Nach tödlichem Air-Canada-Unglück greift die FAA durch – zwei Lotsen sollen zu früh gegangen sein

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Nach tödlichem Air-Canada-Unglück greift die FAA durch – zwei Lotsen sollen zu früh gegangen sein

Stand: 28.08.2026, 14:13 Uhr

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Flugzeug kollidiert in New York mit Fahrzeug

Am 22. März stieß ein Air-Canada-Flieger mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammen (Archivbild). © Ryan Murphy/AP/dpa

Nach dem tödlichen Air-Canada-Unglück auf LaGuardia will die FAA zwei Lotsen entlassen. Im Fokus steht ihr früher Dienstabgang.

New York – Nach einer tödlichen Kollision auf der Landebahn des Flughafens LaGuardia im März zieht die US-Luftfahrtbehörde FAA personelle Konsequenzen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, strebt die Behörde die Entlassung von zwei Fluglotsen an, die in der Unglücksnacht ihren Turmdienst vorzeitig verlassen haben sollen.

Auch der Sender CBS News bestätigte diesen Schritt im Rahmen interner Personaluntersuchungen. Bei dem Vorfall am späten Abend des 22. März war ein ankommendes Flugzeug von Air Canada Express kurz vor Mitternacht auf der Start- und Landebahn mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen, wobei die beiden Piloten ums Leben kamen und Dutzende Menschen verletzt wurden.

Internen Berichten zufolge, auf die sich unter anderem The New York Times und The Wall Street Journal stützten, stehen die vorzeitigen Abgänge im Zusammenhang mit systematischen Unregelmäßigkeiten bei der Zeiterfassung, die intern als sogenannte „Shoves“ bezeichnet werden. Verkehrsminister Sean Duffy betonte laut CBS News, man werde Betrug und derartige Praktiken nicht tolerieren, da sie das Vertrauen untergraben und die Belastung für die verbleibenden Kollegen erhöhen. Die zuständige Gewerkschaft NATCA bestätigte laut The New York Times laufende Gespräche mit der Behörde zu den Vorwürfen, wie auch Reuters anmerkte.

Hintergrund und Ermittlungen zum Tower-Personal

Zum Zeitpunkt des Unglücks befanden sich laut Ermittlerangaben zwei weitere Lotsen im Kontrollturm; die vorzeitig gegangenen Mitarbeiter hätten als zusätzliche Unterstützung gedient, wie CBS News berichtete. Die Aufarbeitung der genauen Abläufe und der Personalbesetzung in jener Nacht ist Bestandteil umfassender Untersuchungen durch Bundesbehörden.

Die FAA bekräftigte laut Reuters, keine Kompromisse bei der Sicherheit oder Effizienz des nationalen Luftfahrtsystems einzugehen und konsequent gegen Verstöße vorzugehen. (Redaktion)