Vater schildert Situation: „Wir wären gestorben“ – Oberbayerische Familie in Nepal gerettet

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Vater schildert Situation: „Wir wären gestorben“ – Oberbayerische Familie in Nepal gerettet

Stand: 28.08.2026, 14:24 Uhr

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Eine Familie aus Bayern wollte in Nepal wandern und Verwandte besuchen. Dann kamen die Wassermassen – und nur eine Planänderung verhinderte das Schlimmste.

Kathmandu/Berchtesgadener Land – Eine vierköpfige Familie aus dem Berchtesgadener Land ist in Nepal nur knapp einer tödlichen Katastrophe entkommen. Vater Manuel Münch (37), seine nepalesische Frau und die beiden Kinder wurden von der Armee gerettet und per Hubschrauber in Sicherheit gebracht. Im Armeecamp Battar Bazar schilderte Münch der Deutschen Presse-Agentur (dpa), wie nah die Familie dem Tod war.

Sturzflut im Himalaya

Eine bayerische Familie überlebte das Unglück – wegen einer Planänderung (Symbolbild). © Rajesh Kumar Singh/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Katastrophe in Nepal: Familie aus Bayern überlebt dank Planänderung

Eigetlich wollte wollte die Familie in Nepal wandern und Verwandte besuchen. Doch eine kurzfristige Änderung des Reiseplans bewahrte sie vor dem Schlimmsten. „Wenn wir unsere Trekking-Tour normal durchgeführt hätten, hätten wir an dem Tag in Syabrubesi übernachtet und wären gestorben“, sagte Münch im Armeecamp der Deutschen Presse-Agentur. Stattdessen befand sich die Familie zum Zeitpunkt der Überschwemmung in Trishuli Bazar. Ein Hubschrauber brachte sie anschließend auf die andere Seite des Flusses.

Die Erleichterung des Vaters war im Armeecamp deutlich spürbar – doch auch die Erinnerung an die Bedrohung ließ ihn nicht los. Münch und seine Frau reisen regelmäßig nach Nepal.

Im Armeecamp herrschte derweil ein ununterbrochener Betrieb. Rettungshubschrauber starteten und landeten im Dauereinsatz, um Menschen aus den am schwersten betroffenen Gebieten zu evakuieren. Aus den Helikoptern stiegen Einzelpersonen, ganze Familien, Schulklassen und Arbeiter zerstörter Wasserkraftanlagen. Manche trugen sichtliche Verletzungen davon, andere wirkten nach den Stunden im Katastrophengebiet erschöpft und verstört.

Die nepalesische Armee brachte den Großteil der Geretteten in Sammelunterkünfte. Auch für die Familie Münch war eine Weiterfahrt per Auto nach Kathmandu vorgesehen – von dort aus wollten sie die Heimreise nach Deutschland antreten. Nach allem, was sie erlebt hatten, war ihr Wunsch klar: so schnell wie möglich zurück. (Quelle: dpa) (kam)