive Jahreszins verharrt auf 4,50 Prozent p. a. (zuvor 4,38 Prozent). Grundlage ist eine Beleihung von 85 Prozent. Das heißt, die Bank finanziert 85 Prozent des Immobilienwerts. Die monatlichen Kosten bleiben damit bei 1845 Euro.

Im Marktvergleich zeigen sich derzeit günstigere Angebote. Der Vermittler Interhyp* gibt für fünfzehnjährige Laufzeiten einen üblichen Zins von 4,28 Prozent an. Die ING liegt mit einem Sollzins von 4,38 Prozent und einem effektiven Jahreszins von 4,50 Prozent darüber. Dr. Klein* nennt für die Immobilienfinanzierung eine Top-Zinsspanne von 3,69 bis 4,27 Prozent je nach Sollzinsbindung, womit sich die ING ebenfalls über dieser Spanne bewegt. Allerdings bietet die ING auch einige Zinsrabatte.

Grundsätzlich gilt: Die Konditionen für Immobilienkredite lassen sich nicht pauschal vergleichen, sondern hängen maßgeblich von der finanziellen Situation des Kreditnehmers, dem Immobilienwert und dem Eigenkapitalanteil ab.

2. September: Allianz ändert Bauzinsen in Kürze

Wie entwickeln sich Bauzinsen? Unser Kredit-Ticker zeigt die neuesten Entwicklungen bei den Banken.

Wie entwickeln sich die Bauzinsen? Unser Kredit-Ticker zeigt die neuesten Entwicklungen bei den Banken. © Getty Images | miniseries

Nachdem sich in den vergangenen Tagen wenig bei den Bauzinsen der Banken getan hat, geht es jetzt wieder einen Satz nach oben. Die Allianz erhöht ab dem 03.09. die Konditionen erneut. Das zeigt sich bereits im repräsentativen Beispiel: Die Allianz vergibt eine Baufinanzierung zum 2/3-Zins unter der Annahme, dass 150.000 Euro mit 25 Jahren Zinsbindung und einer anfänglichen Tilgung von 2,00 Prozent finanziert werden. Die Beleihung beträgt 80 Prozent des Marktwerts der Immobilie.

Der effektive Jahreszins steigt damit von 4,89 auf 4,97 Prozent. Innerhalb der Laufzeit ergibt sich dadurch eine monatliche Rate von 855 Euro. Zuvor lag sie bei 845 Euro. Damit verteuert sich die monatliche Belastung um zehn Euro beziehungsweise um 120 Euro pro Jahr. Nicht berücksichtigt werden die Kosten für Notar, Grunderwerbsteuer und Makler.

Der Zweidrittelzins gibt an, wie viel zwei Drittel der Kreditnehmer für einen Kredit höchstens zahlen. Ein Kreditinstitut muss zwei Drittel aller Kunden eine Finanzierung zu diesem oder einem niedrigeren Zins anbieten – und den Zins auch einsehbar angeben. Denn der Zweidrittelzins ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben.

Ein Marktvergleich zeigt, dass es günstigere Angebote geben kann. Der Vermittler Interhyp* gibt für zwanzigjährige Laufzeiten einen üblichen Zins von 4,33 Prozent an. Die Allianz liegt mit einem Sollzins von 4,84 Prozent und einem effektiven Jahreszins von 4,97 Prozent über diesem Wert. Allerdings ist hier die Zinsbindung auch nochmal fünf Jahre länger. Dr. Klein* nennt für die Immobilienfinanzierung eine Top-Zinsspanne von 3,69 bis 4,32 Prozent je nach Sollzinsbindung, ebenfalls weniger als bei der Allianz.

Grundsätzlich gilt: Die Konditionen für Immobilienkredite lassen sich nicht pauschal vergleichen, sondern hängen maßgeblich von der finanziellen Situation des Kreditnehmers, dem Immobilienwert und dem Eigenkapitalanteil ab.

