Venedig: Venedig nimmt fünf Millionen Euro Eintrittsgeld ein
Wer Venedig betreten will, muss dafür bezahlen. 2025 sind die Besucherzahlen dennoch gestiegen, die Einnahmen der Stadt fielen zuletzt deutlich höher als bisher aus. Quelle:...
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Wer Venedig betreten will, muss dafür bezahlen. 2025 sind die Besucherzahlen dennoch gestiegen, die Einnahmen der Stadt fielen zuletzt deutlich höher als bisher aus.
Quelle: DIE ZEIT, dpa,
jj
- Juli 2026, 6:14 Uhr
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50 KommentareVenedig hat in diesem Jahr mehr als fünf Millionen Euro an Eintrittsgeldern eingenommen, deutlich mehr als in den vergangenen Jahren. Die Lagunenstadt im Norden Italiens berichtete nach dem Ende der Bezahlsaison an diesem Wochenende von mehr als 650.000 zahlenden Tagesbesuchern. Offiziell handelt es sich bei der Eintrittsgebühr um eine Testphase, aber es wird davon ausgegangen, dass die Regelung in der schwer unter Massentourismus leidenden Stadt von Dauer sein wird.
Seit April mussten Tagesbesucher an insgesamt 60 Terminen Eintritt zahlen, unabhängig davon, wie lange sie sich in der Stadt aufhielten. In der Regel betrug die Gebühr zehn Euro. Wer seinen Aufenthalt mindestens drei Tage zuvor buchte, zahlte nur fünf Euro. Touristinnen, die länger bleiben, müssen keinen Eintritt zahlen, allerdings wird dann eine Übernachtungsabgabe fällig. 2024 hatten sich nach Angaben der Stadt rund 485.000 Besuchende registriert, was Venedig über 2,4 Millionen Euro an Einnahmen brachte.
Bürgermeister denkt über 50 Euro nach
Für den Rest dieses Jahres können Tagesgäste nun ohne Bezahlung in die Stadt. Im nächsten Jahr wird erneut ab dem Osterwochenende eine Gebühr fällig. Venedigs neuer Bürgermeister Simone Venturini hat bereits angedeutet, dass es dann deutlich teurer werden könnte. Der Mitte-Rechts-Politiker schlug im Juni vor, an bestimmten Terminen zwischen 30 und 50 Euro zu verlangen. Allerdings entscheidet darüber nicht allein die Stadt. Während die Gebühr per Grundverordnung eingeführt wurde, legt ein nationales Gesetz die Obergrenze fest.
Venedig hatte 2014 als erste Stadt weltweit damit begonnen, von Besucherinnen und Besuchern Eintritt zu nehmen. Kritiker wenden ein, dass dies kaum jemanden davon abhält, sich den Markusplatz, die Rialtobrücke und die zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Stadt anzuschauen. Die Besucherzahlen gingen jedenfalls nicht zurück. Gegen einen noch höheren Eintritt gibt es auch verfassungsrechtliche Bedenken. Aus Sicht von Experten könnte eine Gebühr von 50 Euro als Einschränkung der Bewegungsfreiheit interpretiert werden.
Venedig gehört in Europa zu den Städten, die viel Geld mit dem Tourismus einnehmen, aber auch schwer darunter leiden. Inzwischen gibt es dort deutlich mehr Hotelbetten als Einwohner. In der Altstadt leben heute weniger als 50.000 Menschen, jedes Jahr besuchen Millionen Touristen aus aller Welt die Stadt.