Hund Tyson gerettet: Feuerwehr seilt sich zu Hund auf 100-Meter-Klippe ab
Hund Tyson bleibt nach einem Spaziergang am Blue Lake in Australien verschwunden. Schliesslich entdecken Einsatzkräfte ihn in steilem Gelände und bringen ihn sicher zu seiner Familie zurück.
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Publiziert28. August 2026, 19:32
Blue Lake, AustralienHund sitzt tagelang auf 100-Meter-Klippe fest
Hund Tyson bleibt nach einem Spaziergang am Blue Lake in Australien verschwunden. Schliesslich entdecken Einsatzkräfte ihn in steilem Gelände und bringen ihn sicher zu seiner Familie zurück.

Darum gehts
- Hund Tyson sass zwei Wochen lang auf einer rund 100 Meter hohen Klippe am Vulkankratersee Blue Lake in Mount Gambier, Australien, fest.
- Ein Feuerwehrmann seilte sich zu Tyson ab und brachte ihn sicher zu seiner Familie zurück.
- Tyson hat die sechs Tage ohne Futter und Wasser überlebt.
«Es war wie ein grosses Familientreffen», erinnert sich Jarrod Petschel, Einsatzleiter der Feuerwehr von Mount Gambier. Die australische Stadt liegt etwa auf halbem Weg zwischen Adelaide und Melbourne. Petschel war vergangenen Freitag an der stundenlangen Rettung des Hundes Tyson beteiligt, der auf einer Klippe über dem Vulkankratersee Blue Lake festsass.
Die Familie Camilleri war zwei Wochen zuvor mit ihren beiden Hunden Tyson und Odo zum Blue Lake spaziert, als sich die Tiere verliefen. Odo wurde rasch gefunden, von Tyson jedoch fehlte jede Spur. «Wer schon einmal am Blue Lake war, weiss, wie wunderschön es dort ist. Das Gelände ist aber auch sehr steil und unwegsam», sagte Petschel gegenüber «ABC News».
Tyson sass auf Klippe fest
Spaziergänger meldeten den Behörden, sie hätten einen Hund bellen gehört. Gesehen hatte Tyson allerdings niemand. Am Freitag suchten die Rettungskräfte den See mit einem Boot ab, als einer der Männer den Hund auf einer rund 100 Meter hohen Klippe entdeckte.
Mit grossem Aufwand gelang es einem Retter, zu Tyson vorzudringen. «Manche Abschnitte hatten eine Steigung von etwa 30 Grad, dazu kamen senkrechte Felswände von 20 bis 30 Metern Höhe», erzählt Petschel.

Tyson hat deutlich an Gewicht verloren
Doch die Rettung war damit noch nicht geschafft: Zunächst musste der Feuerwehrmann das Vertrauen des verängstigten Hundes gewinnen. «Joel Van Eeten musste sich erst mit Tyson anfreunden. Das dauerte etwa fünf Minuten», sagt Petschel lachend.
Dann zog Van Eeten dem Hund eine Art Rettungsgeschirr an, das ursprünglich für Menschen gedacht war, und befestigte die Leine. Anschliessend begann der schwierigste Teil der Aktion: das Abseilen.
Am Ende kam es zur herzerwärmenden Wiedervereinigung von Tyson und seinen Besitzern. «Er lag einfach da, und alle streichelten ihm den Bauch», berichtet Petschel.
Tyson sei trotz seiner Strapazen in relativ gutem Zustand. Er habe allerdings deutlich an Gewicht verloren. «Offensichtlich fehlten ihm in den vergangenen sechs Tagen Futter und Wasser», sagte Besitzer Camilleri. Verletzt war der Hund jedoch nicht. «Wir hatten wirklich Glück.»
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Karin Leuthold (kle), Jahrgang 1968, arbeitet seit 2005 für 20 Minuten und ist derzeit am Newsdesk tätig.
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