1. September: Bauzinsen zeigen einen klaren Aufwärtstrend

Die Bauzinsen sind im September deutlich gestiegen, nachdem sie im Vormonat noch fast durchgängig leicht nachgegeben hatten. Das zeigt das aktuelle Zinsbarometer von Immoscout24. Grund für den Anstieg ist laut der Immobilienplattform nicht die Europäische Zentralbank (EZB), sondern der Anleihemarkt: Die Renditen der Bundesanleihen kletterten im August auf ein Mehrjahreshoch. Da sich die Pfandbriefe der Banken an diesen Renditen orientieren, ziehen die Konditionen für Baufinanzierungen mit Verzögerung nach.

Die Bauzinsen zeigen von August bis September einen klaren Trend.

Die Bauzinsen zeigen von August bis September einen klaren Trend. © Immscout24 | Immscout24

Bei einer fünfjährigen Zinsbindung steigt der Zinssatz um 0,10 Prozentpunkte auf 4,00 Prozent (Vormonat: 3,90 Prozent) und erreicht damit exakt die Vier-Prozent-Marke. Die zehnjährige Zinsbindung verteuert sich um 0,17 Prozentpunkte auf 3,92 Prozent (Vormonat: 3,75 Prozent). Sie bleibt die einzige Laufzeit unter vier Prozent und damit weiterhin günstiger als die kurze Bindung.

Bei der 15-jährigen Zinsbindung geht es um 0,18 Prozentpunkte auf 4,15 Prozent nach oben (Vormonat: 3,97 Prozent). Der Rückgang unter die psychologisch wichtige Vier-Prozent-Schwelle aus dem Vormonat hielt damit nur vier Wochen an. Wer sich für zwanzig Jahre absichern möchte, zahlt 4,28 Prozent (Vormonat: 4,10 Prozent) – ebenfalls ein Plus von 0,18 Prozentpunkten. Die lange Zinsbindung bleibt damit die teuerste Variante, bietet Kreditnehmern im Gegenzug aber die längste Planungssicherheit.

31. August: So stark haben sich die Bauzinsen über zehn Jahre verändert

Baufinanzierung

Immobilienkredite haben sich deutlich verteuert, wie ein Beispiel zeigt. © Getty Images | Worawee Meepian

Wer aktuell eine Anschlussfinanzierung sucht, steht vor deutlich höheren Bauzinsen als noch vor zehn Jahren. Die Niedrigzinsphase ist seit geraumer Zeit vorbei, das spüren Kreditnehmer auch beim Immobilienkredit. Ein Beispiel des Kreditvermittlers Dr. Klein zeigt, wie stark sich die Bauzinsen seither verändert haben. Eine Person kauft eine Immobilie für 480.000 Euro. Der Eigenkapitalanteil liegt bei 130.000 Euro, die Sollzinsbindung bei zehn Jahren und die anfängliche Tilgung bei zwei Prozent.

FinanzierungskostenAugust 2016August 2026
Effektivzins p.a.0,90 %3,77 %
Monatsrate845,83 €1849,79 €
Zinskosten nach Ende der Zinsbindung28.282,06 €127.952,83 €

Quelle: Dr. Klein, (Stand: 10.07.2026)

Der langfristige Vergleich zeigt: Bei gleicher Sollzinsbindung zahlen Käufer im August 2026 rund 100.000 Euro mehr Zinsen an die Bank als noch 2016. Auch die monatliche Rate steigt um etwa 1000 Euro. Der Blick in die längere Vergangenheit relativiert das allerdings: Zwar sind die Bauzinsen seit 2022 kräftig gestiegen, doch in den Nullerjahren lagen sie meist über 4 Prozent. Gemessen daran sind die aktuellen Bauzinsen noch immer verhältnismäßig günstig – eine gute Nachricht für Bauherren und Immobilienkäufer. Denn die Höhe der Bauzinsen bestimmt maßgeblich, wie teuer eine Baufinanzierung am Ende wird.

27. August: ING-Rabattaktion endet in Kürze

Filiale der ING

Die ING bietet mehrere Zinsrabatte – eine Aktion endet zum Ende des Monats. © Getty Images | Pixelbizz

Die Bauzinsen sind zuletzt gestiegen. Dennoch locken einige Banken weiterhin mit Zins-Rabatten für bestimmte Darlehen. Dazu gehört auch die ING*. Eine der Aktionen des Instituts läuft allerdings bald aus: Noch bis zum 31. August 2026 gibt es 0,10 Prozentpunkte Zins-Rabatt bei der Verlängerung bestehender ING-Darlehen für Einfamilienhäuser, Reihenhäuser, Zweifamilienhäuser und Doppelhaushälften. Der Rabatt gilt auch, wenn ein KfW-Darlehen durch ein ING-Darlehen abgelöst wird.

