Behörden: Tote und Verletzte bei israelischem Beschuss im Südlibanon

Nahost Behörden: Tote und Verletzte bei israelischem Beschuss im Südlibanon Drei Menschen wurden getötet und 23 weitere verletzt. Seit März sind laut libanesischen Behörden 4300 Menschen durch israelis...

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Behörden: Tote und Verletzte bei israelischem Beschuss im Südlibanon

Nahost

Behörden: Tote und Verletzte bei israelischem Beschuss im Südlibanon

Drei Menschen wurden getötet und 23 weitere verletzt. Seit März sind laut libanesischen Behörden 4300 Menschen durch israelischen Beschuss gestorben

Dicker Rauch steigt nach einem israelischen Angriff auf die Stadt Kfar Tebnit in der Provinz Nabatieh im Süden des Libanon am 3. September 2026 auf. Der Angriff erfolgte trotz einer geltenden Waffenruhe. Hügeliges Gelände und einige Gebäude sind im Hintergrund sichtbar.
Die israelischen Angriffe auf den Südlibanon dauern an.

Beirut – Bei israelischen Angriffen auf den Südlibanon sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums am Freitag drei Menschen getötet und 23 weitere verletzt worden. Unter den Verletzten seien Frauen, Kinder und Sanitäter, so das Ministerium. Das israelische Militär teilte mit, es habe den Südlibanon angegriffen, nachdem die Hisbollah einen Drohnenangriff auf israelische Soldaten gestartet habe.

Nach Angaben der libanesischen Nachrichtenagentur NNA griff das israelische Militär zudem Ziele im gesamten Südlibanon an. Seit Anfang März sind nach Angaben der Behörden bei israelischen Angriffen im Libanon mehr als 4300 Menschen getötet worden.

Großflächige Zerstörung

Israel und der Libanon hatten sich im Juni auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das die Entwaffnung der libanesischen Hisbollah-Miliz, einen schrittweisen Abzug der israelischen Truppen aus dem Süden des Libanon und zugleich die Entsendung der libanesischen Armee in die Region vorsieht. Die proiranische Hisbollah lehnt die direkten Gespräche zwischen Israel und Libanon allerdings ab und weigert sich, ihre Waffen abzugeben.

Nach den US-israelischen Angriffen auf den Iran Ende Februar hatte die Hisbollah Raketenangriffe auf Israel wiederaufgenommen. Doch mit der großflächigen Zerstörung im Südlibanon ging es erst nach den diversen Waffenruhen so richtig los – als israelische Soldaten damit begannen, systematisch die Dörfer im besetzten Gebiet mit Luftangriffen, kontrollierten Sprengungen, Baggern und Bulldozern in Schutt und Asche zu legen.

Israel hat in den vergangenen Monaten auch systematisch Grünflächen, also Wälder und Anbauflächen, zerstört. So ist der Einsatz von weißem Phosphor, einem hochgiftigen und selbstentzündlichen Nebelkampfstoff mit fatalen Umweltfolgen, gut dokumentiert. Und gab es Berichte, wonach israelische Flugzeuge zu Jahresbeginn mit tonnenweise Glyphosat Anbaufelder unfruchtbar gemacht haben. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat im August erklärt, das Militär werde sich nicht aus den kontrollierten Gebieten zurückziehen, bis die Hisbollah entwaffnet sei. (APA, red, 5.9.2026)

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