Familie wegen Flugstreik in afrikanischem Land gestrandet: „Wir müssen zurück, meine Frau ist krank“

StartseiteWeltStand: 04.09.2026, 13:50 UhrKommentareUns auf Google folgenWegen eines Streiks des Flugpersonals sitzt eine Familie seit Tagen in Kenia fest. Die krebskranke Mutter verpasst ihren wichtigen Kontro...

  • 2 min read
Familie wegen Flugstreik in afrikanischem Land gestrandet: „Wir müssen zurück, meine Frau ist krank“

Stand: 04.09.2026, 13:50 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

Wegen eines Streiks des Flugpersonals sitzt eine Familie seit Tagen in Kenia fest. Die krebskranke Mutter verpasst ihren wichtigen Kontrolltermin.

Nairobi – Eine Familie aus Florenz, bestehend aus Fabrizio und Alessandra, ihren beiden Kindern Tommaso und Camilla sowie den beiden Enkeln Ginevra und Matteo, durchlebt bange Stunden und hofft auf eine baldige Rückkehr in die Heimat. Seit einer Woche sitzen sie wegen eines Streiks der Beschäftigten im kenianischen Luftfahrtsektor in Nairobi fest.

Content-Partnerschaft

(Dieser Artikel von Jacopo Storni entstand in Kooperation mit Corriere della Sera.

Sie hätten Nairobi nach drei Wochen Safari und Meer am 30. August verlassen sollen, doch ihr Flug nach Abu Dhabi und weiter nach Rom wurde gestrichen. Die Fluggesellschaft hatte ihnen gesagt, sie sollten am nächsten Tag wieder zum Flughafen kommen, doch auch dann konnten sie wegen des Streiks nicht abfliegen.

Kenia Streik Flughafen

Wegen eines Streiks des Flugpersonals sitzen Urlauber und Einheimische in Kenia fest. © StringersHub/IMAGO

Dasselbe geschah am dritten Tag in Folge, und an allen drei Tagen hatten sie keine Möglichkeit, Unterstützung oder Erstattungen für Verpflegung und Unterkunft von der Airline zu erhalten, sodass sie aus eigener Tasche mindestens 700 Euro ausgeben mussten.

Rückflug erst am 6. September möglich: Familie sitzt wegen Streik in Nairobi fest

Jetzt, da der Streik beendet ist, haben sie zwar die Möglichkeit, zu fliegen, jedoch erst am 6. September. Das ist für die Familie eine erhebliche Belastung, vor allem weil Alessandra an Krebs erkrankt ist und nach einer Operation im Frühjahr gerade in diesen Tagen zu medizinischen Kontrollen mit CT-Untersuchung hätte erscheinen müssen. Diese Termine wurden jedoch abgesagt und sind derzeit in der Neuplanung, was zusätzliche Unsicherheit und Sorge verursacht.

„Leider musste meine Frau die Krankenhauskontrollen verschieben, und bei einer Krankheit wie einem Tumor erleben wir eine erhebliche Belastung“, berichtet Fabrizio. Momentan befinden sie sich in Nairobi, wo ihnen die Fluggesellschaft für diese letzten Tage ein Hotel zur Verfügung gestellt hat. Das Ehepaar hofft, beim geplanten Rückflugtermin nicht erneut mit einer Verschiebung des Starts konfrontiert zu werden.

Die Forderungen, die zur Ausrufung des Streiks geführt hatten, betrafen den Abschluss neuer Tarifverträge, die Arbeitsbedingungen sowie die Anerkennung der Rechte der Beschäftigten in der Luftfahrt. Die Situation hatte in den vergangenen Tagen für zahlreiche Reisende zu Verspätungen, Stornierungen und erheblichen Unannehmlichkeiten geführt, von denen auch die Familie aus Florenz unmittelbar betroffen war.