Rasantes Derby: Starkes Eintracht Norderstedt düpiert die HSV-Talente
KI-Stimme. InfoAls Eintracht Norderstedts erst vier Minuten zuvor eingewechselter Flügelstürmer Nick Gutmann eine Minute vor dem Abpfiff mit seinem Tor zum 2:0 (0:0) vor 250 Fans im Stadion Hoheluft den Deckel ...
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KI-Stimme. Info
Als Eintracht Norderstedts erst vier Minuten zuvor eingewechselter Flügelstürmer Nick Gutmann eine Minute vor dem Abpfiff mit seinem Tor zum 2:0 (0:0) vor 250 Fans im Stadion Hoheluft den Deckel auf den Derbysieg bei der U21 des Hamburger SV schraubte, hob er strahlend seine Arme in die Luft, als wollte er die ganze Welt umarmen.

„Ich freue mich extrem für Nick“, sagte Trainer Özden Kocadal. „Er hat durch seine Verletzung eine unfassbar lange Leidenszeit hinter sich und ist noch lange nicht bei hundert Prozent. Generell laufen wir als Mannschaft gerade nur bei 60 Prozent“, so der Coach im Hinblick auf die vielen Ausfälle im Kader.
Rasantes Derby: Starkes Eintracht Norderstedt düpiert die HSV-Talente
Doch trotz der schwierigen Personalsituation hat seine Mannschaft nun eine andere lange Leidenszeit beendet. Fünf Spiele in Serie (zwei Remis, drei Niederlagen) hatte die Eintracht kein Derby in der Regionalliga Nord gegen den HSV II gewinnen können. Beim letzten Erfolg – einem 5:0-Auswärtssieg am 30. Juli 2023 – war noch Kocadals Vor-Vor-Vor-Vor-Vor-Vorgänger Olufemi Smith im Amt.
Nun aber ist diese Serie Geschichte. Weil die Eintracht in einer sehr unterhaltsamen und chancenreichen Partie ihre Lehren aus der jüngsten Niederlage gezogen hat. „Im Gegensatz zum 1:4 in der Vorwoche gegen Weiche Flensburg haben wir heute nach etwas Anlaufzeit konsequent verteidigt und waren konsequent im Spiel nach vorne, inklusive des Torabschlusses“, freute sich Kocadal.

Ezra Ampofo (l.) erzielte in der 59. Minute das 1:0 für Norderstedt.© noveski.com
Dabei sah es in Halbzeit eins durchaus so aus, als könnte das Derby einen ähnlichen Verlauf nehmen wie die Flensburg-Partie. Zwar vergab der HSV II durch Mehmet Yildirim zwei hervorragend herausgespielte Chancen (5., 19.), aber bei der offensiv gefährlicheren Eintracht schoss Lucas Camacho mit seinen beiden Versuchen vom Sechzehner (8., knapp drüber, 14., linker Innenpfosten) und blank aus fünf Metern vor dem Tor aus spitzem Winkel (45., Parade von Keeper Colin Poppelbaum) sogar drei Fahrkarten.
Chancenreiches, aber torloses Duell an der Hoheluft: Dann kommt Ezra Ampofo
Nach dem Wiederanpfiff erspielten sich zunächst beide Teams abermals erfolglos ihre Möglichkeiten – bis die Eintracht zustach. Camacho flankte von links butterweich auf den zweiten Pfosten auf Lukas Krüger, der den Ball per Kopfballablage zu Ezra Ampofo beförderte. Dieser durfte die Kugel zwei Meter vor dem Tor sogar mit der Brust annehmen und per Volleyschuss zur Führung in die Maschen knallen (59.).
Die keineswegs unverdiente Führung ließ das Momentum nun auf die Seite der Garstedter kippen. Das eingewechselte Sturmtalent Ediz Eroglu verpasste nach glänzenden Spielzügen frei vor dem mit tollen Reflexen reagierenden Hamburger Keeper Poppelbaum innerhalb von nur einer Minute zweimal das 2:0 (73., 74.).
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Keeper Dave Ceesay hält in der Schlussphase den Sieg fest
Danach brach die große Zeit von Dave Ceesay an. Eintrachts Torwart, der sich Mitte der ersten Halbzeit eine Wadenverletzung zuzog und trotzdem tapfer durchhielt, wurde zum Derbyhelden! Einen Kopfball von Stürmer Joonas Frenzel aus vier Metern Richtung Winkel entschärfte er mit einer sensationellen Flugparade (76.). Auch bei den gefährlichen Versuchen per Kopf und Fuß durch den eingewechselten Alessandro Puzzo war Ceesay blitzschnell zur Stelle (84., 87.).
„In der Schlussphase hatten wir den Papst in der Tasche und Dave Ceesay im Tor“, lobte Kocadal – und freute sich über eine weitere Konsequenz, an der sein Keeper großen Anteil hatte: das erste Spiel in dieser Saison ohne Gegentreffer. „Das hat eine extrem hohe Bedeutung für uns. Wir sind ja nicht blind und sehen, dass wir bislang zu viele Tore kassiert haben.“
Eintracht Norderstedt: Ein neuer Torwart wird noch kommen
Einen Freifahrschein vor der für morgen erwarteten Verpflichtung eines weiteren Torhüters am letzten Transfertag dieses Sommers wollte Kocadal Ceesay aber nicht ausstellen. „Wir werden keine klare Nummer zwei verpflichten. Zu diesem Zeitpunkt würden wir mit dieser Bedingung keinen Torhüter bekommen. Bei uns gilt weiter das Leistungsprinzip.“
Wer auch immer demnächst den Kasten von Eintracht Norderstedt hütet, vorerst dürfen Kocadal und sein Team durchatmen. Mit acht Punkten auch sechs Spielen steht die Eintracht auf einem einstelligen Tabellenrang, mit vier Punkten Puffern auf die Abstiegszone.