Iran News aktuell: Trump nennt Datum für das Ende des Kriegs

Die USA wollen Irans Einnahmequellen trockenlegen, um die Führung in Teheran zum Einlenken zu bewegen. Finanzminister Bessent spricht Drohungen aus, aber vieles bleibt unklar. Aus dem Iran kommt Häme.

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Iran News aktuell: Trump nennt Datum für das Ende des Kriegs

Wichtige Updates

US-Militär bestätigt: Fünf iranische Öltanker "zerstört"

Iran will wohl nahe Straße von Hormus „Sperrzone“ einrichten

US-Militär: Angegriffener iranischer Öltanker versenkt

Trump spielt Iran-Krieg herunter: "Für uns eine Kleinigkeit"

Dennis Wippich

Kreise: Huthi nehmen wichtige Hafenstadt Mokka im Jemen ein

Die Huthi-Miliz hat nach Angaben aus jemenitischen Militärkreisen und Augenzeugenberichten die strategisch wichtige Hafenstadt Mokka an der Westküste des Jemens eingenommen. Die vom Iran unterstützte Miliz kontrolliert damit einen wichtigen Zugang zur Meerenge Bab al-Mandab am südlichen Ende des Roten Meeres. Die Huthi äußerten sich zunächst nicht.

Die mit der Regierung verbündeten Kräfte hätten ihre Waffen und Ausrüstung aus Mokka in ein Gebiet südlich der Stadt verlegt, sagten Militärkreise der dpa. Dies sei Teil einer Neuordnung der Truppenstationierung in dem Gebiet nahe der Meerenge Bab al-Mandab.

Huthi-nahe Medien und Nutzer sozialer Netzwerke verbreiteten Videos, die Patrouillen der Miliz innerhalb von Mokka zeigen sollen. Die Aufnahmen konnten zunächst nicht unabhängig verifiziert werden.

Mokka liegt unmittelbar nördlich der Straße von Bab al-Mandab. Sie ist neben der Straße von Hormus eine der weltweit wichtigsten Schifffahrtsrouten, unter anderem für Rohöl und Flüssiggas. Eine Kontrolle der Stadt ermöglicht es den Huthi, den Schiffsverkehr im Roten Meer noch gezielter anzugreifen oder zu behindern als ohnehin schon. Die Huthi haben in der Vergangenheit bereits mehrfach Schiffe im Roten Meer angegriffen und im Zuge der jüngsten Eskalation auch eine Blockade gegen saudische Schiffe ausgesprochen.

Dennis Wippich

Hormus-Blockade treibt weltweiten Kohleverbrauch an

Die Blockade der Straße von Hormus im Zuge des Iran-Kriegs treibt die weltweite Kohle-Nachfrage in die Höhe. Durch die Blockade komme es zu einem massiven Rückgang der Flüssiggas-Lieferungen, was die Preise stark steigen lasse, teilte die Internationale Energieagentur (IEA) in Paris mit. Das habe Länder mit gasbefeuerten Kraftwerken und freien Kohlekraftwerkskapazitäten dazu veranlasst, verstärkt Strom aus Kohle zu erzeugen. Dadurch falle der Kohleverbrauch in Europa, Japan, Korea, China und anderen Märkten höher aus als zuvor erwartet.

Infolgedessen werde nun prognostiziert, dass die weltweite Kohle-Nachfrage – die im Vergleich zum Vorjahr eigentlich leicht zurückgehen sollte – 2026 um 1,2 Prozent steigen wird, wodurch der weltweite Verbrauch auf einen Rekordwert von 8,94 Milliarden Tonnen steigen wird. Ob sich dieser Trend auch 2027 fortsetzt, hänge davon ab, ob die Meerenge weiter blockiert bleibe. Die Kohlepreise hätten angesichts dieser Entwicklung auf jeden Fall angezogen. 

Dennis Wippich

Huthi rücken auf strategisch wichtige Stadt im Jemen zu

Im Jemen nehmen die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und der Huthi-Miliz um strategisch wichtige Gebiete am Roten Meer zu. Die Huthi-Miliz rückt dabei nach Angaben von Augenzeugen und Militärkreisen weiter in Richtung der Hafenstadt Mokka an der Westküste vor. Regierungstruppen und ihre Verbündeten haben sich nach Angaben aus Kreisen des Militärs aus dem Gebiet bei Hais nördlich von Mokka zurückgezogen. 

