Unwetter im Saarland: Bäume stürzen um, Straßen überflutet – welche Orte besonders betroffen waren (mit Fotos)
Das Unwetter kam schnell und traf mehrere Regionen im Saarland. In St. Ingbert löste die Feuerwehr wegen zahlreicher Einsatzstellen Gesamtstadtalarm aus. Eine erste Bilanz der Schäden.
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Unwetter im Saarland Bäume stürzen um, Straßen überflutet – welche Orte besonders betroffen waren (mit Fotos)
Update · Das Unwetter kam schnell und traf mehrere Regionen im Saarland. In St. Ingbert löste die Feuerwehr wegen zahlreicher Einsatzstellen Gesamtstadtalarm aus. Eine erste Bilanz der Schäden.
28.08.2026 , 19:40 Uhr
Bilderstrecke zuletzt aktualisiert:
28.08.2026
Update von Freitag, 28. August, 19.41 Uhr
Insgesamt 39 Meldungen aus dem Saarland sind im Zuge des Unwetters bei der Polizei eingegangen: 25 aus dem Saarbrücker Raum, elf aus dem Saarpfalz-Kreis und drei aus dem Raum Neunkirchen.
Hauptsächlich seien Bäume umgestürzt, Kanaldeckel hochgeschnellt und Fahrbahnen überschwemmt worden, teilt eine Sprecherin der Polizei mit. Nach derzeitigem Kenntnisstand sei niemand verletzt worden. Laut der Feuerwehr Saarbrücken wurden zwei Autos durch umgestürzte Bäume beschädigt. Die Einsatzstellen wurden durch die Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr abgearbeitet.
Auch in St. Ingbert kam es zu zahlreichen unwetterbedingten Einsätzen. Die Feuerwehr rückte insgesamt 44-mal aus. Gegen 15.30 Uhr zog eine Starkregenzelle über das Stadtgebiet hinweg. Nach Angaben von Feuerwehrsprecher Florian Jung fielen dabei innerhalb kürzester Zeit enorme Wassermengen. Laut Radarauswertungen wurden in der Gewitterzelle Niederschlagsmengen von bis zu 150 bis 180 Litern pro Stunde registriert.
Die Starkregenzelle zog zwar innerhalb weniger Minuten über St. Ingbert hinweg, dennoch reichte die kurze Zeit aus, um Straßen und Wege zu überfluten. Betroffen waren alle Stadtteile, ein Schwerpunkt lag in der Innenstadt. Die Feuerwehr musste unter anderem überflutete Straßen und Keller, vollgelaufene Räume, herausgedrückte Gullydeckel sowie umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste auf Fahrbahnen abarbeiten. Auch die Brückenverbindung zwischen Rentrisch und der Universität des Saarlandes war zeitweise von den Wassermassen betroffen.
Die Kanalisation konnte die außergewöhnlich großen Wassermengen in der kurzen Zeit nicht aufnehmen. Das Wasser floss deshalb oberirdisch über Straßen und Wege ab und führte an zahlreichen Stellen zu Überflutungen. Wegen der Vielzahl der Einsatzstellen wurde Gesamtstadtalarm für alle Löschbezirke der Freiwilligen Feuerwehr St. Ingbert ausgelöst. Der städtische Betriebshof unterstützte die Einsatzkräfte bei der Reinigung und der Beseitigung von Gefahrenstellen.
Bis in die Abendstunden waren Feuerwehr und Betriebshof mit den Einsätzen beschäftigt. Es kam zu geringen Sachschäden. Verletzt wurde niemand.
Erstmeldung von Freitag, 28. August, 15:43 Uhr
Im Saarland müssen sich die Menschen am Freitagnachmittag auf schwere Gewitter einstellen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine amtliche Unwetterwarnung herausgegeben.
Von Südwesten ziehen örtlich Gewitter auf. Dabei sind orkanartige Böen mit Geschwindigkeiten zwischen 95 und 115 Kilometern pro Stunde möglich.
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28.08.2026
Die Warnung gilt am Freitag, 28. August, von 16.05 bis 17 Uhr. Neben den heftigen Windböen rechnet der DWD mit Starkregen von bis zu 30 Litern pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde. Außerdem kann Hagel mit Korngrößen um drei Zentimeter auftreten.
Zwei Bäume in Saarbrücken umgestürzt
Die Polizei zählt bislang zwei umgestürzte Bäume. Nach ersten Einschätzungen soll das Unwetter, nachdem es Saarbrücken erreicht hat, in Richtung Neunkirchen und St. Ingbert weiterziehen. Die Wetterentwicklung kann sich örtlich jedoch rasch verändern.
DWD warnt vor umstürzenden Bäumen und Überflutungen
Der DWD weist auf erhebliche Gefahren hin. Durch Blitze besteht Lebensgefahr. Außerdem können Bäume, Hochspannungsleitungen und Gerüste umstürzen. Herabfallende Äste, Dachziegel und andere größere Gegenstände können Menschen verletzen und Schäden verursachen.
Der starke Regen kann Straßen, Unterführungen und Keller innerhalb kurzer Zeit überfluten. Auf den Straßen besteht zudem verbreitet Aquaplaning. Auch Erdrutsche und Schäden durch Hagelschlag sind demnach möglich.
Diese Verhaltenstipps gibt der Wetterdienst
- Den Aufenthalt im Freien vermeiden oder Schutz in einem Gebäude suchen.
- Abstand zu Bäumen, Gerüsten, Gebäuden und Hochspannungsleitungen halten.
- Gewässer meiden.
- Fenster und Türen schließen.
- Gegenstände im Freien sichern oder abbauen, wenn dafür noch ausreichend Zeit bleibt.
- Überflutete oder gefährdete Straßenabschnitte nicht betreten oder befahren.
- Das Verhalten im Straßenverkehr an die Wetterlage anpassen und mögliche Behinderungen einplanen.
- Bei drohender oder bereits bestehender Überflutung einen Keller sofort verlassen.
- Falls nötig, vorbeugend Hochwasser-Schutzmaßnahmen treffen. ⇥(lwg)
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