Hersfelds Basketballer: ausgebildet – und weg
StartseiteSportRegionalsportSport Hersfeld-RotenburgStand: 05.09.2026, 13:00 UhrKommentareUns auf Google folgenSportredakteur Sascha Poldrack © Sascha PoldrackIn unserer Wochenendkolumne „Nachspielzeit“ geht es...
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Stand: 05.09.2026, 13:00 Uhr
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In unserer Wochenendkolumne „Nachspielzeit“ geht es unter anderem um die Basketball-Abteilung des TV Hersfeld, die aktuell keine Herrenmannschaft an den Start bringen kann.
Diese Nachricht ließ aufhorchen: Der TV Hersfeld kann für die Spielzeit 2026/27 keine Basketball-Herrenmannschaft stellen. Das Bezirksliga-Team wurde vor einer Woche abgemeldet. Ein Verein, der seit Jahren Basisarbeit leistet, Kinder an den Sport heranführt und Nachwuchs ausbildet, hat plötzlich nicht mehr genügend Spieler für ein Herrenteam. Wie konnte es dazu kommen?
Die Antwort ist ebenso nachvollziehbar wie bitter. Drei U18-Landesligaspieler, die gleichzeitig tragende Säulen der Herrenmannschaft waren, nutzten die Offseason für mehrere Tryouts. Erst spät hatte die Hersfelder Vereinsführung Gewissheit: Andrej Premovic, Eduard Gaspar und Hafid El Kaid wechseln allesamt in ein höherklassiges Programm nach Göttingen. Für den TV Hersfeld ist es in mehrfacher Hinsicht ein herber Verlust. Denn die Spieler hinterlassen auch Löcher im Trainer- und Schiedsrichterbereich.
Dazu zog es unter anderem Nico Kiel zum ACT Kassel. Weil dann auch noch Felix Bahn die Sportart wechselte und Matthias Schmitz aus beruflichen Gründen den Daumen senkte, blieben vom Stammkader gerade einmal fünf Spieler übrig. Den Coaches Dejanco Trickovski und Niko Lazor wäre nur noch eine Notlösung geblieben: Ü35-Spieler und Jugendliche, überwiegend aus der U16, hätten den Kader auffüllen müssen. Letztlich war das keine adäquate Option.
Diese Entwicklung ist nicht neu. Der TV Hersfeld ist in den vergangenen Jahren unfreiwillig immer mehr zu einem Ausbildungsverein für andere geworden. Wie lässt sich dauerhaft etwas aufbauen, wenn die tragenden Säulen immer wieder wegbrechen, sobald sie sportlich interessant werden? „Eigentlich wollen wir am liebsten in jeder Altersklasse mit zwei Mannschaften vertreten sein. Aber das ist ein weiter Weg. Darum muss man vielleicht abwägen, ob es künftig einer Kooperation mit einem anderen Verein bedarf“, gibt Sebastian Schumann einen interessanten Gedankenanstoß.
Heute und morgen kommen Freunde des Rad- und Laufsports voll auf ihre Kosten. Etwa beim Radrennen am Eisenberg, wo die Zuschauer mit vier Hersfelder Startern mitfiebern können: Samuel Stöger, Nora Herbst, Michael Wedertz und Heiko Katzler. Zum zehnten Mal kürt der RSV Bad Hersfeld den Bergkönig. Das Radsportevent markiert gleichzeitig den Abschluss der Hessen Berg Cup Serie 2026. Startpunkt ist der Abzweig nach Willlingshain an der Bundesstraße 454. Zielbereich sowie Ort der Siegerehrung befinden sich auf dem Gipfel des Eisenbergs – dem höchsten Punkt des Landkreises.
Dass der Wetterbericht keinen Regen anzeigt, freut auch Reiner Fohr, Hauptorganisator des Hessenberglaufs. Er spult am Sonntag ein straffes Programm ab. Bereits gegen sieben Uhr – also drei Stunden vor dem ersten Start – wird der Abteilungsleiter für Nordic Walking und Breitensport des TSV Oberhaun die Naturstrecke penibel überprüfen – und zum Beispiel von Stöcken und Ästen befreien. „Das kann ich problemlos machen, doch gegen Regen wäre ich machtlos gewesen“, sagt er.
Die emsigen Organisatoren können aufatmen: Die Bedingungen scheinen bei Temperaturen um die 20 Grad ideal zu sein. Das Laufevent erfreut sich steigender Beliebtheit. Auch Philipp Stuckhardt aus Kohlhausen ist laut Veranstalter mit dabei. Bis Sonntag um 9 Uhr sind Online-Anmeldungen möglich.
Schönes Wochenende