Ein Viertel zittert um sein Kaufhaus: Filiale jetzt offiziell auf der Kippe
StartseiteLokalesMünchenStand: 22.07.2026, 18:15 UhrKommentareUns auf Google folgenDer Kaufhof am Rotkreuzplatz ist ein wichtiges Gebäude für das ganze Viertel. © Marcus SchlafDeutschlandweit stellt Galeria 33 ...
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Stand: 22.07.2026, 18:15 Uhr
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Deutschlandweit stellt Galeria 33 Filialen auf den Prüfstand. Der Standort am Rotkreuzplatz ist der einzige Münchner auf der Liste.
München – Wie geht es mit der Galeria-Filiale am Rotkreuzplatz weiter? Schon länger gibt’s ja Gerüchte, dass der Warenhaus-Konzern will den Standort in Neuhausen verlassen könnte.
Jetzt kommt raus: Galeria erwägt diesen Schritt tatsächlich! Der Warenhauskonzern hat den Standort auf eine Liste von bundesweit 33 Filialen gesetzt, für die jetzt über neue Mietkonditionen und die Größe der Verkaufsflächen verhandelt wird. Sollten diese Verhandlungen nicht zur Zufriedenheit des Unternehmens ausfallen, ist auch eine Komplett-Schließung der Filiale denkbar!
Jetzt ist es amtlich: Galeria-Filiale am Rotkreuzplatz steht auf der Kippe
Galeria-Boss Philipp Kretzer sagt: „München ist für Galeria ein wichtiger Markt, und der Rotkreuzplatz ist ein Herzstück des Stadtteils. Die starke Unterstützung aus der Bevölkerung und der Politik zeigt die große Bedeutung unseres Hauses. In den bereits laufenden Gesprächen müssen wir nun gemeinsam mit dem Eigentümer eine Lösung finden, damit Galeria hier langfristig bleiben kann.“ Das ist der freundliche Teil, den ein Manager so sagen muss.
Es gibt aber auch einen harten Teil der Botschaft. Denn: Die Verhandlungen sind bereits angelaufen und „werden mit der notwendigen Konsequenz geführt“, heißt es in einer Galeria-Mitteilung.
Und (auch das kommt offiziell von Galeria): „Sollte es nicht gelingen, eine für beide Seiten tragfähige Lösung zu erreichen, besteht auch die Möglichkeit, dass sich Galeria nach Erfüllung von Verträgen aus Standorten zurückzieht.“ Grundvoraussetzung sei Profitabilität. Andersrum gesagt also wohl: Wer kein Plus macht, wird geschlossen.
Die Filiale am Rotkreuzplatz ist der einzige Münchner Standort auf der Liste. Bundesweit betreibt Galeria derzeit 83 Warenhäuser, 33 davon stehen nun auf dem Prüfstand. Neben München sind unter anderem Filialen in Berlin, Köln, Hamburg, Freiburg, Mainz, Würzburg und Potsdam betroffen.
Niedrigere Mieten, effizientere Nutzung
Mit den Verhandlungen verfolgt Galeria das Ziel, die Standorte wirtschaftlicher aufzustellen. Neben niedrigeren Mieten geht es auch darum, Verkaufsflächen effizienter zu nutzen.
Denkbar sind beispielsweise Partnerschaften mit anderen Unternehmen oder eine Mischnutzung einzelner Gebäudeteile. Für München ist das wahrscheinlich besonders relevant, da am Rotkreuzplatz ohnehin ein Neubau geplant ist. Der Komplex-Eigentümer OFB sieht hier zwar auch zukünfitg Einzelhandel – dazu allerdings zum Beispiel Büroflächen und ein Hotel mit Dachterrasse.
Filiale bleibt zunächst geöffnet
Und wie geht‘s jetzt für die Kunden am Rotkreuzplatz weiter? Zunächst gilt: Die Filiale bleibt geöffnet wie gewohnt. Erst die laufenden Verhandlungen sollen zeigen, ob und unter welchen Bedingungen der Standort langfristig eine Zukunft hat.

Wie wichtig und symbolkräftig das Haus am Rotkreuzplatz für das ganze Viertel ist, zeigte sich in den vergangenen Monaten immer wieder. Teilweise gab‘s sogar Demonstrationen mit Hunderten