Im Jemen kämpfen die vom Iran unterstützten Huthi gegen die Regierung, die von Saudi-Arabien unterstützt wird. Seit 2022 herrschte eine inoffizielle Waffenruhe. Im Zuge des Iran-Kriegs ist aber auch der Konflikt im Jemen erneut aufgeflammt. 

Tarik Saleh, Anführer der Nationalen Widerstandskräfte, rief alle regierungstreuen Kräfte dazu auf, sich „neu zu formieren“. Es seien Anweisungen ergangen, in Abstimmung mit der von Saudi-Arabien angeführten Koalition zur Unterstützung der Regierung ein „alternatives Kommandozentrum an einem sicheren Ort zur Neuformierung der Truppen“ einzurichten. 

Oskar Schulz

Jordanien: Fast zwei Dutzend iranische Raketen abgefangen

Jordanien hat eigenen Angaben zufolge 20 ballistische Raketen aus dem Iran erfolgreich abgefangen. 18 seien zerstört worden, zwei weitere in entlegene Gebiete gestürzt, teilte die staatliche jordanische Nachrichtenagentur Petra in der Nacht mit. Es habe keine Verletzten gegeben. Zu den Zielen der Angriffe gab es keine Angaben. Die iranischen Revolutionsgarden hatten zuvor laut der Nachrichtenagentur Fars von «s

Oskar Schulz

Iran kündigt Attacken auf Öltanker vor Kuwait und Bahrain an - Angriff auch auf Jordanien

Der Iran hat nach US-Angriffen auf seine Schiffe Vergeltungsangriffe auf Öltanker vor Kuwait und Bahrain angekündigt. „Wir warnen alle Öltanker in den Häfen von Kuwait und Bahrain, die diese Terroristen beherbergen und an ihren bösen Taten mitschuldig sind“, erklärten die Islamischen Revolutionsgarden am frühen Mittwochmorgen in einer von der iranischen Nachrichtenagentur Irna veröffentlichten Mitteilung. 

Die Besatzungen riefen sie zum Verlassen der Schiffe auf. Die Schiffe würden angegriffen, egal ob sie „vor Anker oder am Hafen liegen“, erklärten die Revolutionsgarden demnach. 

Zudem attackierte Teheran nach eigenen Angaben einen US-Stützpunkt in Jordanien. Irna berichtete, die Revolutionsgarden hätten als „Strafe“ für US-Angriffe auf iranische Öltanker den vom US-Militär in Jordanien genutzten Luftwaffenstützpunkt al-Asrak „mit massiven Raketenangriffen getroffen“.

Oskar Schulz

US-Militär bestätigt: Fünf iranische Öltanker "zerstört"

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben fünf iranische Rohöltanker angegriffen und "zerstört". Die Besatzungsmitglieder seien zuvor aufgefordert worden, die Schiffe zu verlassen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Die Öltanker könnten nicht mehr genutzt werden. Ein dazu veröffentlichter Videoclip des US-Militärs schien Raketenangriffe im Bereich der Maschinenräume der Tanker zu zeigen.

Der Vergeltungsschlag sei erfolgt, nachdem die Iranischen Revolutionsgarden in den vergangenen zwei Tagen zwei Mal ein Kriegsschiff der US-Marine mit ballistischen Raketen angegriffen hätten, teilte Centcom weiter mit. Das Kriegsschiff habe den Angriffen ausweichen können, US-Amerikaner seien nicht verletzt worden, hieß es. Bereits zuvor hatten US-Medien über die neuen Angriffe auf Öltanker berichtet. 

Bei den Attacken habe das US-Militär die Tanker "M/T Kaviz", "M/T Charminar", "M/T Horizon 1" und "M/T Riesco» im Golf von Oman zerstört. Nahe der Insel Charg sei zudem das Schiff "M/T Derya" angegriffen worden, hieß es weiter. Centcom begründete die Angriffe damit, dass die Tanker "Teil eines milliardenschweren Schattennetzwerks" gewesen seien, durch das sich die Iranischen Revolutionsgarden finanzierten.

Oskar Schulz

Iranische Medien: Explosionen auf Insel Charg und in Hafenstadt Dschask

Auf der iranischen Insel Charg im Persischen Golf und in der Hafenstadt Dschask waren iranischen Nachrichtenagenturen zufolge am Dienstagabend Explosionen zu hören. „Das Geräusch mehrerer Explosionen wurde vor einigen Minuten in mehreren Gebieten der Insel Charg gehört“, berichtete die Agentur Mehr. In Berichten von Fars hieß es, es habe Explosionen in „zwei Phasen in kurzem Abstand voneinander“ in der Hafenstadt Dschask nahe der Straße von Hormus gegeben.

