Letztes Ferienwochenende in Italien: Höchste Verkehrs-Warnstufe – auch Bayerns Rückreisewelle rollt

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Letztes Ferienwochenende in Italien: Höchste Verkehrs-Warnstufe – auch Bayerns Rückreisewelle rollt

Höchste Warnstufe in Italien: Urlaubern droht Chaos auf Rückfahrt – auch Bayern wird es spüren

Stand: 05.09.2026, 14:13 Uhr

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Italiens Straßen werden am Wochenende mit schätzungsweise 27 Millionen Fahrzeugen überflutet. Urlauber müssen auf der Heimreise mit massiven Staus rechnen.

Rom – Italien zieht Urlauber aus ganz Europa seit Jahrzehnten zuverlässig in seinen Bann – auch im Sommer 2026 war das Land eines der meistbesuchten Reiseziele auf dem Kontinent. Nicht nur ausländische Gäste strömten an die Küsten, auch Millionen Italiener selbst verließen die heißen Großstädte und fuhren ans Meer. Städte wie Rom, Mailand und Neapel leerten sich im August spürbar, während Badeorte von der Adria bis zur Tyrrhenischen Küste auf Hochbetrieb liefen.

Nun ist der Sommer offiziell vorbei. Das letzte große Wochenende vor der Schulöffnung in Italien markiert traditionell den Abschluss der Urlaubssaison in Italien. Millionen Fahrzeuge sind gleichzeitig auf dem Heimweg, und wer dieses Wochenende (5./6. September) reist, muss sich auf erhebliche Verzögerungen einstellen. Die Lage auf den Autobahnen ist angespannt – und das Thermometer erleichtert die Situation nicht.

Höchste Warnstufe in Italien: 27 Millionen Fahrzeuge verstopfen Straßen am letzten Ferienwochenende

Die staatliche Straßenbehörde Anas rechnet für Samstag, den 5. September, und Sonntag, den 6. September, mit mehr als 27 Millionen Fahrzeugen auf Italiens Straßen und Autobahnen. Für beide Tage gilt das „Bollino Rosso“ – die höchste Warnstufe im italienischen Verkehrsampelsystem. Betroffen sind vor allem die großen Verbindungsachsen zwischen den Küstenregionen und den Ballungszentren im Norden und Zentrum des Landes.

Um die Lage zu entschärfen, hat Anas den Einsatz seines Personals landesweit verstärkt. Gleichzeitig wurden laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa Baustellen massiv zurückgefahren: Bis zum 7. September sind 1.175 Baustellen gesperrt – das entspricht 83 Prozent aller aktiven Baustellen (insgesamt 1414).

Anas-Chef Claudio Andrea Gemme appellierte an alle Verkehrsteilnehmer, die Fahrt mit „Verantwortung und Umsicht“ anzugehen und ausdrücklich auf die Nutzung des Mobiltelefons am Steuer zu verzichten. „Schon wenige Sekunden Ablenkung können das eigene Leben und das anderer gefährden“, warnte er.

Sechste Hitzewelle des Sommers 2026 trifft auf den Rückreiseverkehr in Italien

Erschwerend kommt hinzu, dass der Sommer sich in Italien meteorologisch noch nicht verabschiedet. Die sechste Hitzewelle des Sommers 2026 ist noch nicht abgeklungen. Meteorologe Lorenzo Tedici vom Dienst iLMeteo.it warnt: Eine Warmluftblase, die sich von Marokko aus über den Mittelmeerraum ausgebreitet hat, hält bis mindestens Dienstag an. Für das Wochenende werden Temperaturen zwischen 34 und 38 Grad erwartet.

Ab Mittwoch, dem 9. September, soll sich das Bild dann deutlich verändern: Atlantische Luftmassen bringen einen abrupten Temperatursturz auf 27 bis 29 Grad. Eine solche Abkühlung war zuletzt Mitte Mai zu verzeichnen. Allerdings warnt Tedici vor den Folgen: Das Mittelmeer hat derzeit noch Wassertemperaturen von rund 28 Grad vor der italienischen Küste – trifft die kühle Atlantikluft auf das warme Meerwasser, drohen heftige Unwetter und Starkregen.

Bayerische Sommerferien enden am 14. September – die große Rückreisewelle kommt noch

Während der Großteil Deutschlands die Sommerferien bereits hinter sich hat, befinden sich Bayern und Baden-Württemberg noch mitten drin. Die bayerischen Sommerferien 2026 enden erst am 14. September, die in Baden-Württemberg am 12. September. Das bedeutet: Die größte Rückreisewelle aus dem Süden steht für Urlauber aus diesen beiden Bundesländern noch bevor – vor allem im Zeitraum zwischen dem 6. und 14. September.

ADAC und Auto Club Europa (ACE) warnen bereits jetzt vor erhöhtem Verkehrsaufkommen auf den klassischen Urlaubsrouten. „Die Rückreisewelle rollt“, heißt es beim ADAC, der für den 4. bis 6. September auf zahlreichen Transitstrecken mit dichtem Verkehr rechnet – in beide Richtungen, da gleichzeitig noch neue Urlauber in den Süden fahren.

Die meisten Verzögerungen sind laut den Verkehrsclubs samstags vor- und nachmittags zu erwarten, aber auch sonntags ab Mittag bis etwa 20 Uhr bleibt die Staugefahr auf mittlerem Niveau. Besonders kritisch ist die Lage auf den großen Süd-Nord-Achsen. Die A8 zwischen Karlsruhe und München gilt als klassische Stau-Autobahn der Sommerferien – hier bündelt sich der Rückreiseverkehr aus Italien, Österreich und Kroatien. Zusätzlich verschärfen rund 1.000 aktive Baustellen auf deutschen Autobahnen die Situation. Ob aus Bayern oder Italien: Wer flexibel ist, sollte früh morgens oder abends nach 20 Uhr starten. (Quellen: Ansa, ilMeteo.it, dpa, ADAC, ACE) (jaka)