Tränen in Paris: Eintracht-Frauen verpassen Champions League nach Verlängerungs-Drama
StartseiteSportFußballStand: 02.09.2026, 22:09 UhrKommentareUns auf Google folgenDer Traum von der Königsklasse ist geplatzt. Die Eintracht-Frauen kämpfen in Paris bis zur letzten Minute – und verlieren am Ende...
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Stand: 02.09.2026, 22:09 Uhr
Der Traum von der Königsklasse ist geplatzt. Die Eintracht-Frauen kämpfen in Paris bis zur letzten Minute – und verlieren am Ende deutlich.
Paris – Es war eine dieser Nächte, die im Gedächtnis bleiben – leider aus den falschen Gründen. Die Frauen von Eintracht Frankfurt sind am Mittwochabend auf dem PSG Campus in Poissy, rund 25 Kilometer westlich des Pariser Stadtzentrums, in der dritten Qualifikationsrunde der UEFA Women‘s Champions League gescheitert. Dabei hatten die Hessinnen zwischenzeitlich sogar in Unterzahl den Ausgleich erzielt und alles offengehalten. Doch am Ende stand ein bitteres 1:5 nach Verlängerung.

Nach dem 1:1 im Hinspiel war für die Eintracht nur ein Sieg gut genug, um erstmals in die Ligaphase der Königsklasse einzuziehen. Trainer Niko Arnautis musste dabei auf die verletzte Larissa Mühlhaus verzichten, die im Hinspiel noch das 1:0 erzielt hatte. Dass die Ausgangslage trotzdem offen war, zeigte die Qualität, die Frankfurt in dieser Saison bereits bewiesen hatte – mit Siegen gegen Omonia Nikosia und Malmö FF auf dem Weg in diese Runde.
Eintracht Frankfurt: Raso-Platzverweis als Wendepunkt im CL-Quali-Drama
Paris übernahm früh das Kommando. Merveille Kanjinga traf in der 36. Minute zunächst den Pfosten, verwandelte den Abpraller aber sicher zum 1:0. Ereleta Memeti hatte kurz darauf den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte jedoch. Der eigentliche Wendepunkt folgte in der 66. Minute: Hayley Raso, bereits verwarnt, ging zu ungestüm in einen Zweikampf und sah die Gelb-Rote Karte. Zehn Minuten später schlug ausgerechnet die in Unterzahl spielende Eintracht zurück – Rebecka Blomqvist vollendete einen sehenswerten Doppelpass mit Memeti zum 1:1.
Paris wirkte angeschlagen, Frankfurt angestachelt. Ein weiterer Treffer, der durchaus möglich gewesen wäre, fiel nicht. In der Verlängerung brach die Eintracht dann ein. Kanjinga traf erneut zum 2:1 (95.), Sakina Karchaoui erhöhte per Foulelfmeter auf 3:1 (105.) und legte kurz darauf nach (113.). Den Schlusspunkt setzte Rasheedat Ajibade in der Nachspielzeit der Verlängerung, als Torhüterin Lina Altenburg bei einem langen Ball patzte und die Nigerianerin das verwaiste Tor zum 5:1 traf.
Als Trostpflaster bleibt der Eintracht der Einzug in den zweitklassigen Europa Cup. In der Ligaphase der Champions League ist die Bundesliga damit nur noch durch den gesetzten FC Bayern München vertreten – eine ähnlich magere Bilanz gab es zuletzt in der Saison 2017/18. Auch der VfL Wolfsburg scheiterte am selben Abend, nach einem dramatischen Elfmeterschießen bei Inter Mailand.
Für Frankfurt beginnt nun die Aufarbeitung. Die Frage, welche Schlüsse Arnautis aus dem Verlängerungseinbruch zieht und wie die Eintracht-Frauen die Saison im Europa Cup gestalten, wird die kommenden Wochen prägen. Der Traum von der Königsklasse lebt weiter – er muss im nächsten Jahr neu geträumt werden. (ck)