Tor und halber Assist gegen Ex-Klub: Reitz und RB verhageln Gladbacher Saisonstart

Tor und halber Assist gegen Ex-Klub Reitz und RB verhageln Gladbacher Saisonstart Stand: 29.08.2026 • 18:51 Uhr 45 Minuten hielt Bo...

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Tor und halber Assist gegen Ex-Klub: Reitz und RB verhageln Gladbacher Saisonstart
Rocco Reitz mit seinen Teamkollegen

Tor und halber Assist gegen Ex-Klub Reitz und RB verhageln Gladbacher Saisonstart

Stand: 29.08.2026 • 18:51 Uhr

45 Minuten hielt Borussia Mönchengladbach in der Fußball-Bundesliga gegen RB Leipzig gut mit, doch dann drehte RB richtig auf und gewann zum Bundesliga-Auftakt klar mit 3:0 (1:0).

Ridle Baku erzielte in der 26. Minute die Führung für Leipzig, Antonio Nusa erhöhte (49.), ehe ausgerechnet der Ex-Borusse Rocco Reitz, der im Sommer nach Leipzig gewechselt war, auf 3:0 stellte (66.).

"In der ersten Halbzeit setzen wir sehr viel von dem um was wir uns vorgenommen haben", meinte Gladbach-Trainer Eugen Polanski am Sportschau-Mikrofon: "Dann haben wir 25 Minuten in der zweiten Halbzeit einfach nicht auf dem Platz gestanden und wenig Energie gehabt." Matchwinner Reitz sprach von einem "verdienten" Erfolg gegen die alten Kollegen und lobte die Intensität und die taktische Disziplin seiner Mannschaft.

Es ging von Beginn an zunächst munter hin und her, beide Mannschaften suchten mit dem Ball den direkten Weg nach vorne. Die neue Herangehensweise, die Polanski angekündigt hatte, war beim Startelf-Comeback von Tim Kleindienst auf jeden Fall zu erkennen. Einen echten Feldvorteil oder klare Chancen erspielte sich aber zunächst keines der Teams. Die erste passable Gelegenheit hatte Ezechiel Banzuzi für RB, der nach einer flachen Rücklage von links den Körper nicht mehr über den Ball bekam und dementsprechend zu hoch zielte (16.).

Ex-Gladbacher Reitz mit dem "Nicht-Assist" zum 1:0

Doch die Borussia zeigte sich präsent Bolin, Wael Mohya und Robin Hack kamen immer wieder mit hohem Tempo auf den Leipziger Strafraum zugelaufen. Aus einer solchen Szene entstand ein Eckball, an dessen Ende Leipzigs neue Nummer eins Maarten Vandevoordt sein ganzes Können auspacken musste, um den Rückstand zu verhindern: Der Belgier lenkte einen Schuss von Bolin an den Innenpfosten und kratzte den Ball dann so gerade noch von der Linie (21.).

Nur wenige Minuten später schlug RB mitten in einer guten Phase der Borussia vorne zu: Baku trat beherzt an, spielte einen Doppelpass mit Tidiam Gomis, der die Gäste-Abwehr herauslockte, stand im Anschluss völlig blank vor dem Gladbacher Tor und schob überlegt flach ein (26.). In der Entstehung hatte Reitz seine Füße ebenfalls im Spiel - oder eben gerade nicht: Reitz ließ die Kugel clever durch und ermöglichte dadurch den erfolgreichen Doppelpass.

Erst vergibt Leipzig mehrfach, dann packt Nusa den Schlenzer aus

Im Umschaltspiel blieben Reitz' ehemalige Teamkollegen auch nach dem Rückstand durchaus gefährlich: Lukas Ullrichs abgefälschter Distanzschuss flog nach einer halben Stunde nur knapp über die Querlatte. Näher am zweiten Tor war aber RB: Auf der Gegenseite schoss Nusa nur hauchdünn links vorbei (38.), drei Minuten später hätte Gomis per Kopf nach toller Flanke des umtriebigen David Raum das 2:0 erzielen müssen (41.), bei der anschließenden Ecke köpfte Willi Orban an die Latte. So ging es mit einer knappen, aber verdienten Leipziger Führung in die Pause. Doch die Borussia hatte spielerisch keineswegs enttäuscht, ihren Kapitän Kleindienst aber vorne noch nicht wirklich gefunden.

Was die Leipziger am Ende des ersten Durchgangs versäumt hatten, holten sie kurz nach Wiederanpfiff nach: Nusa wurde halblinks nach Gomis-Ablage zu zaghaft attackiert und nutzte den Freiraum für einen traumhaften Schlenzer in den rechten oberen Torwinkel - 2:0. Die Gastgeber waren mit deutlich mehr Feuer aus der Pause gekommen als die Borussen, die nun große Probleme hatten, mit dem Tempo der Elf von Martin Demichelis mitzuhalten.

Gladbachs Nicolas pariert stark - aber eben nicht gegen Leipzigs Reitz

In der Folge stand nur einer zwischen dem 3:0 und RB: Gladbachs Torhüter Moritz Nicolas. Der Keeper verhinderte in der 56. Minute das nächste Nusa-Traumtor, als er einen ähnlichen Distanzschuss des Norwegers spektakulär aus dem Winkel kratzte und parierte kurz darauf einen gefährlichen Abschluss Brajan Grudas auf das kurze Eck (59.). Doch damit nicht genug: Im Anschluss an die Ecke parierte Nicolas drei Leipziger Abschlüsse innerhalb von fünf Sekunden und lieferte damit womöglich jetzt schon eine der besten Torwart-Szenen der ganzen Saison. Polanski musste etwas tun und wechselte gleich vier Mal.

Doch laut wurde es im Stadion nicht wegen Polanskis Maßnahme, sondern weil gleichzeitig Demichelis entschied, den frisch verpflichteten Christopher Nkunku zu bringen. Und der war gleich daran beteiligt, den Borussen den Nachmittag so richtig zu verhageln: Der Franzose bediente den durchlaufenden Reitz, der Nicolas zum 3:0 tunnelte, gegen seinen "Heimatverein" nicht jubelte, aber von seinen neuen Kollegen natürlich trotzdem gefeiert wurde.

Womöglich schwere Verletzung bei Gladbachs Hashioka

Die Begegnung war entschieden, doch der Tag wurde für die Gäste noch schlimmer: Daiki Hashioka musste mit einer Nackenverletzung sichtlich benommen ausgewechselt werden, wurde im Anschluss direkt am Spielfeldrand lange behandelt und musste mit einer Trage abtransportiert werden.

Leipzig war längst im Verwaltungsmodus angekommen, die Borussia kam dementsprechend noch mal ein wenig auf, sodass Bolin in der Nachspielzeit nach flacher Flanke das vermeintliche 1:3 erzielte, das aber nach knapper Abseitsstellung zurückgenommen wurde.

Leipzig in Bremen, Gladbach gegen Elversberg

Leipzig ist am Samstagnachmittag bei Werder Bremen zu Gast (15.30 Uhr). Gladbach empfängt gleichzeitig die SV Elversberg.