Hoffnung für deutsches Nachbarland: Plötzliche Kehrtwende beim Eurovision Song Contest?
StartseiteStars & TVStand: 05.09.2026, 13:23 UhrKommentareUns auf Google folgenDie Niederlande hatten den ESC eigentlich schon abgesagt. Jetzt könnte es aber doch noch Hoffnung geben, weil ein Privatsender ...
- 2 min read
Stand: 05.09.2026, 13:23 Uhr
Kommentare
Die Niederlande hatten den ESC eigentlich schon abgesagt. Jetzt könnte es aber doch noch Hoffnung geben, weil ein Privatsender sich meldet.
Hilversum – Eigentlich schien die Lage für die Niederlande beim Eurovision Song Contest 2027 ziemlich eindeutig: AVROTROS will nicht teilnehmen, Omroep MAX winkt ebenfalls ab, und auch andere öffentlich-rechtliche Sender zeigen bislang kein Interesse. Damit drohte dem deutschen Nachbarland eine ESC-Pause.

Doch nun kommt überraschend Bewegung in die Sache. Ausgerechnet der private Medienkonzern Talpa Network bietet der öffentlich-rechtlichen NPO Unterstützung an. Damit könnte sich plötzlich eine Lösung ergeben, die in Deutschland bereits mehrfach funktioniert hat.
„Liegt uns am Herzen“: Talpa bringt sich als möglicher ESC-Partner der Niederlande ins Spiel
Talpa-Video-Direktor Frans Klein (61) machte bei der Saisonpräsentation des Unternehmens deutlich, dass man grundsätzlich bereitsteht. „Wir haben der NPO mitgeteilt: Wenn wir in irgendeiner Weise helfen können, let us know. Der Song Contest liegt uns sehr am Herzen“, erklärte er gegenüber der Nachrichtenagentur ANP.
Auch eine konkrete Zusammenarbeit schloss Klein nicht aus: „Sollten sie denken: Das klingt nach einem schönen Abenteuer, das wir gemeinsam mit Talpa angehen wollen; wir stehen bereit.“ Die NPO reagierte bereits positiv auf das Angebot. „Wir danken unseren Kollegen bei Talpa für das Angebot und dafür, dass sie mit uns mitdenken“, erklärte ein Sprecher.
Kooperation zwischen Öffentlichen und Privaten: Deutschland könnte der Niederlande als Vorbild dienen
Ganz einfach wäre ein solches Modell allerdings nicht. Talpa ist als kommerzieller Medienkonzern kein Mitglied der Europäischen Rundfunkunion (EBU). Die offizielle Verantwortung für eine niederländische Teilnahme müsste daher weiterhin bei der NPO liegen. Ein Vorbild könnte ausgerechnet Deutschland liefern. Zwischen 2010 und 2012 kooperierte die ARD beim ESC mit ProSieben und Stefan Raab (59). 2010 führte das sogar zum Sieg von Lena Meyer-Landrut (35). 2025 wurde ein ähnliches Modell gemeinsam mit RTL und Raab erneut aufgelegt.
Auch Talpa hätte Erfahrung: Das Unternehmen von John de Mol (71) produzierte bereits 2012 den niederländischen Vorentscheid „Nationaal Songfestival“, den Joan Franka (36) gewann. Ob daraus tatsächlich eine ESC-Rettung für 2027 wird, bleibt offen. AVROTROS hatte seinen Rückzug unter anderem mit der Teilnahme Israels begründet, während andere NPO-Sender eine Übernahme ablehnten. (Quellen: ANP, NPO)