Andere Zinsrabatte der ING bleiben hingegen bestehen. So erhalten Kunden bei Baufinanzierungen ab einer Darlehenssumme von 450.000 Euro bis zu 0,05 Prozentpunkte Rabatt auf den Zins. Bei einer Anschlussfinanzierung bietet die ING zudem einen Zins-Rabatt von 0,10 Prozentpunkten. Der gleiche Rabatt gilt auch für die Baufinanzierung Green, wenn die Immobilie die Energieeffizienzklasse A oder A+ aufweist. Auch bei energetischen Modernisierungen können Kunden von einem Zinsnachlass profitieren. Hier finden Sie einen ausführlichen Check der ING-Baufinanzierung.

26. August: Bauzinsen zeigen deutlichen Trend

Ein gründlicher Vergleich von Konditionen ist wichtig, um das beste Angebot zu finden. Vermittler können dabei helfen.

Ein gründlicher Vergleich von Konditionen ist wichtig, um das beste Angebot zu finden. Vermittler können dabei helfen. © dpa | Fabian Strauch

Banken passen ihre Konditionen für Immobilienkredite laufend an. Kreditvermittler sind bemüht, für ihre Kunden die besten Zinsen herauszuholen. Doch die Unterschiede zwischen den Angeboten können je nach Vermittler erheblich ausfallen. Das zeigt ein Fallbeispiel: Ein Paar möchte eine Bestandsimmobilie für 400.000 Euro kaufen und bringt 80.000 Euro Eigenkapital mit. Finanziert werden soll mit einer Zinsbindung von zehn Jahren und einer anfänglichen Tilgung von zwei Prozent.

Vermittler Effektiver Jahreszins Monatliche Rate (gerundet)
Dr. Klein3,82 % (vor einer Woche 3,88%) 1680 Euro
Interhyp 4,05 % (vor einer Woche 3,97 %) 1745 Euro
Baufi244,13 % (vor einer Woche 4,09 %) 1824 Euro

Quelle: Eigene Recherche mit den Kreditrechnern der jeweiligen Anbieter. Es handelt sich um Beispiele, keine verbindlichen Angebote.

Das günstigste Angebot kommt wie in der vorherigen Woche von Dr. Klein*, mit einem effektiven Zinssatz von 3,82 Prozent und einer Rate von 1680 Euro monatlich. Danach folgt Interhyp* mit einem Zinssatz von 4,05 Prozent und einer monatlichen Rate von rund 1745 Euro. Eine größere Differenz gibt es im Vergleich zu Baufi24* mit einem effektiven Jahreszins von 4,13 Prozent und einer monatlichen Rate von 1824 Euro. Das Angebot liegt rund 144 Euro pro Monat über jenem von Dr. Klein. Aufs Jahr gesehen sind es 1728 Euro – unter der Voraussetzung, dass die monatliche Tilgung unverändert bleibt.

Einen weiterführenden Vergleich zeigt unser Artikel „Dr. Klein, Interhyp oder Baufi24? Klare Unterschiede bei Bauzinsen“. Spannend ist derzeit auch ein Blick auf das Angebot der Sparkassentochter 1822direkt, die ebenfalls als Vermittler auftritt.

25. August: Allianz erhöht Bauzinsen in wenigen Tagen

Bauzinsen

Die Konditionen der Allianz steigen ab Freitag. © Getty Images | Andrii Yalanskyi

Nachdem mehrere Banken ihre Zinsen für Immobilienkredite erhöht haben, reiht sich nun auch die Allianz ein. Das Institut erhöht die Konditionen ab Freitag, den 28. August 2026. Das zeigt sich bereits im repräsentativen Beispiel: Die Allianz vergibt eine Baufinanzierung zum 2/3-Zins unter der Annahme, dass 150.000 Euro mit 25 Jahren Zinsbindung und einer anfänglichen Tilgung von 2,00 Prozent finanziert werden. Die Beleihung beträgt 80 Prozent des Marktwerts der Immobilie.

