Gensungen/Felsberg hält trotz 33:38 gegen Aufstiegsfavorit Vinnhorst lange mit

StartseiteSportRegionalsportSport Schwalm-Eder-KreisStand: 06.09.2026, 12:58 UhrKommentareUns auf Google folgenFlugeinlage: Gensungens Max Bieber (Mitte), der hier die Vinnhorster Fynn Hermeling (l.) und Yannik...

  • 3 min read
Gensungen/Felsberg hält trotz 33:38 gegen Aufstiegsfavorit Vinnhorst lange mit

Stand: 06.09.2026, 12:58 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

Handball 3. Bundesliga: ESG Gensungen-Felsberg geg. TuS Vinnhorst: Links: Fynn Hermeling (TuS) Max Bieber (ESG) Yannik Müßner (TuS)   Foto: Pressebilder Hahn

Flugeinlage: Gensungens Max Bieber (Mitte), der hier die Vinnhorster Fynn Hermeling (l.) und Yannik Müßner stehen lässt, erzielt einen seiner sechs Treffer. © Pressebilder Hahn

Aufsteiger Gensungen/Felsberg bot Titelaspirant Paroli, vergab aber nach dem 20:20 in der 37. Minute die Chance auf eine Überraschung.

Gensungen – Am Ende war`s deutlich. Zu deutlich. Zu klar, um den Spielverlauf wirklich wieder zu spiegeln. „Schade“, quittierte Heinrich Wachs, Trainer der ESG Gensungen/Felsberg, die 33:38 (15:16)-Niederlage des Drittliga-Aufsteigers gegen den Titelfavoriten Vinnhorst. „Ärgerlich“ fand sie sein Rückraumspieler Max Bieber, „denn da wäre für uns mehr drin gewesen.“

In der Tat gab es Momente, in denen das Momentum auf Seite des Außenseiters war. Zum ersten nach 16 Minuten hatte er allerdings wenig beigetragen, war der der Musik aufgrund erheblicher Probleme des eigenen Positionsangriffs, sich gegen die 6:0-Deckung des Gastes nebst eines glänzend aufgelegten Torhüters Eggert durchzusetzen, bis dahin hinterher gelaufen. Doch dann wurden mit der Roten Karte für Dominik Kalafut wegen eines Schlags ins Gesicht von Aufbauspieler Bieber die Karten neu gemischt. Der schwer gewichtige TuS-Kreisläufer, der bis dahin schon dreimal eingenetzt und im Mittelblock die eigene Abwehr zusammen gehalten hatte.

Auch sein Trainer Lars Lehnoff erkannte danach „einige Fehler zuviel“, die Gensungen mit ihrer dynamischen ersten und zweiten Welle zu bestrafen wusste. Flankiert von Voß`Einwechslung, der gleich voll da war. Und dessen Paraden Vince Schmidt (2) sowie Ben Backhaus zu einem umjubelten 3:0-Lauf zum 10:10 (20.) veredelten – das zweite, diesmal selbst erspielte Momentum.

Aus der anfänglich einseitigen Partie war plötzlich ein Kampf auf Augenhöhe geworden. Der Favorit musste sich strecken, weil die ESG weiterhin blitzschnell umschaltete und nun auch im gebundenen Spiel Lösungen fand. Wie Denny Bikic, der schon nach drei Minuten den verletzten Spielmacher Jona Gruber ersetzte (24., 11:12). Wie Janis Kothe zehn Sekunden vor dem Pausenpfiff mit seinem Treffer zum 16:17, der seinem Team die Option zur Überraschung aufrecht hielt.

Quasi die Voraussetzung für das dritte Momentum. Als die Edertaler nach dem Wechsel den Vinnhorster Rückraum immer besser in den Griff bekamen, konnte Rückraumstratege Schmidt nämlich erneut ausgleichen (37., 20:20). Die Chance, den gar nicht mehr so souveränen Meisterschaftsaspiranten zu ärgern war da – und wurde vertan.

Starke Rückkehr von Ex-Melsunger Eggert

Denn: Vinnhorst antwortete prompt. Mit drei Treffern zum 20:23 (40.) und einem taktischen Kniff im Angriff. Statt selbst abzuschließen lockten Foege, Lungela und Co. fortan ihre Gegenspieler aus dem zuvor so kompakten 6:0-Verbund heraus. Um insbesondere Linksaußen Jonas Gertges freizuspielen, der variantenreich verwandelte. Der Herausforderer dagegen leistete sich einige Fahrkarten zu viel. „Wir haben in dieser Phase zu viel verworfen und zu früh abgeschlossen“, bekannte Max Bieber.

Trotzdem war der zweite Saisonsieg im zweiten Spiel für den starken Glenn-Louis Eggert – einst in Melsungen ausgebildet und über Coburg in Hannover gelandet - „ein schweres Stück Arbeit“. Was Heinrich Wachs darin bestätigte, „dass wir auch gegen solche Gegner mithalten können.“ Und in der 3. Liga angekommen sind. Mit der klaren Vorgabe, beim nächsten Mal (zu Hause gegen Wilhelmshaven) das Momentum aber auch zu nutzen.