Anschläge auf Stromnetz: Großeinsatz der Polizei am Hambacher Forst

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Anschläge auf Stromnetz: Großeinsatz der Polizei am Hambacher Forst

Wichtige Updates

Großeinsatz der Polizei am Hambacher Forst

Verdächtiger könnte auf Fahrrad unterwegs sein

Polizei Brandenburg sucht Verdächtigen jetzt mit Bild

Polizei schleppt Wohnwagen des Verdächtigen im Hambacher Forst ab

Patricia von Thien

Patricia von Thien

Großeinsatz der Polizei am Hambacher Forst

Die Polizei hat einen Großeinsatz am Hambacher Forst bei Kerpen westlich von Köln gestartet. Nach dpa-Informationen steht der Einsatz im Zusammenhang mit den versuchten Sabotage-Akten auf das deutsche Stromnetz. Laut Beobachtungen eines dpa-Reporters waren bis zu 100 Fahrzeuge der Polizei vor Ort. 

Patricia von Thien

Patricia von Thien

Schuster: Stromnetz mit Videotechnik und Drohnen schützen

Nach versuchten Angriffen auf das Stromnetz müssen laut Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) die Betreiber mehr Möglichkeiten erhalten, ihre Anlagen besser zu schützen. Dazu gehöre der Einsatz intelligenter, Alarm gebender Videotechnik, die auch das Umfeld ausleuchte, sagte Schuster im MDR. "Das dürfen die heute noch nicht." Auch müsse Netzbetreibern erlaubt werden, ihre Anlagen über große Distanzen hinweg selbst mit Drohnen zu überwachen. 

Schuster mahnte zudem einen restriktiveren Umgang mit Informationen im Internet an. Dort seien viele Daten über Standorte, Anlagen und Verbindungen der Infrastruktur frei zugänglich, monierte er. Momentan sei man aus seiner Sicht viel zu freizügig mit solchen Informationen. "Ich glaube, da müssen wir in ein völlig neues Verhältnis kommen."

Patricia von Thien

Patricia von Thien

Verdächtiger könnte auf Fahrrad unterwegs sein

Nach Anschlägen oder Sabotageversuchen an der Stromversorgung in gleich drei Bundesländern läuft die Fahndung nach einem Verdächtigen auf Hochtouren. „Es gibt einige Hinweise, denen wir nachgehen“, sagte ein Sprecher der Kölner Polizei am Sonntag. Wie die Brandenburger Polizei mitteilte, könnte der 48-Jährige mit einem Fahrrad unterwegs sein. Politiker von Grünen und CDU forderten einen besseren Schutz der Infrastruktur beziehungsweise ein härteres Vorgehen gegen „Klimaextremismus“. 

Patricia von Thien

Patricia von Thien

Özdemir fordert „Hochdruck“ beim Schutz sicherheitsrelevanter Infrastruktur

Nach Angriffen auf Umspannwerke in mehreren Bundesländern und einem nur knapp gescheiterten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle hat Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) Tempo beim Schutz der sicherheitsrelevanten Infrastruktur sowie eine enge Zusammenarbeit der Bundesländer gefordert. „Die Sicherheitserfordernisse haben sich dramatisch verändert“, sagte Özdemir dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Sonntag). „Egal ob der Angriff von Linksradikalen oder von Putins Wegwerfagenten kommt: Wir sind verletzlich. Das wissen unsere Gegner. Sie versuchen, uns an den empfindlichen Stellen zu treffen, um Verunsicherung zu schüren“, erklärte der Grünen-Politiker. Es sei wichtig, „dass wir uns nicht verunsichern lassen“.

„Zugleich müssen wir unsere sicherheitsrelevante Infrastruktur besser schützen – ob mit Videoüberwachung oder mit Zäunen, all das muss jetzt mit Hochdruck gemacht werden“, forderte Özdemir. In Reutlingen in Baden-Württemberg habe es im Juni einen ähnlichen Vorfall wie jetzt in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen gegeben, sagte der Ministerpräsident. „Wir sind da zwar einigermaßen glimpflich davongekommen. Aber wir sind als Länder gut beraten, das Thema hoch zu priorisieren und möglichst eng zusammenzuarbeiten.“ In der baden-württembergischen 120.000-Einwohner-Stadt Reutlingen und mehreren Nachbargemeinden war Anfang Juni nach Bränden in zwei Umspannwerken die Stromversorgung ausgefallen. 7600 Haushalte waren zeitweise ohne Strom.

Martin Nefzger

Martin Nefzger

Polizei Brandenburg sucht Verdächtigen jetzt mit Bild

Nachdem inzwischen europaweit nach Daniel V. gefahndet wird, hat die Polizei nun auch Bilder von dem Verdächtigen veröffentlicht. Nähere Angaben zu seiner Person wurden zunächst nicht gemacht. Die Beamten fragen:

  • Wer kennt die auf den Bildern abgebildete Person?
  • Wer kann Angaben zum Aufenthaltsort der Person machen?
  • Wer kann sachdienliche Hinweise geben, die zur Aufklärung der Sabotageakte beitragen können?

