Zwölfte Nacht in Folge: US-Angriffe auf Iran, Explosion in Straße von Hormus
Irankrieg Zwölfte Nacht in Folge: US-Angriffe auf Iran, Explosion in Straße von Hormus Die Kämpfe in der Golfregion gehen unvermindert weiter. Der Iran meldet Angriffe auf US-Stellungen in Jordanien un...
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Irankrieg
Zwölfte Nacht in Folge: US-Angriffe auf Iran, Explosion in Straße von Hormus
Die Kämpfe in der Golfregion gehen unvermindert weiter. Der Iran meldet Angriffe auf US-Stellungen in Jordanien und Kuwait
Teheran – Das US-Militär hat nach eigenen Angaben wieder militärische Ziele im Iran attackiert. Diese hätten um 17.30 US-Ostküstenzeit (23.30 MESZ) begonnen, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom auf der Plattform X mit. Ziel sei es, die Fähigkeiten des Irans weiter zu schwächen, Handelsschiffe und zivile Seeleute zu bedrohen. Es ist die zwölfte Nacht in Folge, in der die USA die Islamische Republik angriffen.
Auch der Iran hat nach eigenen Angaben erneut US-Stellungen in der Nahost-Region angegriffen. In Jordanien seien US-Raketensysteme sowie Waffen- und Treibstofflager die Ziele gewesen. In Kuwait seien die Stützpunkte Al-Adiri, Doha und Arifdschan sowie die Luftwaffenbasis Ali al-Salem ins Visier genommen worden. Zu etwaigen Schäden oder Opfern lagen zunächst keine Angaben vor.
Kurz vor den US-Angriffen hatte US-Präsident Donald Trump bei einer Veranstaltung in Marietta im US-Bundesstaat Georgia betont, dass der Iran aus seiner Sicht noch nicht bereit für einen Deal sei. Immer wenn Teheran einen Kompromiss schließe, wollten sie ihn danach wieder ändern, kritisierte Trump. "Sie sind noch nicht bereit. Sie werden aber sehr bald bereit sein", betonte er – was sich als indirekte Drohung interpretieren ließ.
Explosion in Straße von Hormus
Bereits am Mittwochmorgen (US-Ostküstenzeit) hatte Trump dem Iran sehr deutlich gedroht: Die Vereinigten Staaten würden künftig jedes Mal eine Brücke oder ein Kraftwerk im Iran "bombardieren und zerstören", wenn die Islamische Republik ein Schiff in der Straße von Hormuz beschießt, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Dabei würden auch Brücken und Kraftwerke in Teheran oder in der Nähe der Hauptstadt ins Visier genommen.
Die Iranischen Revolutionsgarden haben außerdem eine Explosion in der Straße von Hormus gemeldet. Ein Tanker sei in Brand geraten. Laut Teheran müsse die Meeresenge als "komplett gesperrt" betrachtet werden. Zahlreiche Abschnitte seien vermint.
Der Konflikt vergrößert sich mit zunehmenden Angriffen der Huthi-Rebellen im Jemen erneut auch auf das Rote Meer. Dort hat die Besatzung eines Tankers Beschuss gemeldet. Das Schiff sei nach Angaben des Kapitäns von einem unbekannten Geschoss getroffen worden, das ein Feuer ausgelöst habe, teilte die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) mit. Die Besatzung bekämpfe das Feuer, es seien keine Verletzten gemeldet worden. Der Vorfall ereignete sich demnach knapp 130 Kilometer südwestlich von Al-Schukaik in Saudi-Arabien. Die Herkunft des Schiffes war unklar. Die Huthi-Rebellen sprachen davon, zwei saudi-arabische Tanker angegriffen zu haben.
Berichte über mögliche Ausweitung
Wegen des Streits um die für den weltweiten Handel mit Energieträgern wie Öl und Flüssiggas wichtige Straße von Hormus eskaliert der Irankrieg seit Anfang des Monats wieder. US-Medien berichten seit Tagen über Indizien für eine mögliche Ausweitung der US-Angriffe – etwa über die Verlegung weiterer Kampfflugzeuge in die Region.
Das "Wall Street Journal" berichtet nun über weitere Anzeichen dafür. So seien in der vergangenen Woche laut Flugverfolgungsdaten und Aussagen von US-Beamten Spezialeinheiten in die Region entsandt worden. Zudem befänden sich Bomber auf Stützpunkten in den USA und Großbritannien in höchster Einsatzbereitschaft, zitiert die Zeitung einen der Beamten. Außerdem seien in den vergangenen Tagen mehr als 150 Sanitäter im Landstuhl Regional Medical Center in Rheinland-Pfalz eingetroffen, der wichtigsten Anlaufstelle für die Behandlung von im Nahen Osten verletzten US-Soldaten.
Nach Einschätzung des "Wall Street Journal" könnte die Truppenverstärkung auch darauf abzielen, Trump mehr Handlungsspielraum zu geben, um gegen die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen vorzugehen. Die Islamisten hatten am Montag eine "Blockade" für saudische Schiffe angekündigt – rund eine Woche nach einer neuen Konfrontation mit dem Königreich, das an den Jemen grenzt und seit mehr als zehn Jahren Krieg gegen die Miliz führt. (red, balm, 24.7.2026)
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