Der effektive Jahreszins steigt damit von 4,84 auf 4,89 Prozent. Innerhalb der Laufzeit ergibt sich dadurch eine monatliche Rate von 845 Euro. Zuvor lag sie bei 838,75 Euro. Damit verteuert sich die monatliche Belastung um 6,25 Euro beziehungsweise um 75 Euro pro Jahr. Nicht berücksichtigt werden die Kosten für Notar, Grunderwerbsteuer und Makler.

Der Zweidrittelzins gibt an, wie viel zwei Drittel der Kreditnehmer für einen Kredit höchstens zahlen. Ein Kreditinstitut muss zwei Drittel aller Kunden eine Finanzierung zu diesem oder einem niedrigeren Zins anbieten – und den Zins auch einsehbar angeben. Denn der Zweidrittelzins ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben.

Ein Marktvergleich zeigt, dass es günstigere Angebote geben kann. Der Vermittler Interhyp* gibt für zwanzigjährige Laufzeiten einen üblichen Zins von 4,33 Prozent an. Die Allianz liegt mit einem Sollzins von 4,76 Prozent und einem effektiven Jahreszins von 4,89 Prozent über diesem Wert. Allerdings ist hier die Zinsbindung auch nochmal fünf Jahre länger. Dr. Klein* nennt für die Immobilienfinanzierung eine Top-Zinsspanne von 3,69 bis 4,32 Prozent je nach Sollzinsbindung, ebenfalls weniger als bei der Allianz.

24. August: Nächste Bank ändert Bauzinsen – Beispiel zeigt Folgen

Könnten die Bauzinsen bald wieder ansteigen? Ein Profi warnt vor neuen Entwicklungen am Zinsmarkt.

Die Bauzinsen zeigen erneut einen Aufwärtstrend. © Getty Images | sommart

Bei den Konditionen für Baufinanzierungen zeigt sich ein Aufwärtstrend. Nach der ING und der Sparkassentochter 1822direkt zieht nun auch die Comdirect nach. Im repräsentativen Beispiel der Bank steigt der effektive Jahreszins von 4,50 Prozent auf 4,61 Prozent. Die Comdirect nennt den Zins unter der Annahme, dass 140.000 Euro mit 15 Jahren Zinsbindung und einer anfänglichen Tilgung von 2 Prozent finanziert werden. Die Beleihung der Immobilie beträgt in dieser Berechnung 80 Prozent. Die monatliche Rate steigt von 654,50 Euro auf 666,17 Euro. Damit erhöht sich die monatliche Belastung um rund zwölf Euro. Auf das Jahr gerechnet entstehen rund 140 Euro Mehrkosten, wenn die anfängliche Tilgung gleich bleibt. Wichtig: Die Comdirect tritt auch als Vermittler auf und sucht nach eigenen Angaben das beste Angebot aus mehr als 400 Partnern.

Ein Marktvergleich zeigt, dass es günstigere Angebote geben kann. Der Vermittler Interhyp* gibt für fünfzehnjährige Laufzeiten einen üblichen Zins von 4,24 Prozent an. Die Comdirect liegt mit einem Sollzins von 4,53 Prozent und einem effektiven Jahreszins von 4,61 Prozent über diesem Wert. Dr. Klein* nennt für die Immobilienfinanzierung eine Top-Zinsspanne von 3,69 bis 4,32 Prozent je nach Sollzinsbindung, ebenfalls weniger als bei der Comdirect.

21. August: Bauzinsen steigen auch bei Sparkassen-Tochter 1822direkt

Sparkasse

Unser Kredit-Ticker zeigt die neuesten Änderungen bei den Konditionen der Banken. © Soeren Stache/dpa | Soeren Stache/dpa

Bei den Bauzinsen macht sich ein klarer Aufwärtstrend bemerkbar. Diese Woche hat bereits die ING ihre Konditionen deutlich angehoben. Es folgt nun die Sparkassentochter 1822direkt, wie ein repräsentatives Beispiel zeigt. Wichtig: Das Institut vergibt Darlehen nicht nur selbst, sondern vermittelt nach eigenen Angaben auch Baufinanzierungen von über 400 Partnerbanken.

