USA griffen erneut militärische Ziele im Iran an, Schiffsverkehr in Hormus auf Tiefstand
Krieg in Nahost USA griffen erneut militärische Ziele im Iran an, Schiffsverkehr in Hormus auf Tiefstand Die USA nahmen Kommandozentralen, Drohnenlager und Küstenüberwachungsanlagen ins Visier. Außerde...
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Krieg in Nahost
USA griffen erneut militärische Ziele im Iran an, Schiffsverkehr in Hormus auf Tiefstand
Die USA nahmen Kommandozentralen, Drohnenlager und Küstenüberwachungsanlagen ins Visier. Außerdem will er den Iran für Schäden an Schiffen und Frachtgut zur Rechenschaft ziehen
Teheran – Das US-Militär hat wieder militärische Ziele im Iran angegriffen - die 13. Nacht in Folge. Die jüngste Angriffswelle begann um 2.15 Ortszeit im Iran, wie das für die Region zuständige US-Kommando Centcom über die Plattform X mitteilte, und endete nach rund zwei Stunden wieder. Die US-Streitkräfte nahmen unter anderem Kommandozentralen, Drohnenlager und Küstenüberwachungsanlagen ins Visier. Örtliche Medien meldeten mehrere Explosionen.
Es wurden unter anderem Gebiete nahe den Städten Ahwaz, Andimeschk und Omidiyeh Ziele von US-Attacken. Auch aus dem Bereich der Insel Gheschm in der Straße von Hormuz sowie bei der Großstadt Bandar Abbas gebe es Berichte über Explosionen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf amtliche Angaben.
Tankverkehr auf Tiefstand
Der Tankerverkehr durch die strategisch wichtige Straße von Hormus ist indes am Donnerstag fast zum Erliegen gekommen. Dies geht aus Daten des Analysehauses Kpler hervor. Demnach hat lediglich ein einziger Tanker die Meerenge passiert, der niedrigste Stand seit dem 7. Mai. Bei dem Schiff habe es sich um einen nach China fahrenden, mit Rohöl beladenen Supertanker gehandelt. In die entgegengesetzte Richtung sei kein Schiff in die Meerenge eingefahren.
Inmitten des Streits um die Straße von Hormus will US-Präsident Donald Trump den Iran für Schäden an Schiffen und Frachtgut zur Rechenschaft ziehen. Jegliche Schäden dieser Art würden ab sofort mit iranischem Geld beglichen, das von den USA kontrolliert werde, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Damit bezog er sich offensichtlich auf eingefrorene iranische Vermögenswerte, allerdings blieb unklar, wie genau Trump das Vorgehen rechtlich begründen will. Der iranische Außenminister Abbas Araqchi warnte auf der Plattform X vor einem "brandgefährlichen Präzedenzfall".
Araqchi warnte auch andere Länder. Wer solche Gelder feiere oder davon profitiere, solle bedenken: "Sobald Regierungen die Beschlagnahmung zur Normalität machen, sind die Vermögenswerte von niemandem mehr sicher. Das daraus resultierende Chaos wird weder schön noch friedlich sein", schrieb er.
Ölpreis gestiegen
Der US-Präsident sprach von einer "fairen und gerechten Vorgehensweise", selbst wenn die Entschädigungen erheblich sein könnten. Der Iran-Krieg war Anfang des Monats erneut eskaliert, nachdem Irans Streitkräfte Handelsschiffe in der Straße von Hormus beschossen hatten. Trump nannte die für den globalen Ölhandel wichtige Meerenge in seinem Post nun nicht explizit. Seit Tagen greift das US-Militär aber immer wieder Ziele im Iran an, mit der erklärten Absicht, den Iran an weiteren Attacken auf Handelsschiffe und Seeleute zu hindern.
Die erneuten US-Raketenangriffe auf den Iran treiben den Ölpreis auf den höchsten Stand seit Mai. Ein Fass der Nordseesorte Brent verteuerte sich um mehr als sechs Prozent auf über 100 Dollar. Nach Angaben iranischer Staatsmedien haben US-Raketen die Insel Keschm an der Straße von Hormus getroffen. (APA, 24.7.2026)
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