Scheitert Guardiola-Deal für Italien am Geld?
Nach zehn Jahren bei Manchester City wollte Pep Guardiola eigentlich eine Pause einlegen. Doch die Italiener sind heiss auf den Star-Trainer. Er soll nichts weniger als den Azzurri wieder zu alter Grösse verhelfen.
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Scheitert der Deal am Geld?
Guardiola fordert Mega-Lohn für Italien-Job
Nach zehn Jahren bei Manchester City wollte Pep Guardiola eigentlich eine Pause einlegen. Doch die Italiener sind heiss auf den Star-Trainer. Er soll nichts weniger als den Azzurri wieder zu alter Grösse verhelfen.
Publiziert: 17:59 Uhr
Darum gehts
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- Pep Guardiola soll Italiens Nationalmannschaft nach zwölf Jahren WM-Pause trainieren
- Sein Wunschgehalt von 20 Millionen Euro übersteigt Italiens Angebot
- 72 Jahre nach Lajos Czeizler wäre Guardiola erst der zweite ausländische Trainer
Petar DjordjevicRedaktor Sport
Pep Guardiola (55) soll die italienische Nationalmannschaft nach zwölf Jahren ohne WM-Teilnahme wieder zurück auf die grösste Fussballbühne führen. Italiens Verbandsboss Giovanni Malago (67) hat Gespräche mit dem Ex-City-Trainer geführt. Der Traumkandidat ist gefunden. Und doch könnte die Verpflichtung ein frommer Wunsch bleiben. Scheitern könnte sie nämlich am Geld.
Zehn Jahre stand Guardiola bei Manchester City an der Seitenlinie und kassierte dort gross ab: Über 30 Millionen Euro sollen es am Ende gewesen sein – pro Jahr. Dafür holte der Spanier mit dem Klub unter anderem sechs Meistertitel und triumphierte in der Champions League.
Jetzt soll Guardiola den italienischen Fussball von Grund auf erneuern. So die Vision des italienischen Verbands. Allerdings will der Star-Trainer bei einem allfälligen Engagement offenbar nur geringfügige Lohneinbussen hinnehmen.
Knackpunkt Geld – und der Wohnort
Pep Guardiola, der eigentlich nach dem Ende seiner Ära bei ManCity eine Pause einlegen wollte, soll auf ein Jahresgehalt von rund 20 Millionen Euro pochen. Laut «Gazzetta dello Sport» bietet der italienische Verband aber nur 10 Millionen Euro. Zwar betont Verbandsboss Malago bei einer Pressekonferenz: «Ausnahmen können gemacht werden.» Doch es gibt noch weitere Stolpersteine.
Denn nicht nur beim Geld harzt es. Auch der Wohnort Guardiolas ist noch Verhandlungssache. Der 55-Jährige weilt derzeit in Barcelona und möchte dies weiterhin tun. Das habe er seiner Familie versprochen. Trotz Zusicherungen des italienischen Verbands, dass Guardiola viel Zeit in Barcelona verbringen könne, hadert dieser laut «Gazzetta dello Sport» mit dem damit verbundenen Aufwand.
Conte, Pirlo und Mancini sind auch im Rennen
Nach dem Ungarn Lajos Czeizler (†75) wäre Guardiola erst der zweite Nationaltrainer Italiens ohne italienischen Pass. Czeizlers Amtszeit ist 72 Jahre her. So soll es laut dem Präsidenten des Italienischen Olympischen Komitees, Luciano Buonfiglio (75), auch bleiben: «Ich verlange von Giovanni Malago nur, dass er einen italienischen Trainer auswählt», fordert er und bezeichnet eine Verpflichtung von Guardiola dabei als Fehler.
Weil es bei Guardiola auf harte Verhandlungen hinauslaufen dürfte, kursieren in Italien nun bereits mögliche Alternativen. So soll das Rennen zwischen den Kandidaten Antonio Conte (56, vereinslos), Andrea Pirlo (47, United FC, UAE Pro League) und Roberto Mancini (61, vereinslos) neu lanciert worden sein.
Ein bisschen Zeit bleibt den Italienern noch. Den nächsten Ernstkampf bestreitet die Squadra Azzurra Ende September zum Auftakt der neuen Nations-League-Kampagne gegen Belgien.