Hagenbecks Dino-Wahrzeichen sind plötzlich in Gefahr
Hamburg Hagenbecks Dino-Giganten kommen unters Messer Christiane Maier, Diplom-Restauratorin, arbeitet an einer der Dinosaurier-Figuren. Tierpark Hagenbeck Sie gehören ...
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Hamburg
Hagenbecks Dino-Giganten kommen unters Messer
Sie gehören zu den Wahrzeichen des Tierparks Hagenbeck. Jetzt sollen die mehr als 100 Jahre alten Dinosaurier aufwendig untersucht und restauriert werden.
Sie gehören seit Generationen zu einem Besuch im Tierpark Hagenbeck dazu: die riesigen Dinosaurier rund um den Birma-Teich. Doch nach 117 Jahren sind die denkmalgeschützten Skulpturen in die Jahre gekommen. Nun lässt der Tierpark die Urzeit-Giganten umfassend untersuchen – als Vorbereitung für eine aufwendige Restaurierung.
Den Anfang macht ein Allosaurus am Orang-Utan-Haus. Restauratorin Christiane Maier untersucht derzeit, wie die Figuren einst gebaut wurden, wie stabil sie noch sind und welche Schäden behoben werden müssen. Erste Ergebnisse zeigen zahlreiche Risse in der Oberfläche, durch die Feuchtigkeit eindringen konnte. Offenbar wurden die Skulpturen in den 1980er-Jahren mit einer Kunstharzschicht überzogen.
Denkmalschutzamt unterstützt den Tierpark
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Die Untersuchung dient als Vorlage für die Sanierung aller zwölf Dinosaurier. Weil die mehr als 100 Jahre alten Figuren unter Denkmalschutz stehen, wird das Projekt eng mit dem Hamburger Denkmalschutzamt abgestimmt. Von dort gibt es bereits positive Signale für eine Unterstützung.
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Die lebensgroßen Dinosaurier wurden 1909 im Auftrag von Tierparkgründer Carl Hagenbeck aufgestellt. Damals galten sie als wissenschaftliche Sensation und sollten die lebenden Tiere im Park um eine „Urweltlandschaft“ ergänzen. Im Zweiten Weltkrieg wurden mehrere Figuren zerstört, später jedoch wieder aufgebaut und mehrfach restauriert.
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Dass Dinosaurier für Hagenbeck bis heute eine besondere Rolle spielen, zeigt auch eine Investition aus dem Jahr 2020. Damals sicherte sich die Stiftung Hagenbeck vier vollständige Skelette der seltenen Dinosaurierart Suuwassea für den Tierpark. Die rund 150 Millionen Jahre alten Fossilien aus dem US-Bundesstaat Wyoming gelten unter Experten als wissenschaftliche Besonderheit und könnten sogar zu einer einzigen Dinosaurierfamilie gehört haben.
Wie hoch die Kosten für das Projekt ausfallen, steht noch nicht fest. „Die Untersuchungen am Allosaurus dienen als Muster für die Arbeiten an allen zwölf Figuren“, erklärt der Tierpark. Erst danach lasse sich abschätzen, wie aufwendig und kostspielig die Restaurierung der historischen Publikumslieblinge tatsächlich werde. (rei)