5 Dinge, die Eltern während der Wackelzahnpubertät nicht tun sollten
wa.deLebenWackelzahnpubertät: 5 Dinge, die Eltern jetzt besser lassen solltenStand: 24.08.2026, 14:00 UhrKommentareUns auf Google folgenWackelzähne und Gefühlschaos: So meistern Eltern die Wackelzahnpubertät © ...
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Wackelzahnpubertät: 5 Dinge, die Eltern jetzt besser lassen sollten
Stand: 24.08.2026, 14:00 Uhr

Ihr Kind ist plötzlich ständig wütend, besonders empfindlich oder will alles selbst bestimmen? Willkommen in der Wackelzahnpubertät. Diese 5 Dinge sollten Eltern jetzt lieber vermeiden.
Plötzlich ist Kindern alles ein bisschen zu viel: Das Zähneputzen wird zum Diskussionsthema, eine kleine Bitte löst einen Wutausbruch aus und kurze Zeit später sucht das weinende Kind Trost in Ihren Armen. Klingt das vertraut? Dann befindet sich Ihr Kind vermutlich gerade in der Wackelzahnpubertät. Die Phase rund um den Zahnwechsel beginnt meist zwischen dem fünften und siebten Lebensjahr und bringt nicht nur wackelnde Milchzähne mit sich. Kinder werden selbstständiger, wollen mehr bestimmen und erleben ihre Gefühle oft besonders intensiv. Was in dieser turbulenten Phase hilft und welche gut gemeinten Reaktionen eher nach hinten losgehen können, erfahren Sie hier.
Wackelzahnpubertät bei Kindern

Die Wackelzahnpubertät kann für Kinder und Eltern herausfordernd sein. Dieser Ratgeber hilft, das Verhalten des Kindes besser zu verstehen und die Beziehung zu stärken.
1. Nehmen Sie nicht jedes Verhalten des Kindes persönlich
Eben war noch alles in Ordnung und plötzlich schallt Eltern aus dem Kinderzimmer ein Satz wie „Ich mag dich nicht mehr!“ entgegen. Das kann ebenso überraschend wie verletzend sein. Doch woher kommt diese heftige Reaktion? Kinder in der Wackelzahnpubertät erleben ihre Gefühle besonders intensiv und können sie noch nicht richtig einordnen oder in Worte fassen. Gleichzeitig möchten sie selbstständiger werden und mehr bestimmen, brauchen aber weiterhin Nähe und Sicherheit. Dieser innere Spagat kann sich in Wut, Rückzug oder harten Worten entladen. Meist steckt dahinter aber keine echte Ablehnung. Wer das im Hinterkopf behält, kann solche Momente gelassener begleiten.
2. Reden Sie Gefühle nicht klein
Ein verschüttetes Glas Saft oder ein zerbrochenes Lieblingsspielzeug – für Erwachsene sind solche Momente schnell abgehakt, für Kinder können sie sich riesig anfühlen. Gerade in der Wackelzahnpubertät sind Wut, Enttäuschung und Traurigkeit besonders intensiv. Sätze wie „Das ist doch kein Grund zum Weinen“ helfen dann meist wenig. Sie vermitteln dem Kind eher, dass seine Gefühle nicht wichtig sind. Statt die Gefühle des Kindes kleinzureden, sollten Sie versuchen, diese ernst zu nehmen und in Worte zu fassen. Ein ruhiges „Das ärgert dich gerade richtig“ zeigt, dass Mama oder Papa verstehen, was im Kind vorgeht. Verständnis schafft Nähe und kann das Kind meist deutlich besser beruhigen als Sätze, die Gefühle herunterspielen.
3. Drohen Sie nicht ständig mit Konsequenzen
Das Frühstück ist noch nicht beendet, die Zeit drängt und das Kind denkt gar nicht daran, sich anzuziehen. In solchen Momenten ist die Versuchung groß, mit Fernsehverboten oder anderen Konsequenzen nachzuhelfen. Doch wer ständig mit Strafen droht, verschärft den Konflikt oft zusätzlich. Das Kind beschäftigt sich dann vor allem mit der drohenden Konsequenz und weniger mit dem eigentlichen Problem. Hinzu kommt, dass nur Konsequenzen angekündigt werden sollten, die sich im Alltag auch wirklich umsetzen lassen. Leere Drohungen verlieren schnell ihre Wirkung und können die Glaubwürdigkeit der Eltern untergraben. Häufig helfen Geduld, ein bisschen Humor oder ein Moment Nähe mehr. Klare Grenzen dürfen trotzdem sein. Sie wirken am besten, wenn sie ruhig, nachvollziehbar und verlässlich bleiben.
Wertvolle Tipps rund um die Wackelzahnpubertät, die Eltern helfen, auch in schwierigen Situationen gelassen zu bleiben, finden Sie in unserem Ratgeber „Wackelzahnpubertät bei Kindern“. HIER kostenlos herunterladen.
4. Vermeiden Sie, jede Kleinigkeit auszuhandeln
Gerade wenn der Tag lang und voller Herausforderungen ist, kann es anstrengend sein, über jede Kleinigkeit zu verhandeln. Doch Kinder brauchen nicht bei allem die Möglichkeit, mitzuentscheiden. Zu viele offene Fragen können sie überfordern und machen aus kleinen Alltagssituationen schnell endlose Verhandlungen. Sinnvoll ist es deshalb, Kindern dort Wahlmöglichkeiten anzubieten, wo sie wirklich passen. Etwa beim Outfit oder bei der Reihenfolge der Aufgaben. Das stärkt ihre Selbstwirksamkeit und Eigenständigkeit und vermittelt ihnen gleichzeitig das Gefühl, etwas selbst bestimmen zu können. Gleichzeitig dürfen Eltern bei wichtigen Regeln klar bleiben. Verlässliche Grenzen geben Orientierung und Sicherheit, gerade in einer Phase, in der sich für Kinder ohnehin vieles verändert.
5. Lassen Sie sich nicht auf Machtkämpfe ein
In der Wackelzahnpubertät möchten Kinder zunehmend selbst bestimmen und ihren eigenen Willen durchsetzen. Das kann schnell zu Konflikten führen, besonders wenn Eltern auf Widerstand mit noch mehr Druck reagieren. Lautstarke Drohungen oder ständige Diskussionen verschärfen die Situation meist zusätzlich. Gleichzeitig brauchen Kinder in dieser Phase klare Orientierung. Grenzen sollten deshalb ruhig, verständlich und verlässlich gesetzt werden. Nicht jede Regel muss erklärt oder immer wieder neu ausgehandelt werden. Eltern dürfen bei ihrer Haltung bleiben, ohne dabei hart oder unnachgiebig zu werden. Entscheidend ist, dass das Kind spürt, dass die Grenze bestehen bleibt und die Beziehung trotzdem sicher ist. So entsteht weniger Raum für Machtkämpfe und mehr Sicherheit im Alltag.
Gelassen durch die Wackelzahnpubertät
Die Wackelzahnpubertät kann Eltern einiges abverlangen. Doch hinter dem wechselhaften Verhalten steckt vor allem ein Kind, das gerade einen großen Entwicklungsschritt macht. Zwischen Wackelzahn, großen Gefühlen und wachsender Selbstständigkeit muss sich vieles erst neu sortieren. Kinder brauchen in dieser Phase vor allem Sicherheit, klare Grenzen und das Gefühl, gesehen zu werden. Und auch wenn manche Tage anstrengend sind, hilft es vielleicht, sich daran zu erinnern, dass auch diese Entwicklungsphase nicht für immer bleibt.