Stille Atherosklerose: Diese Krankheit trifft über die Hälfte der Erwachsenen

KI-Stimme. InfoJeder zweite Erwachsene hat durch Plaques verengte Arterien. Das fanden Forscher des spanischen Centro Nacional de Investigaciones Cardiovasculares Carlos III (CNIC) in einer Studie heraus. Beson...

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Stille Atherosklerose: Diese Krankheit trifft über die Hälfte der Erwachsenen

KI-Stimme. Info

Jeder zweite Erwachsene hat durch Plaques verengte Arterien. Das fanden Forscher des spanischen Centro Nacional de Investigaciones Cardiovasculares Carlos III (CNIC) in einer Studie heraus. Besonders überraschend für das Forschungsteam: Während die Hälfte aller Probanden betroffen war, fanden sie auch in den Arterien von rund zehn Prozent der Menschen unter 30 Jahren diese Plaques.

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Die Ablagerungen werden durch eine lange unauffällige Gefäßerkrankung verursacht: die stille Atherosklerose. Die entwickele sich laut den Forschenden über Jahrzehnte, oft ohne Beschwerden zu verursachen. Dabei setzen sich teilweise kleine Plaques, also diese Ablagerungen, in den Arterien ab. Mit der Zeit verdicken und verhärten die Blutgefäße außerdem. Dadurch werden die Blutbahnen schmaler. Diese verengten Arterien können Schlaganfälle, Herzinfarkte und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen.

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Zwar bedeuten Ablagerungen in den Gefäßen nicht zwangsläufig, dass die Betroffenen auch einen medizinischen Notfall wie einen Herzinfarkt erleben werden, allerdings erhöhen sie das Risiko oft unbemerkt. Von den Probanden der Studie hatte niemand eine bekannte atherosklerotische Herz-Kreislauf-Erkrankung. Das Forschungsteam untersuchte ihre Hals- und Oberschenkelarterien per 3D-Ultraschall und CT.

Obwohl keiner der Untersuchten eine solche Vorerkrankung hatte, fanden die Forscher bei 57 Prozent von ihnen Ablagerungen. Besonders überraschend laut des Forschungsteams: Auch bei jungen Erwachsenen bis 30 Jahren fanden sich Plaques. Rund neun Prozent der Männer und sieben Prozent der Frauen wiesen Ablagerungen auf. Je älter die Untersuchten waren, desto mehr und desto größere Ablagerungen entdeckten die Wissenschaftler. Außerdem waren immer häufiger mehrere Gefäße betroffen.

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Und noch ein weiterer Trend sei für die Forscher erkennbar: Während die Fälle von Atherosklerose bei Männern bereits im jungen Alter ansteigen, passiere das bei Frauen insbesondere im Alter der Menopause. Dass die hormonelle Umstellung die Gefäßsklerose verursacht, kann durch die Studie aber nicht untersucht werden.

Statt Risikoanalyse könnten Ultraschall und CT Notfälle verhindern

Die Erkenntnisse aus der Studie können jetzt eine wichtige Rolle in der Prävention und Früherkennung von Atherosklerose spielen. „Seit Jahrzehnten schätzen wir das kardiovaskuläre Risiko anhand von Faktoren wie Alter, Blutdruck und Cholesterin. Diese Studie zeigt, dass wir jetzt einen Schritt weitergehen und die Krankheit direkt erkennen können, bevor sie einen Herzinfarkt oder Schlaganfall verursacht“, erklärt Dr. Borja Ibáñez, Leiter der Studie. Untersucht werden solle in Zukunft, ob eine flächendeckende Untersuchung Schlaganfälle und Herzinfarkte wirklich verhindern könnte.