Der repräsentative Effektivzins der 1822direkt* kletterte von 3,85 Prozent Mitte August auf aktuell 3,93 Prozent p. a. Grundlage dieses Werts ist ein Darlehen über 300.000 Euro mit zehnjähriger Zinsbindung und einem anfänglichen Tilgungssatz von 2 Prozent. Für Kreditnehmer bedeutet das eine monatliche Rate von 1460,00 Euro statt zuvor 1440,00 Euro. Das bedeutet Mehrkosten von rund 20 Euro im Monat oder 240 Euro im Jahr, wenn die Tilgung gleich bleibt.

Ein Marktvergleich zeigt, dass die Sparkassen-Tochter durchaus mit anderen Angeboten mithalten kann. Der Vermittler Interhyp* gibt für zehnjährige Laufzeiten einen üblichen Zins von 4,01 Prozent an. Die 1822direkt liegt mit einem Sollzins von 3,84 Prozent und einem effektiven Jahreszins von 3,93 Prozent unter diesem Wert. Dr. Klein* nennt für die Immobilienfinanzierung eine Top-Zinsspanne von 3,69 bis 4,32 Prozent je nach Sollzinsbindung, womit sich die 1822direkt im Mittelfeld bewegt. Mehr zum Angebot der 1822direkt lesen Sie in unserem Ratgeber: „Baufinanzierung: Sparkassen-Tochter bietet Top-Zinsen – klare Bedingung“

20. August: ING ändert Bauzinsen deutlich – Beispiel zeigt Folgen

Die ING hat jüngst die Bauzinsen gesenkt – nun ändert eine weitre Bank ihre Konditionen.

Nach einem Abwärtstrend gehen die Zinsen für Immobilienkredite bei der ING wieder nach oben. © Getty Images | BalkansCat

Die ING* hatte vor wenigen Tagen die Zinsen für Immobilienkredite gesenkt. Nun legt die Direktbank allerdings eine Kehrtwende hin: Die Konditionen gehen wieder deutlich nach oben. „Aufgrund der Situation an den Geld- und Kapitalmärkten erhöht die ING die Konditionen für die Baufinanzierung per Donnerstag um bis zu 0,15 Prozentpunkte über alle Zinsbindungen“, heißt es in einer Meldung der Bank.

Das zeigt sich auch im repräsentativen Beispiel. Die ING legt der Berechnung folgende Bedingungen zugrunde: ein Darlehen von 300.000 Euro, eine Zinsbindung von 15 Jahren sowie eine anfängliche Tilgung von 3 Prozent. Der Sollzins liegt bei 4,38 Prozent p. a. (zuvor 4,27 Prozent), der effektive Jahreszins steigt auf 4,50 Prozent p. a. (zuvor 4,38 Prozent). Grundlage ist eine Beleihung von 85 Prozent. Das heißt, die Bank finanziert 85 Prozent des Immobilienwerts. Die monatlichen Kosten steigen damit auf 1845 Euro – zuvor lagen sie bei 1817,50 Euro pro Monat. Damit wird die monatliche Rate 27,50 Euro teurer. Auf das Jahr hochgerechnet kommen auf Kreditnehmer Mehrkosten in Höhe von 330 Euro zu, falls die Tilgung unverändert bleibt.

Im Marktvergleich zeigen sich derzeit günstigere Angebote. Der Vermittler Interhyp* gibt für fünfzehnjährige Laufzeiten einen üblichen Zins von 4,24 Prozent an. Die ING liegt mit einem Sollzins von 4,38 Prozent und einem effektiven Jahreszins von 4,50 Prozent darüber. Dr. Klein* nennt für die Immobilienfinanzierung eine Top-Zinsspanne von 3,69 bis 4,32 Prozent je nach Sollzinsbindung, womit sich die ING ebenfalls über dieser Spanne bewegt. Allerdings bietet die ING* auch einige Zinsrabatte.

Grundsätzlich gilt: Die Konditionen für Immobilienkredite lassen sich nicht pauschal vergleichen, sondern hängen maßgeblich von der finanziellen Situation des Kreditnehmers, dem Immobilienwert und dem Eigenkapitalanteil ab.

