CDU plant: Finn Thomsen soll Erster Kreisbeigeordneter werden

StartseiteLokalesWitzenhausenGroßalmerodeStand: 28.08.2026, 19:30 UhrKommentareUns auf Google folgenFinn Thomsen (36) ist seit 2018 Bürgermeister von Großalmerode. Er ist der Wunschkandidat für die Stelle des E...

  • 3 min read
CDU plant: Finn Thomsen soll Erster Kreisbeigeordneter werden

Stand: 28.08.2026, 19:30 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

Finn Thomsen (36) ist seit 2018 Bürgermeister von Großalmerode. Er ist der Wunschkandidat für die Stelle des Ersten Kreisbeigeordneten von Stefan Schneider (CDU), Freien Wählern und Grünen.

Finn Thomsen (36) ist seit 2018 Bürgermeister von Großalmerode. Er ist der Wunschkandidat für die Stelle des Ersten Kreisbeigeordneten von Stefan Schneider (CDU), Freien Wählern und Grünen. © Foto: Tobias Stück

Die CDU-Kreistagsfraktion hat sich einstimmig für den parteilosen Bürgermeister von Großalmerode ausgesprochen. Thomsen übernimmt den Posten nach der Abwahl von Friedel Lenze im August.

Werra-Meißner – Finn Thomsen (parteilos) soll neuer Erster Kreisbeigeordneter (EKB) des Werra-Meißner-Kreises werden. Am Mittwoch hatte sich die Kreistagsfraktion der CDU einstimmig für den aktuellen Bürgermeister von Großalmerode ausgesprochen. Am Donnerstag folgten die Koalitionspartner Grüne und Freie Wähler sowie die FDP. Thomsen wird Nachfolger von Friedel Lenze (SPD), der zusammen mit dem zweiten hauptamtlichen Kreisbeigeordneten Dr. Philipp Kanzow (CDU) Mitte August in einer Sondersitzung abgewählt wurde.

Wahl findet am 21. September statt

Der Kreistag Werra-Meißner wählt während seiner Sitzung am 21. September den neuen Kreisbeigeordneten. Seine Amtszeit von sechs Jahren beginnt am 1. Dezember. Die Amtsgeschäfte in Großalmerode übernimmt von da an der Erste Stadtrat Karl-Heinz Gundlach. Über den Termin der Bürgermeisterwahl entscheidet die Stadtverordnetenversammlung.

„Mit Finn Thomsen haben wir eine kluge Lösung gefunden, die die formalen Voraussetzungen bestens erfüllt“, sagte der Fraktionsvorsitzende Stefan Schneider. Thomsen (36) ist Diplom-Verwaltungswirt und hat einen Master in öffentlicher Verwaltung. Von 2008 bis 2012 war er beim Kreis Schleswig-Flensburg angestellt und wechselte 2012 zur Stadt Großalmerode. Hier war er erst im Bau-, dann im Hauptamt beschäftigt. 2017 wurde er im ersten Wahlgang mit 72,9 Prozent der Stimmen zum Bürgermeister der Tonstadt gewählt. Es folgte eine Wiederwahl ohne Gegenkandidaten 2023 mit mehr als 80 Prozent der Stimmen. Thomsen kenne die Themen, die den Landkreis beschäftigen, das Politikgeschäft und vor allem die Menschen, sagte Schneider über den Kandidaten der Koalition.

„Mehrere Nächte“, so Thomsen, habe er über das Angebot nachgedacht. Zum einen habe er die Zukunft der Stadt Großalmerode im Blick gehabt, zum anderen die Chance gesehen, beim Landkreis etwas bewirken zu können. „Großalmerode wird durch meinen Wechsel auch profitieren und beim Werra-Meißner-Kreis sehe ich Optimierungsbedarf“, sagt Thomsen. Welche Aufgaben Thomsen übernehmen wird, steht indes bisher nicht fest. Die Dezernate verteilt die Landrätin. Nicole Rathgeber hält Thomsen für einen „fachlich versierten, verlässlichen und lösungsorientierten Bürgermeister, der die kommunale Praxis ebenso kennt wie die Anforderungen an eine moderne Verwaltung.“

Als sicher gilt, dass Thomsen den Fachbereich Bauen zugeteilt bekommt. Hier solle sich das Mindset ändern, das Dezernat schneller und kooperativer Anträge bearbeiten. „Ich sehe das auch als Wirtschaftsförderung an. Unternehmen wollen schnell und verlässlich Planungssicherheit.“ Schwerpunkt seiner Arbeit soll die Digitalisierung sein. Hier will er die Erfahrungen aus Großalmerode einbringen. Die Stadt war Modellkommune beim Onlinezugangsgesetz. Außerdem bringe er große Erfahrung im Fördermittelmanagement mit.

Mit Landrätin Nicole Rathgeber strebt Thomsen eine Zusammenarbeit „Hand in Hand“ an. „Die Verwaltungsspitze eines Landkreises kann sich kein Gegeneinander leisten“, sagt Thomsen. Thomsen werde die Kreisspitze fachlich wie menschlich sehr gut ergänzen.