Gaming: Britischer Spielehändler Game meldet Insolvenz mit 15,8 Millionen Pfund Schulden
Der britische Spielehändler Game geht mit Schulden in Höhe von 15,8 Millionen Pfund in die Insolvenz. Der britische Spielehändler Game ist insolvent. Nach Angaben der Insolvenzverwalter von KR8 Advisory...
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Der britische Spielehändler Game geht mit Schulden in Höhe von 15,8 Millionen Pfund in die Insolvenz.
Der britische Spielehändler Game ist insolvent. Nach Angaben der Insolvenzverwalter von KR8 Advisory belaufen sich die Verbindlichkeiten des Unternehmens auf rund 15,8 Millionen Pfund. Ungesicherte Gläubiger könnten dabei auf Forderungen von rund 12 Millionen Pfund sitzen bleiben.
Als Hauptgründe für das Scheitern nennen die Verwalter den anhaltenden Rückgang physischer Spieleverkäufe, den Trend zu digitalen Downloads, den zunehmenden Wettbewerbsdruck sowie das Ausbleiben größerer Konsolenveröffentlichungen in den vergangenen Jahren.
Vom Marktführer zum Insolvenzfall
Game wurde 1990 gegründet und entwickelte sich zeitweise zu einer der größten Einzelhandelsketten für Videospiele in Großbritannien. Nach der Übernahme der Vermögenswerte der früheren The Game Group Plc im Jahr 2012 wurden zahlreiche Filialen geschlossen, gleichzeitig plante das Unternehmen jedoch auch neue Standorte.
In den folgenden Jahren verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage kontinuierlich. Bereits 2016 gingen die Umsätze deutlich zurück, 2019 meldete das Unternehmen einen Verlust von rund 43 Millionen Pfund bei einem Umsatz von 423 Millionen Pfund. Trotz der späteren Übernahme durch die Frasers Group und weiterer Rettungsmaßnahmen konnte der Geschäftsbetrieb langfristig nicht stabilisiert werden.
Nach Einschätzung der Insolvenzverwalter ist das Unternehmen wirtschaftlich nicht mehr tragfähig und die Finanzierung kann nicht länger aufrechterhalten werden.
Debatte um physische Spiele gewinnt neue Dynamik
Die Insolvenz folgt nur kurze Zeit nach der Kritik der britischen Entertainment Retailers Association (ERA) an Sonys angekündigtem Ende der Produktion von PlayStation-Discs ab Januar 2028. Die Branchenorganisation warnte davor, dass der Wegfall physischer Datenträger die Auswahl für Verbraucher einschränke und langfristig negative Folgen für Handel und Spieleerhalt haben könne.
Der Fall Game verdeutlicht einmal mehr den tiefgreifenden Wandel des Spielemarktes, in dem digitale Verkäufe seit Jahren einen immer größeren Anteil einnehmen.
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