Nachrichtenpodcast: Wogegen die »Kakerlaken« in Indien protestieren
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In Indien protestieren Tausende regierungskritische Menschen und fordern den Rücktritt des Bildungsministers. Warum? Und: der Hype um ein neues KI-Modell aus China
Aus der Serie: Was jetzt?
Aktualisiert am 23. Juli 2026, 5:56 Uhr
Tausende Anhänger der sogenannten Kakerlaken-Bewegung haben sich am Montag zu Protesten in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi versammelt, um den Rücktritt des Bildungsministers zu fordern. Dabei ist die Polizei mit Gewalt gegen die Regierungskritiker vorgegangen. Einsatzkräfte hätten Tränengas und Schlagstöcke eingesetzt, um Tausende Demonstrierende an einem geplanten Marsch zum Parlamentsgebäude zu hindern, berichteten der Sender NDTV und andere indische Medien. Der Gründer der Protestbewegung, Abhijeet Dipke, wurde festgenommen. Die Cockroach Janta Party (CJP) entstand im Mai als Reaktion auf Äußerungen des Vorsitzenden des Obersten Gerichtshofs Indiens, der arbeitslose junge Menschen als »Kakerlaken« bezeichnet hatte. Die CJP beschreibt sich als »satirische politische Bewegung«. Sie organisiert sich vor allem im Internet, eine Parteizentrale gibt es nicht. Warum sie den Rücktritt des indischen Bildungsministers fordern und ob die Bewegung noch größer werden könnte, erklärt ZEIT-Auslandsredakteurin Fiona Weber-Steinhaus.
Am Freitag wurde in Shanghai das open-source-basierte, also kostenfrei nutzbare, KI-Modell Kimi K3 vorgestellt. Es wurde von dem chinesischen Start-up Moonshot AI entwickelt und kann technisch mit den führenden US-Modellen mithalten. Der Ansturm auf das Modell war in den ersten 24 Stunden nach Erscheinen so enorm, dass Moonshot AI die Abos stoppen musste, weil die Rechenleistung nicht ausreichte. Die kostenfreie Nutzbarkeit fördert die Verbreitung in den Ländern des Globalen Südens. Europa findet sich nun zwischen zwei KI-Blöcken wieder, die beide nicht primär europäische Interessen vertreten. Ob China in Sachen KI nun die Führung übernimmt und wie sich Kimi K3 von US-Modellen unterscheidet, ordnet die Digital-Ressortleiterin der ZEIT, Lisa Hegemann, ein.
Und sonst so? Diddl-Comeback 2.0
Moderation und Produktion: Elise Landschek
Redaktion: Philip-Johann Moser
Mitarbeit: Lisa Pausch und Mira Schrems
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