Die Agentur Tasnim berichtete, ein Tankschiff sei von einer US-Rakete getroffen worden. „Ein kleiner iranischer Tanker wurde von einem Raketenangriff der amerikanischen terroristischen Armee ins Visier genommen. Der Tanker wurde von einem Geschoss der amerikanischen Streitkräfte im Bereich der Ankerplätze vor der Insel Charg getroffen.“ Es habe dabei keine Opfer gegeben.

Oskar Schulz

Iran will wohl nahe Straße von Hormus „Sperrzone“ einrichten

Der Iran will Medienberichten zufolge nahe der strategisch wichtigen Straße von Hormus eine „Sperrzone“ einrichten. In den kommenden Tagen werde „eine Sperrzone außerhalb der Straße von Hormus verkündet“, sagte der Chef des Obersten Nationalen Sicherheitsrats, Mohsen Resaei, am Sonntag im iranischem Staatsfernsehen. „Diese Zone beginnt an der Blockadelinie der US-Marine und umfasst Gebiete des Persischen Golfs“, führte er aus. „Jedes Schiff, das in diese neue Zone einfährt, wird auf eine Sanktionsliste gesetzt.“

Der Iran hat aufgrund der US-Seeblockade mit Schwierigkeiten beim Ölimport zu kämpfen. Am Sonntag kündigte Teheran eine Erhöhung der Kraftstoffpreise für Großverbraucher an. Betroffen ist Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani zufolge die dritte Stufe des Kontingentsystems, das diese Preise regelt.

Mohadscherani erklärte laut staatlichen Medien, dass sich der Preis in dieser dritten Stufe „ab dem 8. September auf 10.000 Toman (umgerechnet 3,9 Cent) verdoppeln“ werde. Die Preise für die ersten beiden Stufen bleibt demnach jeweils unverändert. Der Toman ist eine informelle Währungseinheit. Ein Toman entspricht zehn iranischen Rial.

Paulina Cwiartka

Paulina Cwiartka

Ghalibaf spricht über neue „Spielregeln“ im Konflikt mit USA 

Im Konflikt mit den USA haben sich aus Sicht des iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf die „Spielregeln“ geändert. Ghalibaf sagte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna, künftig werde jeder Angriff auf die Interessen und Sicherheit des Irans mit einer schnelleren, härteren und schmerzhafteren Reaktion beantwortet.

Die USA sollten aus Sicht von Ghalibaf verstanden haben, dass die Ära der proportionalen Reaktionen vorbei sei. Die jüngsten Angriffe auf US-Stützpunkte seien nur ein Anfang. Die „Spielregeln“ hätten sich geändert.

Ghalibaf verwies zugleich auf die angespannte wirtschaftliche Lage im Iran. Wechselkursschwankungen, Inflation und Arbeitslosigkeit setzten die Lebensgrundlagen der Menschen stark unter Druck, sagte er nach Angaben von Irna.

Tobias Köberlein

US-Militär: Angegriffener iranischer Öltanker versenkt

Ein von den USA angegriffener iranischer Öltanker ist nach Angaben des US-Militärs im Golf von Oman gesunken. Das Versenken der «M/T Kylo» sei der "Präzision und der Professionalität" der US-Soldaten zu verdanken, erklärte das zuständige US-Regionalkommando Centcom in der Nacht auf der Plattform X. Der Tanker war demnach nicht mit Öl beladen. Ein vom US-Militär veröffentlichter Videoclip schien das getroffene Schiff zunächst mit Schlagseite zu zeigen, dann ging es unter. 

Das US-Militär hatte bereits am Samstag mitgeteilt, drei iranische Öltanker angegriffen zu haben. Das Schiff "M/T Kylo" sei dabei an "mehreren entscheidenden Stellen" getroffen worden, um es unbrauchbar zu machen. Die Besatzung sei zuvor angewiesen worden, den Tanker zu verlassen, hieß es. Die Angaben des Militärs ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. 

Tobias Köberlein

Iran meldet Angriff auf US-Marine-Drohne in Straße von Hormus

Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben eine Marine-Drohne der US-Streitkräfte bei der Einfahrt in die Straße von Hormus angegriffen. Die US-Drohne habe versucht, „in den geschützten Bereich der Straße von Hormus einzudringen“, erklärten die Garden in einer am Sonntag vom staatlichen iranischen Fernsehsender Irib verbreiteten Stellungnahme. Zuvor hatte es von beiden Seiten Angaben zu Angriffen auf mehrere Öltanker in der für den internationalen Handel wichtigen Meerenge gegeben. 

