Nach Jugenddemokratiepreis: Bundespräsident Steinmeier empfängt Lemförder Schüler beim Bürgerfest

Zwei Jugendliche der Von-Sanden-Oberschule nahmen als Vertreter des Demokratieprojekts #vosistbunt der Von-Sanden-Oberschule Lemförde am Bürgerfest in der Villa Hammerschmidt teil.

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Nach Jugenddemokratiepreis: Bundespräsident Steinmeier empfängt Lemförder Schüler beim Bürgerfest

Stand: 11.09.2026, 19:32 Uhr

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Beeindruckender Besuch der VSO-Delegation in der Villa Hammerschmidt: Marc Greve, Lara Scholz, Charlene Senkler, Lucy Grant und Ermir Dobrushi.

Beeindruckender Besuch der VSO-Delegation in der Villa Hammerschmidt: Marc Greve, Lara Scholz, Charlene Senkler, Lucy Grant und Ermir Dobrushi. © Oberschule Lemförde/Apple Photos Clean Up

Eine Einladung des Bundespräsidenten, Gespräche mit engagierten Menschen aus ganz Deutschland und unvergessliche Momente in der Villa Hammerschmidt: Fünf Vertreter eines Lemförder Schulprojekts erlebten in Bonn einen ganz besonderen Tag. Warum das Erlebnis noch lange nachwirkt, lesen Sie hier.

Lemförde/Bonn – Das Grinsen auf den Gesichtern ist auch Tage später noch nicht verschwunden. „Ich kann’s bis heute nicht realisieren“, sagt Lucy Grant. Die ehemalige Schülerin der Von-Sanden-Oberschule in Lemförde blickt noch immer beeindruckt auf den Besuch des Bürgerfestes in der Villa Hammerschmidt in Bonn zurück.

Es hallt sehr nach. Man nimmt einen riesigen Motivationsschub mit.

Sie und Ermir Dobrushi, die beide im Sommer ihren Schulabschluss gemacht haben, waren als Vertreter des mehrfach ausgezeichneten Projekts „#vsoistbunt – Vielfalt leben“ gemeinsam mit ihrer ehemaligen Politiklehrerin Charlene Senkler, Schulleiter Marc Greve und Lehrerin Lara Scholz zum Bürgerfest eingeladen.

„Es war eine große Ehre“, sagt Lucy Grant. Dabei war es nicht ihre erste persönliche Begegnung mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Schon im Mai hatten sie und die anderen Akteure des VSO-Projekts das Staatsoberhaupt in Berlin beim Jugendengagementkongress getroffen. Dort waren sie mit dem Jugenddemokratiepreis ausgezeichnet worden. In der Villa Hammerschmidt kam es nun auch zu einer Begegnung mit Steinmeiers Ehefrau Elke Büdenbender. Sie sei ebenfalls sehr nahbar gewesen, habe sich Zeit für ein kurzes Gespräch genommen, berichtet Charlene Senkler.

Doch nicht nur die Begegnungen mit dem Bundespräsidenten und seiner Frau und die besondere Kulisse der Villa Hammerschmidt werden den Lemfördern lange in Erinnerung bleiben. Vor allem die Menschen, die sie beim Bürgerfest trafen, beeindruckten die kleine Delegation. Aus ganz Deutschland waren rund 2.500 Ehrenamtliche eingeladen, die sich in den unterschiedlichsten Bereichen für Werte und für andere Menschen einsetzen.

„Es war schön zu sehen, wie vielfältig Engagement sein kann“, sagt Ermir Dobrushi und meint damit sowohl die Themen als auch die Akteure – von Jugendlichen bis zu älteren Ehrenamtlichen. Das Bürgerfest sei eine sehr verdiente Anerkennung für all jene gewesen, die sich für andere einsetzen. „So etwas schafft Begegnungen. Das ist sehr wichtig“, findet Ermir Dobrushi. Spannend seien auch die Einblicke in die japanische Kultur gewesen. Japan war in diesem Jahr internationales Partnerland des Bürgerfestes.

Die Lemförder nutzten das Bürgerfest, um mit anderen Ehrenamtlichen über deren Arbeit ins Gespräch zu kommen und neue Kontakte zu knüpfen, sie trafen aber auch einige bekannte Gesichter von früheren Veranstaltungen, an denen sie im Rahmen ihres Projekts teilgenommen hatten.

Sehr beeindruckt war Lucy Grant auch von der Atmosphäre. „Jeder ist den anderen freundlich begegnet.“ Das habe schon bei der Einlasskontrolle begonnen: Selbst die Polizisten hätten sich nach dem Engagement der jungen Leute erkundigt.

Für Charlene Senkler, die das VSO-Projekt von Anfang an begleitet, war der Besuch in Bonn ebenfalls ein besonderes Erlebnis. „Wenn man darüber nachdenkt, ist es total verrückt, dass fünf Leute aus Lemförde unter den 2.500 vom Bundespräsidenten eingeladenen Ehrenamtlichen waren“, sagt Charlene Senkler. „Das war eine riesige Ehre.“ Es sei schön gewesen, so viele Menschen zu treffen, die sich aus Überzeugung für andere einsetzen – ohne etwas dafür zu verlangen und ohne Hintergedanken. Und auch sie beeindruckte die Kulisse der Villa Hammerschmidt mit dem Rhein im Hintergrund, an dessen Ufer entlang sie zu Fuß zur Villa gegangen sind, sei sehr beeindruckend gewesen. „Es hallt sehr nach. Man nimmt einen riesigen Motivationsschub mit“, blickt die Lehrerin auf das Fest zurück.

So empfindet es auch Lucy Grant – gerade angesichts der derzeit vielfach negativen Stimmung in Deutschland. „Wenn man auf so einem Fest sieht, wie viele engagierte Menschen es gibt, motiviert das, weiterzumachen.“

Genau das wollen Lucy Grant und Ermir Dobrushi auch nach ihrem Schulabschluss tun. Parallel zu ihrer beruflichen Ausbildung lassen sich beide zu Demokratiebotschaftern ausbilden. Auch dem VSO-Projekt bleiben sie verbunden – wie viele andere ehemalige Schüler der Von-Sanden-Oberschule.