Konsumkrise: Einzelhandel im Euroraum mit Fehlstart ins zweite Halbjahr

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Konsumkrise: Einzelhandel im Euroraum mit Fehlstart ins zweite Halbjahr

Konsumkrise: Einzelhandel im Euroraum mit Fehlstart ins zweite Halbjahr

Die schwache Konsumstimmung belastet den Einzelhandel in der EU. Für die deutsche Branche läuft es besonders schlecht – mit Verlusten, wie zur Coronazeit.

Ein Einzelhändler in der Innenstadt verkauft seine Schuhe mit 50% Rabatt. Foto: Andreas Arnold/dpa

Der Einzelhandel im Euroraum ist mit einem überraschenden Umsatzminus ins zweite Halbjahr gestartet. Das saisonbereinigte Absatzvolumen sank im Juli zum Vormonat um 0,6 Prozent und damit erstmals seit April, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Freitag mitteilte.

Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hingegen hatten einen Anstieg um 0,3 Prozent erwartet. Allerdings hatte der Absatz im Juni nach revidierten Daten um 0,2 Prozent zugelegt und nicht – wie ursprünglich gemeldet – um 0,3 Prozent abgenommen. Das Geschäft mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren wuchs im Juli um 0,4 Prozent zum Vormonat, während jenes außerhalb des Lebensmittelbereichs (ohne Kraftstoffe) um 1,4 Prozent schrumpfte.

Allein in Deutschland gab es den Angaben zufolge ein Minus von 3,4 Prozent. Dies war im Juli der größte Rückgang in der gesamten Währungsunion und der größte Rückgang für die deutsche Branche seit Juli 2021. „Die seit langem schlechte Konsumstimmung zeigt Wirkung“, sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stephan Tromp, jüngst dazu. „Aktuell liegen wir auf dem Niveau des zweiten Corona-Lockdowns, das ist extrem unbefriedigend und trifft den Einzelhandel hart.“

Eurostat nutzt für die Statistik den Index des Absatzvolumens im Einzelhandel. Dieser misst die Entwicklung des Umsatzes preisbereinigt; das heißt die Entwicklung der insgesamt verkauften Güter auf der Grundlage von kalender- und saisonbereinigten Daten.

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