Während Europa schwitzt: Hier fallen 4,5 Meter Neuschnee

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Während Europa schwitzt: Hier fallen 4,5 Meter Neuschnee

Stand: 22.07.2026, 13:28 Uhr

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Mehr als 4,5 Meter Schnee schneiden das Skigebiet Portillo von der Außenwelt ab.

Portillo – Trockenheit, Hitze und Waldbrände bestimmen derzeit den Sommer in Europa. Am anderen Ende der Welt zeigt sich ein kaum vorstellbares Gegenextrem: Ein heftiger Schneesturm hat dem chilenischen Skigebiet Portillo mehr als 4,5 Meter Neuschnee gebracht, wie das Skigebiet selbst sowie lokale Medien und Behörden melden.

Die Zufahrtsstraße bleibt gesperrt. Ein Termin für die Wiedereröffnung steht noch nicht fest.

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Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsinfive.de.

Portillo liegt in den Anden nahe der Grenze zwischen Chile und Argentinien. Das Gebiet ist über die internationale Passstraße erreichbar, die Santiago de Chile mit der argentinischen Provinz Mendoza verbindet. Wegen des anhaltenden Schneefalls können Fahrzeuge die Hochgebirgsstrecke derzeit nicht sicher passieren.

Während Europa schwitzt: Hier fallen 4,5 Meter Neuschnee

Mehr als 4,5 Meter Schnee schneiden das Skigebiet Portillo von der Außenwelt ab. © © IMAGO / Pond5 Images / Symbolbild

Auch der Grenzübergang Los Libertadores bleibt geschlossen, wie das chilenische Regionalportal SoyChile berichtet. Die Behörden hatten den Verkehr bereits vorsorglich gestoppt. Betroffen sind alle Fahrzeugarten. Die wichtigste Straßenverbindung zwischen Chile und Argentinien führt auf mehr als 3.000 Metern Höhe durch die Anden und führt direkt an Portillo vorbei.

Schneefall verstärkte sich innerhalb weniger Stunden

Der Sturm hatte zunächst vergleichsweise langsam begonnen. Danach nahm der Schneefall stark zu. Am 17. Juli meldete Portillo rund 1,30 Meter Neuschnee. Drei Tage später lag die Gesamtsumme nach Angaben des Skigebiets bereits bei mehr als 4,5 Metern.

Noch ist das Ende nicht erreicht. Portillo rechnete damit, dass die Schneemenge in den folgenden Tagen weiter steigt. Eine verlässliche Wetterphase für die Räumung der Straße sei zunächst nicht absehbar, heißt es in der Mitteilung des Skigebiets.

Der Betrieb in Portillo ruht. Nach Angaben des Skigebiets bleiben sowohl die Zufahrten auf dem Land- und Luftweg als auch die Skipisten aus Sicherheitsgründen geschlossen. Einen Termin für die Wiedereröffnung gibt es noch nicht. Neue Informationen will Portillo über seine offiziellen Kanäle bekannt geben, sobald sie vorliegen.

Einsatzkräfte bringen Menschen aus den Bergen

Auf der argentinischen Seite der Anden brachten Einsatzkräfte seit Freitag insgesamt 50 Menschen in Sicherheit, wie das Regionalportal MDZ unter Berufung auf die Grenzkoordination berichtet. Darunter waren Familien, ältere Menschen, Kinder und Beschäftigte des Grenzkomplexes Horcones.

An dem Einsatz sind unter anderem die argentinische Straßenverwaltung, die Gendarmerie und die Polizei der Provinz Mendoza beteiligt. Die internationale Verbindung bleibt unterbrochen. Zudem erschweren schlechte Sicht, starker Wind und die Lawinengefahr die Arbeiten.

Bereits am 17. Juli waren in Portillo 1,65 Meter Schnee gemessen worden. Im argentinischen Grenzort Las Cuevas lagen zu diesem Zeitpunkt 1,70 Meter, in Puente del Inca rund ein Meter. Touristen wurden aufgefordert, mehrere Orte in der Hochgebirgsregion zu verlassen. Der Verkehr war nur noch bis Uspallata möglich, wie MDZ berichtete. Quellen: Ski Portillo, MDZ, SoyChile, nif/red.