Anmerkung: In einer ersten Version dieses Posts war die Rede von einem zweiten Verdächtigen. Diese Information ist falsch, es wird nach einer Person gesucht. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

Martin Nefzger

Martin Nefzger

Suche nach Verdächtigem geht weiter

Im Hambacher Forst (NRW) wird am Samstag weiter nach dem Sabotage-Verdächtigen Daniel V. gesucht. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot an Kräften vor Ort. Gestern Abend war dort der Wohn-Lkw des Gevelsbergers entdeckt worden.

Martin Nefzger

Martin Nefzger

Polizei findet zwölf Sprengsätze an Stromtrassen in Sachsen

Nach den Angriffen auf das Stromnetz in anderen Bundesländern hat die Polizei auch in Ostsachsen insgesamt zwölf Sprengvorrichtungen entdeckt. "Diese sollten Schäden an den elektrischen Hochspannungsleitungen durch einen Kurzschluss herbeiführen", informierten die Sicherheitsbehörden. Die Sprengsätze seien "selbst hergestellt" worden. Spezialisten des Landeskriminalamtes hätten sie entschärft. Zu einem tatsächlichen Schaden sei es nicht gekommen.

Fündig wurden die Ermittler im Bereich von Hochspannungstrassen südlich des Umspannwerks Bärwalde nahe Lippen sowie östlich des Umspannwerks Graustein nahe Schleife. Die Orte befinden sich in der Lausitzer Braunkohleregion nahe der Grenze zu Brandenburg. Ermittelt wird wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion in Tateinheit mit versuchter Störung öffentlicher Betriebe und versuchter verfassungsfeindlicher Sabotage.

Patricia von Thien

Patricia von Thien

Angriffe auf Umspannwerke: Amprion-Chef will für Unternehmen mehr Befugnisse

Angesichts von Angriffen auf das Stromnetz in Deutschland hat der Chef des Netzbetreibers Amprion, Christoph Müller, die Lockerung mehrerer Vorschriften gefordert, damit Unternehmen sich besser schützen können. So sollte der Bund Drohnenüberflüge erlauben – „Drohnen sind eine Chance, die wir derzeit nur in sehr speziellen Fällen nutzen dürfen“, sagte Müller der „Rheinischen Post“ vom Samstag. Drohnen könnten regelmäßig Leitungen abfliegen und überwachen – „das dürfen wir bislang nicht“.

Er forderte die Bundesregierung zudem auf, Transparenzvorschriften zu entschärfen: „Die Wirtschaft muss viele Angaben zu Strom- und Gasnetzen öffentlich machen und ins Netz stellen. So machen wir es Attentätern unnötig leicht – egal, aus welcher Ecke sie kommen.“

Am Umspannwerk von Amprion in Bergheim war am Dienstag vorsätzlich ein Kurzschluss ausgelöst worden; der Energieversorger RWE musste fünf Kraftwerksblöcke vom Netz nehmen. Am Umspannwerk in Dormagen wurden in der Nacht zu Freitag laut Müller „verdächtige Vorrichtungen“ gefunden; die Polizei ermittle. Laut „Rheinischer Post“ handelte es sich um eine Abschussanlage.

Patricia von Thien

Patricia von Thien

Angriffe aufs Stromnetz: Einsatz in Sachsen geht weiter

Der Polizeieinsatz im Zusammenhang mit versuchten Angriffen aufs Stromnetz in Ostsachsen dauert an. Teilweise seien Polizisten die ganze Nacht über mit der Sicherung von Spuren beschäftigt gewesen, sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion Görlitz am Morgen. Mit Details und Hintergründen zu dem Einsatz nördlich von Bautzen hielt sie sich weiter bedeckt. Im Laufe des Tages sei eine Information geplant, hieß es.

Das sächsische Innenministerium hatte am Freitagabend davon gesprochen, dass "unbekannte Sprengvorrichtungen" entdeckt wurden. Die Rede war von vier Objekten an zwei Fundorten. Sie sollten entschärft werden.

Patricia von Thien

Patricia von Thien

Polizei schleppt Wohnwagen des Verdächtigen im Hambacher Forst ab

Wie die WAZ berichtet, die wie diese Redaktion zur FUNKE Mediengruppe gehört, suchte die Polizei bis zum späten Freitagabend im Hambacher Forst in Nordrhein-Westfalen nach dem Verdächtigen. Die Hundertschaft sei in der Nacht auf Samstag abgerückt, auch ein Polizeihubschrauber sei wieder weg.

