„Wollen unser Wahrzeichen zurück“: CSU-Antrag stößt auf breite Zustimmung

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„Wollen unser Wahrzeichen zurück“: CSU-Antrag stößt auf breite Zustimmung

Stand: 23.07.2026, 06:00 Uhr

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Beleuchtet war die Wasserfontäne auf der Loisach sogar.

Beleuchtet war die Wasserfontäne auf der Loisach in Wolfratshausen sogar. © Archiv

Die CSU-Fraktion stieß mit ihrem Antrag im Wolfratshauser Stadtrat auf offene Ohren: Nun wird geprüft, ob die Loisachfontäne wieder in Betrieb genommen werden kann.

Wolfratshausen – Der Vorstoß der CSU im Stadtrat war erfolgreich. Wie berichtet hatte die sechsköpfige Fraktion um ihre Vorsitzende Claudia Drexl-Weile beantragt, zu prüfen, ob die Loisachfontäne wieder in Betrieb genommen werden kann. Rathauschef und Mandatsträger stellten sich geschlossen hinter die Forderung. „Ich finde den Antrag super“, sagte Patrick Lechner (FDP), Mitglied der Liste-Wor-Fraktion.

Drexl-Weile legte Wert auf die Feststellung, dass zunächst nur die Prüfung des Vorhabens gewünscht sei. Die ist laut CSU-Fraktionschefin mit keinen Kosten verbunden, weil die Prüfung im zuständigen Rathaus-Referat erfolgt.

„Wollen unser Wahrzeichen zurück“: CSU-Antrag stößt auf breite Zustimmung

Die Loisachfontäne „war über Jahre hinweg ein fester und identitätsstiftender Bestandteil unseres Stadtbildes“, stellte Drexl-Weile fest. Mit der Wiederinstallation wolle die CSU „ein klares Zeichen für die Attraktivität unserer Altstadt setzen“. Als Begründung führte sie die „touristische Bedeutung“ an, die Wassersäule vor der Altstadt-Kulisse sei ein äußerst beliebtes Fotomotiv gewesen. Als „weithin sichtbarer Blickfang“ ziehe sie die Aufmerksamkeit auf sich „und lädt Besucher dazu ein, spontan zu verweilen und die Innenstadt zu erkunden.“ Darüber hinaus „sorgt Wasser besonders in den Sommermonaten für eine spürbare Kühlung“. Nicht zuletzt stärke die Fontäne auf der Loisach den Titel „Internationale Flößerstadt“, den Wolfratshausen seit 2010 trägt.

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„Was hat die Fontäne mit der Flößerei zu tun?“, fragte Bürgermeister Klaus Heilinglechner (BVW) schmunzelnd. „Wasser“ sei das verbindende Element, kam die Antwort Drexl-Weiles wie aus der Pistole geschossen. Unter allgemeinem Gelächter sagte Heilinglechner: „Jetzt habe es auch ich verstanden.“

Demontage war laut Bürgermeister keine „böse Absicht“

Der Rathauschef betonte, dass die Fontäne nicht „aus böser Absicht“ vor einigen Jahren abgebaut worden sei. Die Strömung der Loisach, Hochwasser und die Schmutzfracht hätten die Installation häufig in Mitleidenschaft gezogen. Immer wieder seien Taucher der Wolfratshauser Feuerwehr im Einsatz gewesen, die die Konstruktion von Unrat befreit hätten.

Dazu seien die Ehrenamtlichen auch künftig gerne bereit, sagte Andreas Bauer (SPD), Kommandant der Wolfratshauser Wehr. Er ließ nicht unerwähnt, dass die Einsatzkräfte das in der Vergangenheit für Gotteslohn taten – er eine kleine Aufwandsentschädigung jedoch für angemessen halte. Wenn, dann „in Naturalien“, meinte Manfred Fleischer (Wolfratshauser Liste). Ein Vorschlag, den Bürgermeister Heilinglechner grinsend aufgriff: Die Brotzeit müsse der Antragsteller, die CSU-Fraktion, bezahlen. Ein formeller Beschluss fiel nicht, der Beifall sprach Bände.

Wir hatten dieses Wahrzeichen und wir wollen es für unser Wolfratshausen zurück.

„Da die Anlage bereits vorhanden ist, handelt es sich um eine Maßnahme zur Aufwertung des Ensembles ,Kulturbild Floßlände‘, die realisiert werden kann“, konstatierte Drexl-Weile. „Wir hatten dieses Wahrzeichen und wir wollen es für unser Wolfratshausen zurück.“

Fontäne soll sechs Stunden täglich sprudeln

„Begrüßenswert“ sei der Antrag, urteilte Jens Klein (Grüne). FDP-Stadtrat Lechner sprach von einer „Bereicherung für die Stadt“. Mit Rücksicht auf die Anwohner, das erklärte Vize-Bürgermeister Günther Eibl (CSU) auf Nachfrage Lechners, solle die Fontäne von Mai bis September täglich von 10 bis 12 Uhr, von 14 bis 16 Uhr sowie von 18 bis 20 Uhr sprudeln.

Dritter Bürgermeister René Beysel (Grüne) und sein Parteifreund Klein gaben der Verwaltung mit auf den Weg, sicherheitsrelevante Aspekte bei der Prüfung zu berücksichtigen. Fällt die positiv aus, sind für die Wiederinbetriebnahme bereits 20.000 Euro in den Haushalt eingestellt worden. (cce)