SVE in Mönchengladbach: Das erwartet die SV Elversberg beim ersten Bundesliga-Auswärtsspiel gegen Gladbach
Borussia Mönchengladbach hat im Sommer einen großen Umbruch vollzogen. Neue Spieler, prominente Abgänge und die Rückkehr von Tim Kleindienst prägen den Kader. Worauf sich die SV Elversberg beim Auswärtsspiel einstellen muss.
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SVE in Mönchengladbach Das erwartet die SV Elversberg beim ersten Bundesliga-Auswärtsspiel gegen Gladbach
Mönchengladbach · Borussia Mönchengladbach hat im Sommer einen großen Umbruch vollzogen. Neue Spieler, prominente Abgänge und die Rückkehr von Tim Kleindienst prägen den Kader. Worauf sich die SV Elversberg beim Auswärtsspiel einstellen muss.
05.09.2026 , 08:13 Uhr
Borussia Mönchengladbach ist in die Bundesliga-Saison 2026/2027 mit einer 0:3 Niederlage gegen RB Leipzig gestartet. Am Samstag, 5. September, geht es gegen die SV Elversberg.
Foto: Jan Woitas/dpa/Jan Woitas
So richtig rund läuft es bei Borussia Mönchengladbach vor dem Heimspiel gegen die SV Elversberg (Samstag, 15.30 Uhr, Sky/Dazn) noch nicht. Das zeigte sich gleich zum Bundesliga-Auftakt: Mit 0:3 ging die Borussia bei RB Leipzig baden. Ausgerechnet Rocco Reitz, der Gladbach im Sommer Richtung Sachsen Euro verlassen hatte, setzte mit seinem Treffer zum 3:0 (66. Minute) den Schlusspunkt. Ein bitterer Abend für die Fohlen – und irgendwie sinnbildlich für den großen Umbruch, den der Club gerade umtreibt.
Borussia Mönchengladbach musste einige Abgänge verkraften
Denn Gladbach hat im Sommer nicht einfach ein bisschen am Kader geschraubt. Es gab ordentlich Bewegung – 18 Spieler verließen den Verein, 20 neue kamen dazu. Besonders zwei Abgänge wiegen schwer: RB-Torschütze Reitz und auch Vereins-Urgestein Nico Elvedi. Reitz war das Gladbacher Eigengewächs schlechthin. Mit sieben Jahren kam er zur Borussia, entwickelte sich zum Leistungsträger und führte die Mannschaft in der vergangenen Saison 2025/2026 als Kapitän auf den Platz. 20 Millionen Euro kassierte Gladbach von Leipzig für den Mittelfeldspieler. Ähnlich groß ist der Einschnitt in der Abwehr. Nico Elvedi ist nach elf Jahren weg. 364 Pflichtspiele absolvierte der Schweizer für Gladbach, ehe es ihn in die Premier League zu Leeds United zog (8 Millionen Euro Ablöse). Sportchef Rouven Schröder bezeichnete den 29-Jährigen als „echte Borussia-Legende“. Gegangen ist auch Stürmer Haris Tabakovic, der nach seiner guten Saison (32 Spiele, 13 Tore, 2 Vorlagen) zu seinem Stammverein TSG Hoffenheim zurückkehrte und dann für fünf Millionen Euro zu RB Salzburg verkauft wurde.
Für Ersatz wurde allerdings gesorgt. Isac Lidberg kam für rund 3,5 Millionen Euro von Darmstadt 98. Der Schwede bringt reichlich Zweitliga-Erfahrung mit: In 58 Partien sammelte er 31 Tore und neun Vorlagen. Innverteidiger Ko Itakura kehrte nach seiner Zeit bei Ajax Amsterdam an den Niederrhein für 3,5 Millionen Euro zurück. Der Japaner kennt den Verein bestens, absolvierte zwischen 2022 und 2025 bereits 80 Pflichtspiele für Gladbach und soll nun gemeinsam mit Kevin Diks die neue Innenverteidigung bilden. Außerdem kamen unter anderem David Herold vom KSC, und der erst 19-jährige Jan Leszczyński von Legia Warschau für die Defensive. Im Mittelfeld wurde Enzo Leopold von Hannover 96 ablösefrei verpflichtet, der sich allerdings erst vor wenigen Tagen einen Kreuzbandriss im Training zuzog. Unterm Strich steht ein Kader, der deutlich anders aussieht als noch vor einem Jahr.
Tim Kleindienst könnte den Unterschied machen
Es gibt allerdings noch ein Trumpf, einer, der sich für Gladbach fast wie ein Neuzugang anfühlt: Tim Kleindienst. Der Kapitän ist nach rund elf Monaten Verletzungspause wieder da. Der 31-Jährige hatte wegen eines schweren Meniskusrisses große Teile der vergangenen Saison verpasst und kam 2025/26 lediglich zu wenigen Kurzeinsätzen. Nun ist der Mittelstürmer wieder fit und stand beim 0:3 in Leipzig direkt in der Startelf. Kleindienst ist nicht nur Zielspieler und Torgarant – 2024/2025 schoss der 1,94 Meter-Stürmer 16 Tore in 31 Spielen – sondern auch eine Führungsfigur. Genau diese Mischung könnte der Borussia nach dem Abgang von Reitz guttun. Beim Fehlstart in Leipzig war allerdings noch wenig davon zu sehen. Trainer Eugen Polanski bemängelte nach der Partie den fehlenden „Punch“, Kleindienst sagte danach im vereinseigenen Interview: „Wir dürfen halt nicht solchen Kindergarten-Fußball spielen, sondern müssen Männerfußball spielen.“
Jetzt geht es für die Borussia ins erste Heimspiel – gegen die SV Elversberg. Für Trainer Polanski steht dabei einiges auf dem Spiel. Schon seine Weiterbeschäftigung über den Sommer hinaus war intern umstritten. Nach Platz zwölf und lediglich 38 Punkten in der vergangenen Saison forderte die Clubführung ausdrücklich ein „kein Weiter so“. Neue Co-Trainer kamen, Markus Gellhaus (zuvor Hansa Rostock) und Jan-Moritz Lichte (zuvor Manchester City), die Mannschaft sollte mutiger und offensiver auftreten. Der Start in Leipzig war dafür allerdings nicht unbedingt die beste Werbung. Nun kommt die SVE – mit dem Rückenwind des sensationellen 3:2 gegen Bayer Leverkusen. Gladbach hat zwar die größere individuelle Qualität und spielt erstmals vor eigenem Publikum. Doch der Druck liegt nach dem Fehlstart klar bei den Fohlen.
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