Studie zeigt: Suchtgefahr durch Social Media bei Gen Z hat sich verdoppelt

Die Hälfte der 18- bis 28-Jährigen zeigt einer Studie zufolge problematische Nutzungsmuster bei Social Media - mehr als doppelt so viele wie noch vor einem Jahr. Dabei gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

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Studie zeigt: Suchtgefahr durch Social Media bei Gen Z hat sich verdoppelt

Stand: 11.09.2026, 14:05 Uhr

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Studie zeigt: Suchtgefahr durch Social Media bei Gen Z hat sich verdoppelt - Jeder zweite 18- bis 28-Jährige zeigt laut Studie in Bezug auf soziale Medien ein problematisches Nutzungsverhalten.

Studie zeigt: Suchtgefahr durch Social Media bei Gen Z hat sich verdoppelt - Jeder zweite 18- bis 28-Jährige zeigt laut Studie in Bezug auf soziale Medien ein problematisches Nutzungsverhalten. © iStock/Xavier Lorenzo

Die Hälfte der 18- bis 28-Jährigen zeigt einer Studie zufolge problematische Nutzungsmuster bei Social Media - mehr als doppelt so viele wie noch vor einem Jahr. Dabei gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

TikTok, Instagram und Co - dass eine digitale Welt vor allem zum Leben junger Menschen dazugehört, ist kein Geheimnis. Doch laut einer Studie von YouGov und der Macromedia University of Applied Sciences zeigt jeder zweite zwischen 18 und 28 Jahren „problematische Social-Media-Nutzungsmuster“, wie „Öko-Test.de“ berichtet.

Demnach liegt der Anteil bei 51 Prozent und somit doppelt so hoch wie noch im letztem Jahr (25 Prozent). Vor allem junge Männer haben ein hohes Suchtrisiko. Bei allen anderen Generationen zeigt sich dagegen ein anderes Bild. Für die Studie hat YouGov im Mai 2025 und im Juni und Juli 2026 insgesamt 6.210 Personen online befragt.

Unterschiede zwischen den Generationen

Während sich bei der Gen Z der Anteil mit Suchtrisiko für soziale Medien gegenüber der letzten Befragung im Mai 2025 verdoppelte, blieb der Anteil bei allen anderen Generationen unverändert. Es stieg von 15 auf 16 Prozent. Bei den Millennials, also bei Menschen zwischen 29 und 44 Jahren, sank der Anteil sogar von 26 auf 22 Prozent.

Auch bei der Generation X (45 bis 60 Jahre) war die Zahl der Menschen mit erhöhtem Suchtrisiko für soziale Medien leicht rückläufig. Hier sank der Anteil von 12 auf 11 Prozent. Das geringste Suchtrisiko haben die Babyboomer (61 bis 79 Jahre), deren Anteil unverändert bei 4 Prozent bleibt.

Männer zeigen höheres Suchtrisiko als Frauen

Laut den Studienautorinnen und -Autoren fiel auf, dass die Vorstellung, dass vor allem Kinder und junge Frauen ein erhöhtes Suchtrisiko bei der Nutzung von sozialen Medien hätten, nicht den Studienergebnissen entsprächen. Denn vor allem Männer würden eine problematische Nutzung zeigen. So wiesen 58 Prozent der Männer der Gen Z Anzeichen pathologischer Nutzung auf. Bei Frauen dieser Altersgruppe sind es dagegen nur 40 Prozent. Auch in der Gesamtbevölkerung liegt der Anteil von Männern (19 Prozent) mit problematischer Nutzung höher, als bei Frauen (12 Prozent).

Laut „Öko-Test.de“ sagte Prof. Dr. René Arnold, Studienleiter und Professor für Management an der Macromedia University, dazu: „Wir sehen hier keine Diagnose für jeden zweiten jungen Mann und können aus zwei Querschnittsbefragungen noch keinen langfristigen Trend ableiten“. Jedoch fügte er auch an: „Aber wir sehen ein ungewöhnlich starkes und robustes Signal in genau dieser Gruppe. Die entscheidende Frage ist jetzt, was sich bei jungen Erwachsenen und insbesondere bei jungen Männern verändert hat.“ (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit teleschau.)