Klimakrise: Hitze beeinflusst Immobilien-Kauf – Umfrage mit klarem Ergebnis
Ein Ventilator steht in einem Aufenthaltsraum eines Seniorenheims, davor sitzt eine Seniorin in einem Rollstuhl. (zu dpa: „Kliniken rüsten nach – Hitzeschutz bleibt teures Problem“)
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Drei Viertel der Menschen in Deutschland halten öffentliche Gebäude wie Schulen und Krankenhäuser für nicht ausreichend gegen Hitze geschützt. Das ergab eine Umfrage im Auftrag des Bundesverbands energieeffiziente Gebäudehülle, deren Ergebnisse dieser Redaktion vorliegen. Auf die Frage, ob öffentliche Gebäude ausreichend vor „starker Sommerhitze“ geschützt seien, sagten 74 Prozent der Befragten „eher nein“ oder „auf keinen Fall“, nur 15 Prozent halten derartige Einrichtungen für hinreichend geschützt. 11 Prozent waren unentschieden.

Die durch den Klimawandel zunehmende Zahl der Hitzetage in Deutschland beeinflusst Menschen demnach auch in ihrem privaten Entscheidungsverhalten bei Wohnraum. 55 Prozent der Befragten gaben an, dass „unzureichender Schutz“ vor Hitze im Sommer für sie ein Grund wäre, eine Immobilie nicht zu kaufen oder zu mieten. Nur 25 Prozent würden sich davon nicht abhalten lassen. 20 Prozent zeigten sich unentschieden.
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Fehlender Hitzeschutz beeinflusst auch Entscheidungen zum Kaufen oder Mieten
Insbesondere junge Menschen würden Erwägungen zum Hitzeschutz in ihre Entscheidung einbeziehen: Unter den 18- bis 29-Jährigen sagten 73 Prozent, dass mangelnder Hitzeschutz für sie ein Grund wäre, eine Wohnung oder ein Haus nicht zu kaufen oder zu mieten.
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Jan Peters Hinrichs, Geschäftsführer des Verbands, sieht darin einen Auftrag an die Politik. Das Thema Hitzeschutz von Gebäuden sei in der Mitte der Gesellschaft angekommen, die politische Debatte stecke jedoch noch in den Kinderschuhen, sagte er dieser Redaktion. „Der Staat muss daher den baulichen Hitzeschutz sowohl bei der Sanierung öffentlicher Gebäude als auch in der Förderpolitik für private Eigentümer entschlossener in Angriff nehmen.“
Das Online-Umfrageinstitut Civey befragte für die Erhebung zwischen dem 21.08. und 24.08.2026 2500 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger.