Eltern müssen leider draußen bleiben: Wie eine Regel in Lüdenscheid Schulchaos verhindert

"Einige ignorieren immer noch das Verbot. Ich fänd´ es gut, wenn öfter kontrolliert würde. Es sind immer die gleichen, die die Regeln nicht beachten." Mutter eines Schülers an der Adolf-Reichwein-Gesamtschule ...

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Eltern müssen leider draußen bleiben: Wie eine Regel in Lüdenscheid Schulchaos verhindert
"Einige ignorieren immer noch das Verbot. Ich fänd´ es gut, wenn öfter kontrolliert würde. Es sind immer die gleichen, die die Regeln nicht beachten." Mutter eines Schülers an der Adolf-Reichwein-Gesamtschule

Mehr mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs

Die Schülersprecherin Klara Petereit und Johannes Block

Die Schülersprecherin Klara Petereit und Johannes Block

Bildquelle: WDR/Frank Strohdiek

Das bestätigen auch die beiden Schülersprecher Klara Petereit und Johannes Bock. Sie haben aber gleichzeitig beobachtet, dass seit der Einführung der Schulstraße auch wieder mehr Mitschüler mit dem Fahrrad zur Schule kommen. "Das ist schön, so was zu sehen", sagt Klara Petereit.

In die Schulstraße dürfen während der Sperrzeiten nur Autos mit Sondergenehmigung fahren. Das sind meistens Fahrzeuge der Lehrerinnen und Lehrer oder aus der Schülerschaft. Sie fahren morgens und mittags alle in die gleiche Richtung, es gibt keinen gefährlichen Begegnungsverkehr.

Zufriedenheit bei der Stadt Lüdenscheid

Bei der Stadt sind die Verantwortlichen ebenfalls zufrieden mit der Schulstraße. Das verdeutlicht Janis Weiland, der für die Stadt Lüdenscheid die Schulstraße und die Bringezone geplant hat.

Janis Weiland, Verkehrsplaner der Stadt Lüdenscheid
"Es hat nur kurze Zeit gedauert, dann haben die meisten Eltern das Einfahrtverbot beachtet." Janis Weiland

Weiland betont in diesem Zusammenhang: "Das liegt auch an der Erkenntnis, dass der Nachwuchs jetzt viel schneller abgesetzt ist als vorher."

Gute Erfahrungen auch in anderen Städten

Ähnlich gute Erfahrungen haben die Städte Arnsberg und Olpe mit ihren Schulstraßen gemacht. In Olpe war die Autosperrzone als Versuch für ein Jahr geplant, jetzt gilt sie dauerhaft.

Überall gilt aber auch die Erkenntnis: Wenn nicht regelmäßig kontrolliert wird, fahren immer mehr Elterntaxis trotzdem direkt bis vor die Schule.

Unsere Quellen:

  • Beobachtungen des WDR-Reporters vor Ort
  • Gespräch mit den Schülersprechern der Adolf-Reichwein-Gesamtschule
  • Gespräch mit Janis Weiland
  • Gespräche mit dem Pressesprechern der Städte Arnsberg und Olpe
  • Gespräche mit Eltern in der Bringezone