Huthis greifen nach Kontrolle über das Rote Meer – und Trump schaut trotz Bitten des Kronprinzen zu
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Trump lässt Saudi-Arabien mit Huthis im Stich: Kronprinz rief zweimal an – vergeblich
Stand: 11.09.2026, 19:55 Uhr
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Trump verweigert Saudi-Arabien Militärhilfe gegen die Huthis, trotz Bitte des Kronprinzen. Nun greift die Miliz nach einer Schlüssel-Transportroute.
Mokka – US-Präsident Donald Trump hat Bitten aus Saudi-Arabien abgelehnt, beim Kampf gegen die Huthis im Jemen zu helfen. Die Miliz ist in einer neuen Offensive rasch auf einen wichtigen Engpass im Roten Meer vorgerückt und hat die strategische Stadt Mokka von den saudisch unterstützten Kräften der jemenitischen Regierung eingenommen. Am Donnerstag (10. September) rief Mohammed bin Salman, der saudische Kronprinz, den US-Präsidenten zweimal an und forderte ihn auf, Angriffe gegen die vom Iran unterstützte Rebellengruppe zu starten.
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Dieser Artikel von Lily Shanagher entstand in Kooperation mit telegraph.co.uk.
Donald Trump wies das Ersuchen jedoch zurück, wie zwei Washingtoner Beamte dem Portal Axios berichteten. Das Königreich befindet sich seit dem Wiederaufflammen der Kämpfe im Juli in einem Kampf mit der von den USA als Terrororganisation eingestuften Gruppe. Die Ölpreise stiegen, nachdem die Huthis Mokka erobert hatten und damit ihren Griff um die Meerenge Bab al-Mandab, eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt, weiter verstärkten.

Nach Angaben von US-Beamten hat die Trump-Regierung keine Pläne, direkt gegen die Huthis zu intervenieren. Während sich Washington wegen der eskalierenden Kämpfe besorgt zeigt, hofft es, Saudi-Arabien ohne direkte militärische Beteiligung unterstützen zu können.
USA setzen auf Unterstützung ohne direkte Militärschläge
Admiral Brad Cooper, der Befehlshaber des US Central Command, reiste am Donnerstag (10. September) nach Riad, um an dringenden Koordinierungstreffen teilzunehmen, wie Quellen berichteten. Saudi-Arabien hatte den USA zunächst mitgeteilt, es könne die Huthis ohne Hilfe bekämpfen, hat seine Bitten um Unterstützung jedoch verstärkt, da sich die Kämpfe intensivieren.
Ein Washingtoner Regierungsvertreter sagte dem Königreich am Donnerstag, man werde Aufklärungsinformationen über die Huthis und Zieldaten liefern, berichtete Axios. Zudem seien bereits rund 200 US-Soldaten im Land, um Unterstützung zu leisten. Militärische und zivile US-Vertreter haben ihren saudischen Gesprächspartnern erklärt, Donald Trump wolle seine Streitkräfte auf den Iran und die Straße von Hormus konzentrieren und vermeiden, eine weitere Front zu eröffnen.
Brüchiger Waffenstillstand und Vergeltung der Huthis
Eine vierjährige, von den Vereinten Nationen vermittelte Waffenruhe zwischen den Huthis und der saudisch gestützten jemenitischen Regierung zerbrach im Juli, als Riad einem iranischen Flugzeug mit ranghohen Huthi-Vertretern an Bord die Landung auf dem Flughafen von Sanaa verweigerte. Die Delegation war von der Beerdigung Ali Chameneis zurückgekehrt. Die Rebellen rächten sich, indem sie den Flughafen angriffen und später eine Blockade für saudische Tanker im Roten Meer verhängten.
Sie feuerten Raketen und Drohnen auf Schiffe und Anlagen des Königreichs. Jemenitische Regierungstruppen zogen sich von der Insel Perim in der Meerenge Bab al-Mandab zurück, nachdem sich die Huthis der Stadt Dhubab genähert hatten. Die Kontrolle über Dhubab, das der Insel gegenüberliegt, und Perim sei der Schlüssel zur Beherrschung der Wasserstraße gewesen, erklärten Quellen.
Regionale Diplomatie rund um Konflikt im Jemen
Unterdessen haben der Außenminister des Iran und Pakistans Armeechef Wege erörtert, wie die diplomatischen Bemühungen zur Deeskalation des Konflikts Teherans mit den USA wiederbelebt werden können, sagte ein pakistanischer Sicherheitsbeamter am Freitag gegenüber Reuters. Abbas Araghchi sprach am Donnerstag telefonisch mit Asim Munir, um zu erörtern, wie Washington und Teheran wieder an den Verhandlungstisch zurückgebracht werden könnten – sowie den Konflikt mit den Huthis.