Gall rückt bei Vuelta vom dritten auf den zweiten Gesamtrang vor
Radsport Gall rückt bei Vuelta vom dritten auf den zweiten Gesamtrang vor Der Kletterspezialist überholt Primož Roglič durch einen Angriff auf der 14. Etappe. Im Kampf um den Gesamtsieg behielt Enric M...
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Gall rückt bei Vuelta vom dritten auf den zweiten Gesamtrang vor
Der Kletterspezialist überholt Primož Roglič durch einen Angriff auf der 14. Etappe. Im Kampf um den Gesamtsieg behielt Enric Mas die Kontrolle
Valdepenas de Jaen – Der Osttiroler Felix Gall hat sich am Samstag bei der Spanien-Radrundfahrt vom dritten auf den zweiten Gesamtrang verbessert. Der Gesamtzweite des Giro d'Italia nahm dem bisher zweitplatzierten Primož Roglič auf der 14. Etappe 25 Sekunden ab und liegt nun vier Sekunden vor dem Slowenen. Galls Rückstand auf den spanischen Gesamtführenden Enric Mas blieb mit 2:06 Min. unverändert, die beiden kamen gemeinsam ins Ziel. Die Etappe gewann Marco Brenner vom Team Tudor, es war der erste Vuelta-Etappensieg eines Deutschen seit 2023.
Die von Jaen nach Sierra de la Pandera bei großer Hitze über 154,5 Kilometer geführte Etappe endete mit einem langen Schlussanstieg, an dem Brenner den Kolumbianer Santiago Buitrago (Bahrain) auf den letzten Metern abfing und um eine Sekunde hinter sich ließ. Cristian Rodríguez (Astana) wurde elf Sekunden hinter dem Sieger Dritter und ist nun Gesamt-Achter.
Decathlon-Leader Gall belegte mit Mas (Movistar) am Hinterrad 4:12 Minuten zurück Tagesrang 21. Sieben Etappen stehen noch aus, am Montag folgt der letzte Ruhetag.
Gall noch mit fünf Helfern
Gall stand erstmals bei dieser Vuelta ohne seinen Edelhelfer Gregor Mühlberger an der Startlinie, nachdem dieser am Vortag nach einem Sturz hatte aufgeben müssen. Letztlich blieben nur noch fünf Helfer im Team übrig. Zu viel Risiko wollte Gall daher nicht nehmen, erst auf den letzten Kilometern angreifen. Eine erste Attacke drei Kilometer vor dem Ziel konnten seine engsten Konkurrenten noch kontern, einen zweiten dann Roglič und auch der viertplatzierte Ecuadorianer Richard Carapaz (+4:24) nicht mehr.
"Ich wollte nicht zu sehr auf Risiko gehen. Es war wichtig, dass ich mich ausgeglichen fühle", sagte Gall in einer ersten Reaktion. "Ich bin ganz glücklich, wie es läuft. Es hätte schlechter sein können." Es sei schwer zu sagen, ob er noch zulegen könne. Generell auch wegen der Hitze fühle er sich erschöpft. "Aber für die Top drei sieht es gut aus, dafür sind wir hergekommen. Wir haben noch immer dieses Ziel. Es ist immer wichtig, ein paar Sekunden herauszuholen."
Es stehe freilich noch eine harte Woche bevor, am Sonntag geht es über 189,7 km von Palma del Rio nach Cordoba. Die 15. Etappe bietet keine Höchstschwierigkeiten, mit vielen kleinen Anstiegen aber ein perfektes Terrain für Ausreißer. Nach dem letzten Ruhetag am Montag warten noch zwei Bergankünfte und ein Einzelzeitfahren vor dem Finale am 13. September in Granada. (APA, red, 5.9.2026)
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