Vorsicht! Diese schöne Pflanze ist hochgiftig und kann für Kinder tödlich sein
StartseiteLebenSchön, aber hochgiftig: Die Herbstzeitlose ist für Kinder lebensgefährlichStand: 07.09.2026, 14:02 UhrKommentareUns auf Google folgenGiftig für Mensch und Tier: die Herbstzeitlose. © Panthermedia...
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Schön, aber hochgiftig: Die Herbstzeitlose ist für Kinder lebensgefährlich
Stand: 07.09.2026, 14:02 Uhr
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Die Herbstzeitlose sieht hübsch aus, ist aber eine der giftigsten Pflanzen Europas. Was Eltern jetzt unbedingt wissen und beachten sollten.
Sie ist zart violett oder rosafarben und erinnert an einen Krokus: die Herbstzeitlose (Colchicum autumnale). Während die meisten Blumen im Herbst verblühen, zeigt sich die Herbstzeitlose gerade jetzt in voller Pracht auf Wiesen, in Gärten und lichten Wäldern. Für Familien mit kleinen Kindern kann das gefährlich werden. Denn alle Teile der Pflanze enthalten das hochwirksame Gift Colchicin – von der Blüte über die Blätter bis zur Zwiebel.
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Die Faszination bunter Blüten
Die Herbstzeitlose wächst auf Wiesen, in Gärten und an Wegrändern – oft genau dort, wo Kinder spielen. Und genau das macht sie so tückisch. Denn für kleine Kinder ist die Herbstzeitlose hauptsächlich eines: verlockend schön. Ihre zarten, violettfarbigen Blüten wecken genau die Neugier, mit der Kinder ihre Umwelt entdecken. Sie möchten die Blume anfassen, pflücken und vielleicht sogar probieren. Eltern sollten deshalb wissen, wie die Pflanze aussieht, und Kinder unbedingt davon fernhalten.
Symptome einer Vergiftung erkennen
Schon das Zerreiben der Blüte zwischen den Fingern oder das Naschen an einem Blütenblatt ist gefährlich: Bereits geringe Mengen können bei Kindern zu schweren Vergiftungen führen. Das Gift wirkt auf die Zellteilung und kann innere Organe schwer schädigen. Besonders tückisch: Erste Symptome treten oft erst zwei bis sechs Stunden nach dem Verzehr auf, was die Ursachenforschung oft erschwert. Und wodurch wertvolle Zeit für die Behandlung verloren gehen kann.
Eine Vergiftung durch die Herbstzeitlose äußert sich zunächst häufig durch ein Brennen im Mund und Rachen, zunehmende Schluckbeschwerden, Übelkeit, Bauchkrämpfe, Erbrechen und Durchfall. Im weiteren Verlauf können Kreislaufprobleme, ein Blutdruckabfall sowie neurologische Symptome wie Verwirrtheit hinzukommen. In schweren Fällen drohen Organversagen und – unbehandelt – der Tod. Aus diesem Grund sollte bei jedem Verdacht auf eine Vergiftung durch die Herbstzeitlose umgehend gehandelt werden.
Richtig handeln im Notfall
Besteht der Verdacht, dass ein Kind Teile der Herbstzeitlose verschluckt hat, sollte zunächst Ruhe bewahrt werden. Pflanzenreste aus dem Mund entfernen, kein Erbrechen herbeiführen und keine Milch oder Salzwasser verabreichen – dies kann die Aufnahme des Giftes sogar beschleunigen. Stattdessen hilft es, dem Kind ein bis zwei Gläser Wasser oder Tee zu geben. Zudem sollte umgehend die Giftnotrufzentrale kontaktiert werden. Bei starken Symptomen wie Atemnot oder Bewusstlosigkeit ist der Notruf 112 zu wählen.
Wichtig für das Gespräch mit der Giftnotrufzentrale oder dem Rettungsdienst: Alter und Gewicht des Kindes, die vermutete Pflanze, die aufgenommene Menge sowie der Zeitpunkt und die aktuellen Symptome sollten bereitgehalten werden. Auch ein Pflanzenteil zur Identifikation kann bei der Diagnose helfen.
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Vorsorge im eigenen Garten
Wer die Herbstzeitlose im eigenen Garten hat, sollte gut überlegen, ob sie an dieser Stelle bleiben kann – vor allem, wenn kleine Kinder mit im Haushalt leben. Wer sich für eine Entfernung entscheidet, sollte dabei unbedingt Handschuhe tragen, denn auch für Erwachsene ist die Pflanze bei Hautkontakt gefährlich. Am besten eignet sich dafür das Frühjahr, wenn die ersten Blätter aus dem Boden treiben. So kann verhindert werden, dass die Pflanze im Herbst erneut blüht.