19. August: PSD Bank Nürnberg ändert Bauzinsen

Italiens Regierung will Steuern auf Ferienwohnungen erhöhen

Die Bauzinsen der Banken ändern sich laufend. Wir zeigen die neuesten Angebote und Änderungen in unserem Kredit-Ticker. © DPA Images | Kira Hofmann

Die ING* hat diese Woche bereits die Konditionen für Immobilienkredite nach unten angepasst (siehe Update vom 17. August). Nun ändert auch die PSD Bank Nürnberg* ihre Zinsen. Allerdings geht es hier nach oben, wie das repräsentative Beispiel zeigt. Lag der effektive Zins Mitte August noch bei 3,64 Prozent, steigt er jetzt auf 3,70 Prozent. Die Bank gibt den Zins für ihre Baufinanzierung unter der Annahme an, dass insgesamt 300.000 Euro mit zehn Jahren Zinsbindung und einer anfänglichen Tilgungsrate von einem Prozent finanziert werden. Der Beleihungslauf liegt bei etwa 50 Prozent.

Die monatliche Rate steigt von 1352,70 Euro auf 1370,42 Euro. Das bedeutet Mehrkosten von rund 18 Euro im Monat – oder etwa 213 Euro im Jahr bei unveränderter Tilgungsrate. Wichtig für Kreditnehmer: Die Bank tritt sowohl als Darlehensgeber als auch als Vermittler auf. Nach eigenen Angaben vergleicht sie Angebote von etwa 400 Anbietern. Zudem weist der Anbieter darauf hin, dass die Berechnung ohne Nebenkosten erfolgt ist. Dazu zählen unter anderem Grunderwerbsteuer oder Maklerkosten.

Im Marktvergleich überraschen die neuen Konditionen trotz der Zinserhöhung positiv. So gibt der Vermittler Interhyp* für zehnjährige Laufzeiten einen üblichen Zins von 4,01 Prozent an. Hier liegt die PSD Bank mit einem Sollzins von 3,64 Prozent und einem effektiven Jahreszins von 3,70 Prozent darunter. Dr. Klein* nennt für die Immobilienfinanzierung eine Top-Zinsspanne von 3,69 bis 4,32 Prozent, je nach Sollzinsbindung. Hier bewegt sich die PSD Bank Nürnberg am unteren Ende der Spanne.

Wichtig: Die Konditionen für Immobilienkredite lassen sich nicht pauschal vergleichen, sondern hängen maßgeblich von der finanziellen Situation des Kreditnehmers, dem Immobilienwert und dem Eigenkapitalanteil ab.

FAQ zu Bau-, Auto- und Ratenkrediten

Was ist ein Baukredit?

Ein Baukredit ist ein Darlehen, das speziell für die Finanzierung von Bauvorhaben oder den Kauf von Immobilien vorgesehen ist. Die Zinssätze sind oft über einen längeren Zeitraum festgeschrieben, um Planungssicherheit zu gewährleisten.

Wie unterscheiden sich Auto- und Ratenkredite?

Autokredite sind speziell für die Finanzierung von Fahrzeugen gedacht. Sie bieten oft günstigere Zinssätze und spezifische Konditionen. Ratenkredite hingegen sind vielseitiger und können für verschiedene Konsumzwecke verwendet werden.

Welche Faktoren beeinflussen die Zinssätze für Kredite?

Die Zinssätze für Kredite werden von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Dazu gehören die Leitzinsen der EZB, die Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers und die spezifischen Konditionen der Bank.

Kann ich mehrere Kredite gleichzeitig haben?

Ja, es ist möglich, mehrere Kredite gleichzeitig zu haben. Allerdings sollten Verbraucher und Verbraucherinnen ihre finanzielle Belastbarkeit sorgfältig prüfen und Angebote vergleichen, um die besten Konditionen zu erhalten.

Wie sicher sind die Kredite bei verschiedenen Banken?

In Deutschland sind alle Bankeinlagen bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank durch die Einlagensicherung geschützt. Dies gilt jedoch nicht für Kredite: Hier ist die Bonität des Kreditnehmers entscheidend.

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