Tobias Köberlein

Israel greift Hisbollah-Ziele in Südlibanon an

Israel hat am Sonntag Ziele im Süden des Libanon angegriffen, nachdem die Armee Drohnen-Angriffe der Hisbollah auf ihre Soldaten gemeldet hatte. „Terroristen“ der vom Iran unterstützten Schiitenmiliz hätten zwei Drohnen auf im Südlibanon stationierte israelische Soldaten abgefeuert, hieß es in einer Mitteilung des israelischen Militärs. Dies sei ein „eklatanter Verstoß“, weshalb mit Gegenangriffen reagiert werde.

In einer weiteren Mitteilung forderte die Armee die Bewohner von Arab Salim auf, sie sollten ihre Stadt wegen unmittelbar bevorstehender Angriffe verlassen. „Sie befinden sich in der Nähe einer Einrichtung der Terrororganisation Hisbollah“, hieß es in der auf Arabisch verfassten Mitteilung im Onlinedienst Telegram.

Der Libanon war im März in den Iran-Krieg hineingezogen worden, als die Hisbollah-Miliz Israel vom Libanon aus angriff. Israel reagierte mit Luftangriffen und einer Bodenoffensive. Libanesischen Angaben zufolge wurden seither mehr als 4300 Menschen. Die israelische Armee hat einen von der Grenze zehn Kilometer ins Land reichenden Abschnitt im Südlibanon zur „Sicherheitszone“ erklärt, in der sie Soldaten stationiert hat.

Tobias Köberlein

Trump spielt Iran-Krieg herunter: "Für uns eine Kleinigkeit"

Vor dem Hintergrund fehlender Erfolge im Konflikt mit dem Iran versucht US-Präsident Donald Trump den Krieg gegen die Islamische Republik kleinzureden. "Ich nenne es einen militärischen Konflikt, weil es für uns eine Kleinigkeit ist. Es ist keine große Sache", sagte er bei einer Pressekonferenz im Oval Office, bevor er sich mit seinen vermeintlichen Erfolgen rühmte.

Auf die Nachfrage einer Journalistin, ob 18 tote Angehörige des US-Militärs "kleine Fische" seien, ging Trump zunächst nicht ein. Stattdessen rühmte er sich damit, dass die USA "mit großem Abstand" führend im Weltall seien. Später ruderte er etwas zurück: "Wir haben 18 Menschen verloren, 18 großartige Menschen (... )und einer ist schon einer zu viel."

Tobias Köberlein

US-Regierung genehmigt milliardenschweren Waffenverkauf an Saudi-Arabien

Die US-Regierung hat grünes Licht für einen milliardenschweren Waffenverkauf an Saudi-Arabien gegeben. Wie das US-Außenministerium am Freitag mitteilte, umfasst das Rüstungspaket im Gesamtwert von fünf Milliarden Dollar (4,3 Milliarden Euro) Bomben, Lenkungssystemen und weitere Ausrüstung. 

Die geplante Lieferung, die noch vom US-Kongress bestätigt werden muss, werde „die Luftabwehrfähigkeiten Saudi-Arabiens verbessern, um aktuellen und zukünftigen regionalen Bedrohungen entgegenzuwirken“. Das Rüstungsgeschäft werde zudem die außenpolitischen Ziele und die nationalen Sicherheitsziele der USA unterstützen, „indem es die Sicherheit eines wichtigen Nicht-Nato-Verbündeten verbessert“.

Saudi-Arabien ist seit Beginn des Iran-Kriegs Ziel iranischer Drohnen- und Raketenangriffe. Zudem wird das Land vom Jemen aus regelmäßig von der von Teheran unterstützten Huthi-Miliz attackiert. 

Tobias Köberlein

Explosionen nahe iranischer Ölinsel Kharg gemeldet

Iranische Medien berichten von Explosionen in der Nähe der strategisch wichtigen Insel Kharg im Persischen Golf. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars, die den Revolutionsgarden nahesteht, gab es weder Zeichen von Rauch noch Feuer. Offizielle Angaben zur Ursache und zu möglichen Schäden lagen zunächst nicht vor. 

Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Isna soll ein kleines Schiff getroffen worden sein. Dem Bericht zufolge gab es keine Opfer. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.

Kharg ist der wichtigste Umschlagplatz für iranische Rohölexporte. Berichten zufolge werden hier mehr als 90 Prozent der iranischen Exporte abgewickelt.

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