Unwetter: Schäden in Baden-Württemberg - DWD warnt vor Gewittern
In Teilen Baden-Württembergs haben Gewitter und heftiger Regen bereits in den Morgenstunden für zahlreiche Einsätze von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten gesorgt. Bäume stürzten um, Straßen und Keller lie...
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In Teilen Baden-Württembergs haben Gewitter und heftiger Regen bereits in den Morgenstunden für zahlreiche Einsätze von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten gesorgt. Bäume stürzten um, Straßen und Keller liefen voll, Hagel beschädigte Gebäude. Auch der Bahnverkehr war beeinträchtigt: Bei Oppenweiler im Rems-Murr-Kreis musste ein Regionalzug auf freier Strecke wegen herabgestürzter Äste zum Stehen kommen. Sechs Fahrgäste mussten den Zug verlassen.
Auch am Bodensee mussten mehrere Bahnstrecken gesperrt werden. Betroffen ist die Bodenseegürtelbahn zwischen Singen und Radolfzell bis nach Konstanz. Dort ist laut eines Bahnsprechers eine Oberleitung stark beschädigt worden und auf die Gleise gestürzt. Auch die Strecke von Singen nach Schaffhausen ist gesperrt, nachdem ein Zug mit einem auf den Gleisen liegenden Baum kollidiert war, wie der Sprecher sagte.

Baden-Württemberg, Oppenweiler: Ein Regionalzug der Deutschen Bahn (DB) steht auf freier Strecke auf einem größeren Ast. Über die Region zog in den Morgenstunden ein Unwetter.
Jason Tschepljakow/dpaWeitere Einsätze gab am Bodensee unter anderem aufgrund von umstürzenden Bäumen. Betroffen waren demnach alle Landkreise in der Region, vor allem der Landkreis Konstanz mit Singen und Radolfzell. Es kippten zahlreiche Bäume um, Straßen wurden teilweise blockiert. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen der Polizei niemand.

Baden-Württemberg, Oppenweiler: Ein Baum stürzte bei dem schweren Unwetter auf ein Gebäude.
Jason Tschepljakow/dpaSchweiz: 40 Menschen durch Hagel verletzt
Im Kanton Zürich wurden 40 Personen durch Hagel verletzt, die Mehrheit davon waren Kinder, wie die Polizei mitteilte. Mehrere Verletzte mussten in Kliniken behandelt werden. Auch die West- und Nordwestschweiz waren von der Sturmfront betroffen, wie die Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete. Unter anderem wurde der Zugverkehr auf der Strecke von Biel nach Olten unterbrochen.
Der Wetterdienst SRF Meteo zählte innerhalb kurzer Zeit rund 46 000 Blitze und meldete zwei geografische Bänder mit starken Hagel-Niederschlägen, die sich von der Region Basel zum Bodensee hinzogen. Örtlich hätten die Hagelkörner einen Durchmesser von bis zu sechs Zentimetern gehabt, hieß es. Im Kanton Schaffhausen seien Windböen in Geschwindigkeiten von bis zu 142 Kilometern pro Stunde gemessen worden.

Nach heftigen Unwettern entfernen Feuerwehr und Helfer in Bülach lose Dachziegel von einem Dach.
Claudio Thoma/KEYSTONE/dpaIm Kanton Aargau drückte der Sturm vier massive Betonmasten der Hochspannungsleitung zu Boden, wie der Sender SRF berichtete. Stark betroffen war auch der Kanton Solothurn. Am Vormittag seien weit über 200 Schadensmeldungen eingegangen. Eine Frau wurde von einem umstürzenden Baum schwer verletzt.
Schwere Gewitter drohen im Südosten Bayerns
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt an diesem Freitag verbreitet vor Gewitter. Vielerorts müsse mit kräftigen Gewittern, Starkregen, Hagel und Sturmböen gerechnet werden. Besonders im Nordwesten und Südosten besteht örtlich Unwettergefahr, wie in der Warnkarte des DWD zu sehen ist.
Der DWD warnt dort für den Nachmittag und Abend vor teils kräftigen Gewittern mit Hagel, Starkregen und Sturmböen von bis zu 85 Kilometern pro Stunde. Lokal kann es laut Warnlagebericht des DWD zu heftigen Regenfällen mit mehr als 30 Litern pro Quadratmeter und Orkanböen zwischen 100 und 130 Kilometern pro Stunde kommen.

Baden-Württemberg, Sonnenbühl: Arbeiter räumen große Mengen Hagelkörner von der Straße.
Nicklas Walther/onw-images/dpaIn der Nacht zum Samstag lässt die Gewitteraktivität insgesamt nach. Im Südosten Bayerns können sich die Gewitter jedoch bis in die zweite Nachthälfte halten. Dort sind zunächst weiterhin Starkregen, Hagel und Sturmböen möglich.

Hochwasser
:Wie stark würde eine Jahrhundertflut Ihren Landkreis treffen?Starkregen verwandelt Bäche in reißende Flüsse und lässt Seen über die Ufer treten – und in kurzer Zeit sind ganze Ortschaften unter Wasser. Warum „Jahrhundertfluten“ häufiger als alle 100 Jahre vorkommen, und wo besonders viele Menschen von einem Hochwasser betroffen wären.
Am Samstag beruhigt sich das Wetter vielerorts. In der Nordwesthälfte ziehen vor allem im Tagesverlauf zeitweise Schauer und Regen auf. Im Süden und Osten bleibt es bei wechselnder Bewölkung meist trocken, einzelne Schauer sind möglich. Die Temperaturen erreichen 21 bis 27 Grad. An der Nordsee sind einzelne stürmische Böen nicht ausgeschlossen.
Am Sonntag gibt es im Norden wiederholt Schauer. Sonst bleibt es bei wechselnder Bewölkung meist trocken, mit längeren sonnigen Abschnitten vor allem im Südosten. Die Höchstwerte liegen zwischen 22 und 28 Grad.