Zwischen Stadtbummel und Berge: Ausflugsziele für den Sommer in Bayern
wa.deDeutschlandStand: 30.08.2026, 13:01 UhrKommentareUns auf Google folgenBlick über den Eibsee zum Wettersteingebirge mit Zugspitze. © Franz Walter/ImagoBayern lässt sich im Sommer am Wasser, in historischen ...
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Stand: 30.08.2026, 13:01 Uhr
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Bayern lässt sich im Sommer am Wasser, in historischen Ortskernen und in den Bergen entdecken. Wir stellen Ihnen sechs Ausflugsziele vor.
Ein Sommertag in Bayern kann ganz unterschiedlich aussehen. Am See stehen Wasser und Landschaft im Mittelpunkt. In der Stadt sorgen kurze Wege, schattige Plätze und eine Einkehr für Erholung. In den Bergen hängt der Charakter des Ausflugs von der gewählten Strecke ab. Die sechs Ziele in dieser Übersicht stehen für unterschiedliche Arten von Ausflügen in Bayern.
Wasser und Weite: Ausflüge an die bayerischen Seen

Der Chiemsee ist einer der bekanntesten Seen in Bayern. Er liegt zwischen München und Salzburg, am Rand der bayerischen Alpen. Die zentralen Abfahrtsorte sind Prien/Stock und Gstadt. Weitere Anlegestellen werden saisonal bedient. Der Chiemsee verbindet Schifffahrt, Inseln und Kultur mit einem Aufenthalt am Wasser. Auf der Herreninsel ließ König Ludwig II. Schloss Herrenchiemsee nach dem Vorbild von Versailles errichten.
Eine Schifffahrt gehört zu den beliebtesten Möglichkeiten, den Chiemsee zu erleben. Von Prien/Stock fahren die Schiffe ganzjährig zu den Inseln. Im Sommer gibt es zusätzlich Rund- und Inseltouren. Auf den Inseln gibt es Gastronomie und Wege für Rundgänge. An mehreren Uferorten sind Baden und Wassersport möglich. Wer nicht baden möchte, kann die Inseln besuchen, Schloss Herrenchiemsee besichtigen oder am Ufer spazieren.
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Staffelsee und Murnau im Blauen Land

Der Staffelsee liegt bei Murnau im Voralpenland. Mit dem Zug ist Murnau gut erreichbar; zu den Seeufern geht es anschließend zu Fuß, per Bus oder mit dem Rad weiter. Am Staffelsee gibt es bewaldete Inseln, flache Buchten und Ausblicke auf die Voralpen. Mehrere Badestellen sowie Angebote für Wassersport und Bootsverleih ergänzen den Ausflug. Die Staffelseeschifffahrt verbindet Seehausen, Murnau-Achele und Uffing. Der Fahrplan unterscheidet sich je nach Saison. Das Murnauer Moos liegt südlich von Murnau. Es lässt sich auf Wegen und bei geführten Angeboten erkunden.
Murnau selbst eignet sich auch für einen Tagesausflug. Der Ort liegt zwischen Staffelsee, Murnauer Moos und den Ammergauer Alpen. Murnau ist eng mit der Künstlergruppe „Der Blaue Reiter“ verbunden. Sie entstand 1911 im Umfeld von Wassily Kandinsky und Franz Marc sowie Gabriele Münter. Der Name nahm auf die Vorlieben der beiden Künstler Bezug: Kandinsky stand für die Farbe Blau, Marc für das Motiv des Reiters. Das Münter-Haus war von 1909 bis 1914 das Wohn- und Arbeitshaus von Gabriele Münter und Wassily Kandinsky.

Im Schloßmuseum Murnau sind Werke der beiden Künstler und weitere Arbeiten des „Blauen Reiters“ zu sehen. Auch der Schriftsteller Ödön von Horváth lebte und arbeitete längere Zeit in Murnau. Auf seine Verbindung zur Stadt weisen Themenführungen hin. Im Ortszentrum gibt es verschiedene Cafés, Brauereigaststätten, Galerien und Handwerksläden. Im historischen Ortskern gibt es farbige Fassaden, enge Gassen und Ausblicke auf die umliegenden Berge.
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Bayreuth mit Markgräflichem Opernhaus und Eremitage
Wer Kultur und Stadtgeschichte verbinden möchte, findet in Bayreuth mehrere passende Ziele. Bayreuth liegt in Oberfranken. Zu den Angeboten für einen Tagesausflug gehören historische Gärten, das Markgräfliche Opernhaus und die Innenstadt mit Cafés und Gaststätten. Markgräfin Wilhelmine prägte Bayreuth im 18. Jahrhundert kulturell und baulich. Sie war die Schwester Friedrichs des Großen und eine wichtige Auftraggeberin für Bauten und Gartenanlagen in Bayreuth. Unter ihrer Beteiligung entstanden unter anderem das Markgräfliche Opernhaus und der Hofgarten am Neuen Schloss.
Das Markgräfliche Opernhaus entstand von 1744 bis 1748. Es gilt als das besterhaltene Beispiel eines freistehenden barocken Hoftheaters. Es gehört mittlerweile zum UNESCO-Weltkulturerbe. Hier kann man barocke Festarchitektur und einen reich ausgestatteten Zuschauerraum bestaunen. Der Innenraum ist ein eigenständiges Erlebnis.

