„Historisch unpopulär“: Neue Umfrage zeigt massive Ablehnung von Trumps Politik
tzPolitikStand: 22.07.2026, 14:00 UhrKommentareUns auf Google folgenTrumps Iran-Krieg wird in den USA immer unbeliebter. 68 Prozent der Amerikaner halten den Konflikt laut Washington Post für die Kosten nicht w...
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Stand: 22.07.2026, 14:00 Uhr
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Trumps Iran-Krieg wird in den USA immer unbeliebter. 68 Prozent der Amerikaner halten den Konflikt laut Washington Post für die Kosten nicht wert.
Washington – Donald Trump gerät wegen des Iran-Kriegs innenpolitisch immer stärker unter Druck. Eine neue Umfrage zeigt: Die Zustimmung der Amerikaner zu seinem Kurs ist auf einen Tiefpunkt gefallen. Besonders heikel für die Republikaner ist der Zeitpunkt. Im November stehen die Midterm-Wahlen an.
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Nur 29 Prozent der Amerikaner billigen Trumps Umgang mit dem Krieg gegen den Iran. Seine Zustimmungsrate (Zustimmung minus Ablehnung) zu dem Konflikt sei von minus 13 Punkten Anfang März auf minus 40 Punkte gefallen, wie eine Umfrage der Washington Post ergab.

Der Datenanalyst Harry Enten des US-Senders CNN nannte die Werte „verheerend“. Aus seiner Sicht sei der Iran-Krieg „historisch unpopulär“. Schon zu Beginn sei der Krieg unbeliebt gewesen, sagte Enten. Inzwischen habe sich diese Ablehnung noch verstärkt.
Mehrheit: Krieg ist die Kosten nicht wert
Nach der Umfrage sagen 68 Prozent der Amerikaner, der Konflikt sei die Kosten nicht wert. Damit liegt die Unzufriedenheit laut der Umfrage höher als während des Irak-Kriegs im Jahr 2006. Damals hatten 58 Prozent der Befragten erklärt, der Krieg sei es nicht wert.
Der Krieg belastet die USA auch wirtschaftlich. Nach Angaben von CNN hat er die amerikanischen Haushalte bislang insgesamt 100 Milliarden Dollar gekostet, umgerechnet rund 88 Milliarden Euro. Nach dem Ende der vorübergehenden Waffenruhe seien die Energiepreise erneut gestiegen.
Tote US-Soldaten erhöhen den Druck
Der politische Druck auf Trump wächst auch durch neue Todesfälle unter US-Soldaten. Nach dem Zusammenbruch der Waffenruhe hatte der Iran Vergeltungsangriffe auf US-Stützpunkte in Jordanien und im Irak gestartet, so CNN. Am Wochenende seien dabei vier amerikanische Soldaten ums Leben gekommen.
Trump sprach in einem Interview mit NewsNation von einer „sehr traurigen Sache“. Zugleich verteidigte er den Einsatz. Die USA würden niemals zulassen, dass Iran eine Atomwaffe bekomme, sagte der Präsident laut CNN. Auf Truth Social drohte er Iran später mit Vergeltung „um ein Vielfaches“ für jeden getöteten Soldaten.
Schwache Werte auch bei Wirtschaft und Außenpolitik
Die neue Washington Post-Umfrage zeigt auch abseits des Iran-Kriegs Probleme für Trump. Nur 33 Prozent der Amerikaner billigen seinen Umgang mit der Wirtschaft. Bei der Einwanderungspolitik liegt er mit 40 Prozent besser, aber deutlich unter dem Wert zu Beginn seiner aktuellen Amtszeit.
Auch der Blick auf die eigene wirtschaftliche Zukunft hat sich eingetrübt. 59 Prozent der Befragten sagten der Washington Post, sie glaubten nicht, dass sie und ihre Familien gute Chancen hätten, ihren Lebensstandard zu verbessern. Etwas mehr als die Hälfte der Amerikaner meint zudem, die Führungsrolle der USA in der Welt sei unter Trump schwächer geworden.
Für die Republikaner sind vor allem die Werte bei unabhängigen Wählern riskant. Laut CNN halten 77 Prozent der Unabhängigen den Iran-Konflikt nicht für den Preis wert. Auch unter republikanisch tendierenden Unabhängigen sagen das 63 Prozent. Diese Wähler brauche die Partei im November, sagte Enten. Im Moment habe sie diese beim Iran-Krieg „ganz sicher nicht“. Quellen: CNN, Washington Post, nif/red.