TV Oyten könnte sich als Hecht im Oberliga-Karpfenteich erweisen: „Ärgern werden wir alle können"
StartseiteSportLokalsportKreis VerdenStand: 28.08.2026, 19:42 UhrKommentareUns auf Google folgenOytens Abwehr-Chef Timo Blau (beim Wurf) bekommt in der neuen Oberliga-Saison in der Deckung mit Jannis Schenk und...
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Stand: 28.08.2026, 19:42 Uhr
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Der TV Oyten startet in eine erstarkende Handball-Oberliga mit Teams, die Regionalliga-Niveau haben. Coach Lars Müller-Dormann traut seinem 17er-Kader einen Platz im oberen Tabellendrittel zu.
Oyten – Es dürfte ein Hauen und Stechen in der kommenden Handball-Oberliga-Saison geben. Gleich zwei Absteiger aus der Regionalliga haben absolut das Potenzial, eine sofortige Rückkehr anzustreben. Und mit der SG Bremen-Ost und dem TV Neerstedt meldeten schon in der vergangenen Oberliga-Saison zwei Teams ihren Anspruch auf den Titel an, der letztlich an den VfL Horneburg ging. Mitten drin in diesem großen Oberliga-Karpfenteich schwimmt der TV Oyten. Und der könnte sich als Hecht erweisen, an dem sich so einige Favoriten die Zähne ausbeißen dürften.
Wir benötigen zwar noch etwas Zeit, um uns für die Saison richtig einzugrooven – aber ärgern werden wir alle können!
Immer gesetzt den Fall, die Blau-Roten bleiben dieses Mal von großen Verletzungssorgen verschont. Denn an denen hatten die Oytener in der abgelaufenen Saison schon zu knabbern, als Torhüter Niklas van den Berg, Timo Blau, der zur SG Achim/Baden abgewanderte Michel Schack und auch Robin Hencken länger pausieren mussten. „Ja, das hat damals schon geschmerzt und uns des Öfteren zurückgeworfen“, so Coach Lars Müller-Dormann, der in Nikolai Wachowiak einen neuen Co-Trainer zur Seite gestellt bekommt.
Neu ist auch Jannis Schenk, den es vom Ost-Verbandsligisten SG VfL Wittingen/Stöcken berufsbedingt in den Norden gezogen hat. Für Lars Müller-Dormann ist Schenk ein echter Glücksgriff. „Er hat in der Vorbereitung einen ganz starken Eindruck hinterlassen“, traut Oytens Übungsleiter dem 28-Jährigen den Sprung definitiv zu. Auf welcher Position der Neuzugang dann letztlich zum Einsatz kommt – abwarten. Denn Schenk ist beidhändig, könnte also auf Links- als auch auf Rechtsaußen agieren. Müller-Dormann: „Ja, könnte er. Doch auch aus dem Rückraum hat er viele Vorzüge. Mir schwebt da schon die ein oder andere Idee vor.“ Welche genau, der Übungsleiter will es noch nicht verraten. Auch nicht, woran sein Team noch arbeiten muss, um eventuell erneut wie in der abgelaufenen Saison auf einen starken vierten Tabellenplatz zu landen. Da spricht er doch lieber über die Vorzüge, über die der TV Oyten verfügt. Und die liegen eindeutig im Deckungsverbund sowie im Umschaltspiel. „Gerade hinten verfügen wir über Kanten, die jeden Gegner vor Aufgaben stellen werden“, denkt Müller-Dormann nicht nur an Abwehr-Chef Timo Blau oder auch Keeper-Hüne Julius Timm. Auch Neuzugang Nummer zwei, Kreisläufer Luis Varela, gehört für ihn unbedingt dazu. „Durch ihn sind wir deutlich variabler aufgestellt. Ein Supertyp, der uns weiterhelfen wird“, sagt der TVO-Coach über den Neuen von der SG Achim/Baden.
Dass sich sein Team durchaus im oberen Drittel der Tabelle festbeißen kann, davon ist Lars Müller-Dormann absolut überzeugt, sagt: „Unser 17er-Kader gibt das absolut her! Wir benötigen zwar noch etwas Zeit, um uns für die Saison richtig einzugrooven – aber ärgern werden wir alle können!“ Allerdings immer vorausgesetzt, der TV Oyten findet den Weg ohne größere Verletzungssorgen durch die Saison. „Und Spielglück gehört natürlich auch dazu. Die Liga wird vom Niveau her noch ein Stück gehobener sein, als zuletzt. Und eben auch sehr ausgeglichen. Ich denke, da können fast alle Mannschaften jede Begegnung gewinnen – aber auch jedes Spiel verlieren. Glück, Wille und Mentalität werden letztlich mit entscheidend sein, wohin die Reise geht!“