Harburgs Mega-Kreuzung wird monatelang zur Baustelle

Hamburg Mega-Kreuzung bald teilweise dicht: Operation an Harburgs offenem Herzen Eine der wichtigsten Kreuzungen im Hamburger Süden: der Harburger „Doppelknoten“ am Phoenix-Center (im Bild ...

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Harburgs Mega-Kreuzung wird monatelang zur Baustelle

Hamburg

Mega-Kreuzung bald teilweise dicht: Operation an Harburgs offenem Herzen

Eine der wichtigsten Kreuzungen im Hamburger Süden: der Harburger „Doppelknoten“ am Phoenix-Center (im Bild unten l.).
Streetview

Ab nächster Woche wird auf dem „Doppelknoten“ am Phoenix-Center gebaut. Die Arbeiten sollen ein Jahr dauern.

Es wird eng und nervig auf Harburgs Straßen – und das für voraussichtlich ein ganzes Jahr: Alle Verkehrsteilnehmer, ob Autofahrer, Fußgänger oder Busfahrgäste, müssen sich ab Donnerstag auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Am 10. September startet der Umbau des „Doppelknotens“ zwischen ZOB und Phoenix-Center. Bis Ende September 2027 wird an einem der wichtigsten Verkehrsknoten im Hamburger Süden gebaut – eine Operation am offenen Herzen.

Betroffen ist die Kreuzung Buxtehuder Straße, Hannoverscher Straße, Moorstraße und Walter-Dudek-Brücke. Hier treffen fünf wichtige Ein- und Ausfallstraßen aufeinander. Über die B75 und die nahe A1 kommen täglich zudem zahlreiche Pendler in den Stadtteil.

Stadtplan von Hamburg-Harburg mit rot markiertem Umbauabschnitt und eingezeichneten Verkehrsführungen
Im ersten Bauabschnitt wird der südöstliche Bereich des „Doppelknotens“ umgebaut.
LSBG/Ingenieurbüro Münster GmbH

Besonders eng wird es gleich zu Beginn: Ab Donnerstag bis zum 21. Februar 2027 werden die Moorstraße und die Hannoversche Straße Süd voll gesperrt, heißt es vom Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG). Anschließend, vom 21. Februar bis Ende September 2027, folgt die Vollsperrung der Hannoverschen Straße Nord.

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Vollsperrungen und Umleitungen in Harburg

Im ersten, rund fünfeinhalb Monate dauernden Bauabschnitt werden unter anderem der südwestliche Bereich der Buxtehuder Straße umgebaut und asphaltiert, die Moorstraße saniert und die Moorstraßenbrücke instand gesetzt. Auch in den Nebenflächen der Moorstraße stehen Reparaturen an.

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Der zweite Bauabschnitt dauert rund sechseinhalb Monate. Dann konzentrieren sich die Arbeiten auf die Hannoversche Straße Nord, die Buxtehuder Straße und die Walter-Dudek-Brücke.

Stadtplan von Hamburg mit markierten Verkehrswegen und dem Baufeld ZOB Hamburg
Im zweiten Bauabschnitt, der im Februar 2027 beginnen soll, ist der südöstliche Bereich des „Doppelknotens“ dran.
LSBG/Ingenieurbüro Münster GmbH

Auch Busfahrgäste sind betroffen. Der Busverkehr in der Moorstraße wird während des ersten Bauabschnitts umgeleitet, die dortige Haltestelle ist außer Betrieb. Ersatzhaltestellen entstehen im Großmoordamm und im Harburger Ring. Fußgänger und Radfahrer sollen während aller Bauphasen sicher am Baufeld vorbeigeführt werden. Für Radfahrer gibt es zeitweise eine Umleitung an der Hannoverschen Straße Süd.

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Hintergrund des Großprojekts ist auch der parallel laufende Neubau des Harburger ZOB durch die Hochbahn. Rund 40.000 Fahrgäste nutzen den Busbahnhof täglich, in der Spitzenstunde fahren dort mehr als 150 Busse ab.

Neue Busspuren am ZOB Harburg geplant

Mit dem Umbau sollen unter anderem neue Busspuren und eine Busschleuse entstehen, um die Kapazität des ZOB zu erhöhen. Rad- und Gehwege werden neu geordnet, die Radrouten 4 und 13 sowie Verbindungen Richtung Lüneburg und Tostedt weitergeführt. Außerdem werden Entwässerungsanlagen erneuert und sämtliche Verkehrsflächen grundlegend instand gesetzt.

15 Bäume werden gefällt und anschließend neu gepflanzt. Zusätzlich sind Blühwiesen und Staudenflächen vorgesehen. Nach Abschluss der Arbeiten sollen der Verkehrsfluss verbessert, Unfallschwerpunkte entschärft und die Verbindungen für Fußgänger und Radfahrer verbessert werden.

Auch barrierefreie Bushaltestellen, zusätzliche Grünflächen und eine bessere Anbindung von Bike+Ride-Anlagen sind geplant. Wetter oder andere Einflüsse können den Zeitplan laut LSBG allerdings noch verzögern.