Einen Teilerfolg gibt es: Die Polizei hat den Wohnwagen des Verdächtigen abgeschleppt.

Patricia von Thien

Patricia von Thien

Anschläge auf Umspannwerke: Polizei fahndet weiter nach Verdächtigem

Nach den Anschlägen auf Umspannwerke in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen fahnden die Ermittler weiter nach einem 48-jährigen Verdächtigen. „Wir befinden uns immer noch in der Fahndungslage“, sagte eine Sprecherin der Polizei Köln am Samstagmorgen der Nachrichtenagentur AFP. Es seien „starke Polizeikräfte im Einsatz“, fügte sie hinzu.

Der Mann aus dem nordrhein-westfälischen Gevelsberg geriet als Verfasser von zwei als authentisch eingeschätzten Bekennerschreiben samt Täterwissen ins Visier, wie Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) am Freitag in Düsseldorf gesagt hatten. In den Schreiben begründete der Verdächtige die Anschläge nach Angaben der Minister mit Kritik an der Energieerzeugung mit fossilen Brennstoffen.

Paulina Cwiartka

Paulina Cwiartka

Hamm: Größerer Polizeieinsatz mit Hubschrauber an Stromanlage 

Nach mehreren Sabotageangriffen auf das Stromnetz in Nordrhein-Westfalen ist es bei einer Stromanlage in Hamm zu einem größeren Polizeieinsatz gekommen. Wie ein dpa-Reporter berichtete, kamen am Freitagabend zahlreiche Polizeiwagen zu dem Ort an einer Landstraße bei einem Waldstück. Es war auch ein Hubschrauber im Einsatz. Die Polizei wollte sich dazu nicht äußern. Zuvor hatte der „Hellweger Anzeiger“ berichtet.

 Ein Sprecher der Polizei sagte, es handele sich um eine ehemalige Stromanlage. Sie sei seit längerem außer Betrieb.

Paulina Cwiartka

Paulina Cwiartka

Bericht: Sprengvorrichtungen nahe zweier Umspannwerke in Sachsen entdeckt

Einem Medienbericht zufolge sind am Freitag auch in Sachsen Sprengvorrichtungen nahe Umspannwerken entdeckt worden. Wie die „Bild“-Zeitung berichtete, wurden entsprechende Vorrichtungen nahe zweier Anlagen im Landkreis Görlitz gefunden. Die Polizei bestätigte einen größeren Einsatz in der Region, machte zunächst aber keine weiteren Angaben.

„Es gibt einen Polizeieinsatz. Aus polizeitaktischen Gründen können wir uns dazu nicht äußern“, zitierte die „Bild“ eine Polizeisprecherin. Ein Sprecher der Polizeidirektion Görlitz bestätigte der Nachrichtenagentur AFP einen „großen Einsatz“ im Kreis Bautzen, wollte aber keine Angaben dazu machen, wonach die Einsatzkräfte suchten und wo genau der Einsatz stattfand. Weitere Einzelheiten sollen demnach am Samstag bekanntgegeben werden.

Der MDR berichtete unterdessen von einer Suchaktion von Einsatzkräften in einem Waldstück an der Staatsstraße 126 bei Schleife im Landkreis Görlitz nahe der Grenze zu Brandenburg. Ob der Einsatz mit den Ermittlungen zu den jüngsten Sabotageakten an Stromleitungen zusammenhängt, ließ die Polizei demnach offen. 

Paulina Cwiartka

Paulina Cwiartka

Neuer Sabotageverdacht? Polizeieinsatz in Sachsen 

Nach mehreren Sabotageversuchen gegen die Stromversorgung in Deutschland gibt es nun auch in Sachsen einen Polizeieinsatz, bei dem es laut einem Medienbericht um einen ähnlichen Vorfall gehen soll. Die Polizeidirektion Görlitz bestätigte einen laufenden Polizeieinsatz. Nähere Details wurden „aus ermittlungstaktischen Gründen“ zunächst nicht genannt. Der Einsatz sei nördlich von Bautzen, hieß es lediglich.

Die «Bild» berichtete, dass bei zwei Umspannwerken Spreng- und Brandvorrichtungen gefunden worden seien. Demnach liegen die betroffenen Umspannwerke an der Grenze zu Brandenburg im Lausitzer Braunkohle-Tagebaugebiet. 

Vivien Valentiner

Vivien Valentiner

Reul: Polizei stürmt Fahrzeug von Sabotage-Verdächtigem

Die Polizei hat laut NRW-Innenminister Herbert Reul das Fahrzeug des Verdächtigen für mehrere Sabotageaktionen gegen die deutsche Stromversorgung gestürmt. Der Zugriff sei in Niederzier erfolgt, sagte der CDU-Politiker in Düsseldorf. Jetzt sei der Mann
vermutlich zu Fuß unterwegs und werde nicht weit kommen.

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