Lenín Moreno: Ecuadors Ex-Präsident Lenín Moreno wegen Korruption verurteilt
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Lenín Moreno soll als Vizepräsident Einfluss auf die Vergabe eines Wasserkraftwerks genommen haben. Ein Gericht verurteilte ihn wegen Bestechlichkeit zu fünf Jahren Haft.
Quelle: DIE ZEIT, dpa,
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- August 2026, 19:45 Uhr
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1 KommentareEcuadors Oberster Gerichtshof hat den früheren Präsidenten Lenín Moreno wegen Bestechlichkeit zu fünf Jahren Haft verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und kann angefochten werden. Moreno muss deshalb zunächst nicht ins Gefängnis.
Das Gericht teilte mit, Moreno habe als Vizepräsident zugunsten des chinesischen Konzerns Sinohydro in die Vergabe und Finanzierung des Wasserkraftwerks Coca Codo Sinclair eingegriffen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft flossen in diesem Zusammenhang 76,1 Millionen US-Dollar an Bestechungsgeldern. Mehr als 1,1 Millionen US-Dollar gingen demnach an Mitglieder von Morenos Familie.
Coca Codo Sinclair liegt im Amazonasgebiet an der Grenze der Provinzen Napo und Sucumbíos. Mit einer Leistung von 1.500 Megawatt ist es das größte Wasserkraftwerk Ecuadors und deckt laut dem staatlichen Energieunternehmen Celec rund 30 Prozent des nationalen Strombedarfs.
19 weitere Angeklagte verurteilt
Moreno war von 2007 bis 2013 Vizepräsident unter dem damaligen Präsidenten Rafael Correa. Von 2017 bis 2021 war er selbst Staatsoberhaupt. Er weist die Vorwürfe zurück und bezeichnet das Verfahren als politisch motiviert.
Neben Moreno verurteilte das Gericht 19 weitere Angeklagte. Nach eigenen Angaben wertete es mehr als 300 Beweismittel aus, darunter Zeugenaussagen, Gutachten und Dokumente. Zudem ordnete es unter anderem die Rückzahlung des doppelten oder dreifachen Werts der erhaltenen Beträge sowie öffentliche Entschuldigungen an.