TTC Lüdersdorf meldet Stammspieler für Reserve – aus einem Grund
Bastian Schade steht an Platz fünf und ist für die zweite Mannschaft gemeldet. Der Trick ermöglicht es dem TTC Lüdersdorf, auch nach dem Studiumsbeginn von Stammspieler Simon Hans zu viert antreten zu können.
- 3 min read
Stand: 30.08.2026, 13:00 Uhr
Kommentare

Bastian Schade steht an Platz fünf und ist für die zweite Mannschaft gemeldet. Der Trick ermöglicht es dem TTC Lüdersdorf, auch nach dem Studiumsbeginn von Stammspieler Simon Hans zu viert antreten zu können.
Für den TTC Lüdersdorf heißt es in der Saison 2026/27: zurück zu den Wurzeln. In der Tischtennis-Verbandsliga tritt der Vorjahresvierte mit einer ähnlichen Teamkonstellation wie in früheren Zeiten an. Vor dem ersten Spieltag, an dem der TTC am Sonntag um 15 Uhr gleich im Derby gegen den TTV Weiterode gefordert ist, werfen wir einen Blick auf den Lüdersdorfer Kader und seine Ziele.
Kapitän ist nur an Platz fünf gesetzt
Angeführt wird das Aufgebot von Bastian Schade – obwohl der 24-Jährige für die Reservemannschaft gemeldet und an Platz fünf gesetzt ist. „Das ist auf dem Papier etwas kurios, funktioniert aber gut“, sagt Bruder Nikolas Schade. Grund dafür ist der an Platz eins gesetzte 19-jährige Simon Hans, der während der Saison nur bis zum Beginn seines Studiums zur Verfügung steht.
Um auch danach zu viert an der Platte stehen zu können, wurde der Jüngere der Schade-Brüder dazugeholt. „Wenn wir ihn gleich in der ersten Mannschaft gemeldet hätten, hätte er in der zweiten nicht spielen dürfen“, erklärt Nikolas Schade (Platz 2). „So halten wir uns das bis zu Simons Studium offen.“
Team kennt sich schon lange
Marvin Schubert, der sich dem TTC Richelsdorf angeschlossen hat, hat in Lüdersdorf eine große Lücke hinterlassen. „Das zu kompensieren, wird nicht leicht“, sagt Schade. Aber: Mit ihm, Giuseppe Palermo (35 Jahre, Platz 3) und Tobias Mangold (38 Jahre, Platz 4) hat der Kern aus der Zeit, in der sich die Lüdersdorfer aus der Bezirksliga bis hoch in die Verbandsliga arbeiteten, wieder zusammengefunden.
„Tobi und Basti sind Allrounder, die spielen aus dem Bauch heraus und sind mit viel Gefühl ausgestattet“, beschreibt Schade seine Teamkollegen. „Durch sie wird auch wieder mehr Wert auf die dritte Halbzeit, also die gemeinsame Zeit nach dem Spiel, gelegt.“ Hans habe „die besten Schläge und viel Durchschlagskraft“, Palermo stelle an der Platte durch seine gute Beinarbeit Punkte sicher.
Ziele sind klar
Oberste Priorität hat beim TTC der Klassenerhalt. Wie gut die Chancen darauf stehen, kann Schade vor der Saison noch nicht sagen. „Von oben sind ein paar starke Teams runtergekommen, die sicher die vorderen Plätze unter sich ausmachen“, meint der 31-Jährige. „Dahinter ist es ausgeglichen, deshalb wird es ein harter Kampf.“ Einen gewissen Einfluss habe auch, wie viele Spiele Hans vor seinem Studiumsbeginn absolvieren kann.
Generell sieht Schade seine Mannschaft in der Verbandsliga gut aufgehoben. „Diejenigen, die vor einigen Jahren in der Bezirksliga eingestiegen sind, haben sich mittlerweile so weit entwickelt, dass sie auf Verbandsliga-Niveau spielen. Die Hessenliga wäre für uns ohne Einkäufe eine Nummer zu groß.“
Derbys wecken Vorfreude
Im Nachbarschaftsduell mit Weiterode, das den Lüdersdorfern zum Auftakt in der eigenen Halle winkt, wollen Schade und Co. „als Sieger vom Tisch gehen“. Für Nikolas Schade schwingt noch etwas anderes mit: „Früher war der Reiz der Begegnungen größer, weil wir zu Weiterode aufgeschaut haben und lange nicht auf Augenhöhe waren. Jetzt haben wir vertauschte Vorzeichen, weil sie von unten hochkommen. Dass immer noch fast dieselben Leute wie früher gegeneinander spielen, hält den Derbycharakter zusätzlich aufrecht.“