Die Eremitage liegt östlich der Innenstadt. Die historische Parkanlage mit Altem Schloss, Grotten, Wasserspielen und Alleen diente dem Hof als Rückzugs- und Inszenierungsraum.

Mit Richard Wagner erhielt die Stadt im 19. Jahrhundert eine zweite kulturelle Achse: das Festspielhaus auf dem Grünen Hügel, Haus Wahnfried und die bis heute prägenden Festspiele.
Eichstätt und das Altmühltal: Universitätsstadt am Fluss

Eichstätt liegt an der Altmühl im Naturpark Altmühltal. Der Altmühltal-Radweg führt durch die Region. In der Umgebung gibt es unter anderem einen Panoramaweg und die Bootwanderstrecke auf der Altmühl. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören der Dom, der Residenzplatz und der Hofgarten. Oberhalb der Stadt liegt die Willibaldsburg, die früher als Residenz der Eichstätter Fürstbischöfe diente. Von hier aus eröffnet sich der Blick über die Stadt, das Altmühltal und die umgebenden Hänge.
Das Jura-Museum auf der Willibaldsburg zeigt Fossilien aus den Solnhofener Plattenkalken und vermittelt die Erdgeschichte der Region. Der Naturpark Altmühltal ist eine perfekte Ergänzung zum Ausflug in die Stadt. Die Gegend ist geprägt vom Flusstal, Jurafelsen, Wäldern und Wacholderheiden. Im Naturpark Altmühltal wurden mehrere Archaeopteryx-Fossilien gefunden. Ein Original des Eichstätter Exemplars ist im Jura-Museum zu sehen.
Baumwipfelpfad im Nationalpark Bayerischer Wald

Das Nationalparkzentrum Lusen liegt bei Neuschönau im Nationalpark Bayerischer Wald. Dieser wurde 1970 gegründet und ist Deutschlands ältester Nationalpark. Der Nationalpark Bayerischer Wald bildet gemeinsam mit dem Nationalpark Šumava auf tschechischer Seite einen grenzüberschreitenden Naturraum. Direkt am Nationalparkzentrum liegt das Tierfreigelände. Hier leben rund 40 typische Säugetier- und Vogelarten in großräumigen, naturnahen Gehegen und Volieren.
Der rund 1300 Meter lange Baumwipfelpfad führt durch die Baumkronen. An einigen Stellen liegt der Weg bis zu 44 Meter über dem Waldboden. Ein eiförmiger Aussichtsturm am Ende des Weges eröffnet den Blick über den Nationalpark und die Bayerwaldberge. Der Pfad ist bei maximal sechs Prozent Steigung auch mit einem Rollstuhl und/oder Kinderwagen befahrbar. Für den Baumwipfelpfad sollten Besucher etwa zwei Stunden einplanen.

10 schöne Wanderwege

Von türkisblauen Seen bis hin zu beeindruckenden Ausblicken: Dieses Ausflugsmagazin vereint 10 schöne Wanderungen für Anfänger in Bayern und Baden-Württemberg.
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Partnachklamm bei Garmisch-Partenkirchen: Schlucht, Wasser und Bergpanorama

Die Partnachklamm liegt nahe dem Skistadion und ist zu Fuß erreichbar. Im Sommer bieten die zischenden Wassermassen eine willkommene Abkühlung. Die Schlucht ist ein kurzer Naturausflug nahe dem Skistadion und zugleich Ausgangspunkt für weitere Wanderungen. Der Besuch der Klamm ist kostenpflichtig. Sie ist in der Regel ganzjährig geöffnet; bei Unwettern oder aus Sicherheitsgründen kann es zu Änderungen kommen.
Garmisch-Partenkirchen ist rund eine Stunde von München entfernt. Vor Ort lassen sich Klamm, Ortszentrum und Bergbahnen verbinden. Die Alpen zeigen sich über dem Ort, zudem finden sich hier Einkaufsmöglichkeiten, Gaststätten und kleinere, besondere Läden.
Auch der Eibsee liegt in der Nähe. Das Wasser schimmert grünlich und klar; im Sommer ist der See besonders stark besucht. Wer mit dem Auto kommt, sollte die Parkplatzsituation prüfen und möglichst früh anreisen.
12 Ausflugstipps für den Sommer in Bayern

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Das umfangreiche Magazin „Sommer in Bayern“ umfasst insgesamt zwölf Tipps für Ausflüge im Freistaat. Hier finden Sie noch detailliertere Hinweise und weitere Anregungen für einen Tag im bayerischen Sommer.