Gespaltenes Österreich

Hans Rauscher Gespaltenes Österreich Der Bundespräsident betont in seiner Bregenzer Rede auffällig die Notwendigkeit des Zusammenhalts Einserkastl / Hans Rauscher ...

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Gespaltenes Österreich

Hans Rauscher

Gespaltenes Österreich

Der Bundespräsident betont in seiner Bregenzer Rede auffällig die Notwendigkeit des Zusammenhalts

Einserkastl

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Hans Rauscher

Bundespräsident Alexander Van der Bellen spricht an einem Rednerpult mit der Aufschrift
Hielt eine tiefgründige Rede: Bundespräsident Alexander Van der Bellen bei der Eröffnung der Bregenzer Festspiele.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat indirekt angedeutet, dass Österreich ein gespaltenes Land ist. Indem er bei einer seiner großen programmatischen Reden, diesmal zur Eröffnung der Bregenzer Festspiele, zum Zusammenhalt aufrief:

"Wir müssen nicht alle gleich sein, um zusammenzugehören. Das ist vielleicht die wichtigste Botschaft heute und daher will ich sie wiederholen: Wir gehören nicht erst dann zusammen, wenn wir alle gleich denken. Nein, wir gehören zusammen, weil wir alle Österreich sind".

Kein Zweifel, es geht ein Riss durchs Land. Noch nicht allzu dramatisch, aber merkbar: Eine Partei und ihre Parolen, die auf einen kompletten Umsturz Österreichs in Richtung eingebunkerte Autokratie hinauslaufen, ist die stärkste im Land. Die wollen ein anderes Land, aber kein besseres.

Darauf spielte der Bundespräsident auch in seiner Rede an: "Die freie, liberale Demokratie verlangt uns etwas ab. Die kostet uns mitunter etwas. Das ist ihre Stärke, nicht ihre Schwäche ... Aber sie gibt uns dafür etwas zurück: Die Freiheit, unser Leben selbst zu gestalten. Die Sicherheit, dass Macht an rechtsstaatliche Regeln gebunden ist. Die Möglichkeit, Fehler zu korrigieren".

Und: Er wünscht sich, "Ein Österreich, dass auf unsere freie liberale Demokratie nicht nur stolz ist, weil sei bequem ist. Sondern eines, dass sie verteidigt, wenn es anstrengend wird". Das ist offenbar nicht so anlasslos dahin gesprochen. (Hans Rauscher, 22.7.2026)

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