Unwetter und Starkregen ziehen über Deutschland – in manchen Regionen kommt es knüppeldick
tzWeltStand: 16.07.2026, 13:34 UhrKommentareUns auf Google folgenSchwüle Luft, kaum Wind, vollgepumpte Gewitterzellen: Es drohen Unwetter mit Hagel, Sturmböen und extremem Starkregen. Eine Wetter-Kolumne von Do...
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Stand: 16.07.2026, 13:34 Uhr
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Schwüle Luft, kaum Wind, vollgepumpte Gewitterzellen: Es drohen Unwetter mit Hagel, Sturmböen und extremem Starkregen. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Kassel – Die Luftdruckgegensätze über Deutschland sind derzeit fast bei null – und das ist keine gute Nachricht. Denn ohne Höhenströmung fehlt den Gewittern der Schubs. Sie stehen weitestgehend da, wo sie entstehen, und regnen sich über ein und derselben Stelle aus. Die Luftmasse ist schwül-warm und bis obenhin mit Feuchte vollgepumpt. Erst zum Wochenende wird dieses Gebräu südostwärts abgeschoben. Bis dahin gilt: Was da herunterkommt, kommt konzentriert runter.

Zwei Brennpunkte – und der Süden bekommt es knüppeldick
Schon am Donnerstagnachmittag (16. Juli) geht es im Norden und Nordosten los. Dort sind 25 Liter pro Quadratmeter in kürzester Zeit drin, örtlich eng begrenzt auch 30 Liter – Unwetterniveau. Dazu stürmische Böen und Hagel um zwei Zentimeter.
Richtig zur Sache geht es aber ab dem späten Nachmittag im Süden: Vom südlichen Rheinland-Pfalz bis in den Schwarzwald zünden die ersten Zellen, am Abend greift das Ganze auf ganz Baden-Württemberg und Bayern über. Neben 15 bis 25, örtlich 40 Litern drohen dort Hagelkörner um drei Zentimeter, im Südwesten sind sogar fünf Zentimeter nicht ausgeschlossen. Und der Wind? Sturm- bis schwere Sturmböen zwischen 75 und 100 km/h, örtlich einzelne Orkanböen um 120 km/h.
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Freitag wird zum Tag der Wasserbomben
Am Freitag (17. Juli) verteilt sich das Ganze über weite Landesteile. Dann steht der Starkregen im Vordergrund: 25 bis 40 Liter in kurzer Zeit sind Unwetter, örtlich sind extreme Unwetter mit rund 50 Litern möglich. Und weil sich die Gewitter an manchen Orten mehrfach hintereinander entladen, können die Summen deutlich höher ausfallen. Im absoluten Extremfall – höchste Warnstufe – reden wir von bis zu 100 Litern in nur wenigen Stunden. Das packt keine Kanalisation. Volllaufende Keller, überflutete Unterführungen, reißende Bäche aus dem Nichts: Wer draußen ist, sollte wissen, wo der nächste feste Unterstand steht.