Abweichung bei Wirkstofffreisetzung: Betapharm ruft Pantoprazol zurück – diese Chargennummern sind betroffen
StartseiteVerbraucherPantoprazol-Rückruf: Zwei Chargen von Betapharm betroffen – das müssen Patienten wissenStand: 10.09.2026, 19:53 UhrKommentareUns auf Google folgenBetapharm ruft zwei Pantoprazol-Chargen weg...
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Pantoprazol-Rückruf: Zwei Chargen von Betapharm betroffen – das müssen Patienten wissen
Stand: 10.09.2026, 19:53 Uhr
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Betapharm ruft zwei Pantoprazol-Chargen wegen fehlender Freigabe und Abweichung bei der Wirkstofffreisetzung zurück. So prüfen Sie Ihre Packung.
Augsburg – Der Arzneimittelhersteller Betapharm ruft zwei Chargen von Pantoprazol beta 40 mg magensaftresistenten Tabletten zurück. Betroffen sind eine Packung mit 30 Tabletten und eine Packung mit 100 Tabletten. Der Rückruf erfolgt auf Apotheken- und Großhandelsebene, wie der Hersteller mitteilt. Apotheken sollen vorhandene Packungen sperren und über den Großhandel zurückschicken. Immer wieder passiert das auch bei Arzneimitteln.

Nach Angaben des Herstellers sind vereinzelt Packungen ohne Freigabe durch eine sachkundige Person, wie es in der EU vorgeschrieben ist, in den Verkehr gelangt. Außerdem wurde eine Abweichung von der gültigen Spezifikation beim Parameter „Wirkstofffreisetzung“ festgestellt. Eine weitergehende Aussage zur tatsächlichen Wirksamkeit oder zu möglichen gesundheitlichen Folgen lässt sich daraus allein nicht ableiten.
Diese beiden Produkte sind betroffen:
- Pantoprazol beta 40 mg magensaftresistente Tabletten, 30 Stück, Charge CV250342
- Pantoprazol beta 40 mg magensaftresistente Tabletten, 100 Stück, Charge CV250344
Andere Chargen und Produkte von Betapharm sind nach dem Rückrufhinweis nicht betroffen. Der Rückruf bezieht sich außerdem nicht automatisch auf andere Pantoprazol-Präparate. Verbraucher sollten deshalb die Chargennummer auf der Packung prüfen. Sie steht in der Regel neben der Abkürzung „Ch.-B.“ oder auf der Faltschachtel beziehungsweise dem Blister.
Rückruf von Pantoprazol: gängiges Magen-Medikament
Pantoprazol gehört zu den Protonenpumpenhemmern. Das Medikament verringert die Bildung von Magensäure und wird unter anderem bei Sodbrennen, Reflux und säurebedingten Magenbeschwerden eingesetzt. Die Bezeichnung „magensaftresistent“ beschreibt die Darreichungsform: Die Tablette soll sich nicht bereits im Magen, sondern erst im weiteren Verdauungstrakt auflösen. Die Arzneimittelsuche von Betapharm stellt zu den Produkten Fachinformationen und Beipackzettel bereit.
Prüfen Sie Ihre Chargennummer – geben Sie betroffene Produkte zurück
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erläutert, dass Arzneimittelrückrufe je nach Risiko auf unterschiedlichen Ebenen durchgeführt werden können. Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) führt eine offizielle Übersicht zu Rückrufen, Chargenrückrufen und Chargenüberprüfungen.
Wer eine der genannten Chargen zu Hause hat oder unsicher ist, sollte die Packung in der abgebenden Apotheke prüfen lassen. Die Einnahme sollte nicht eigenmächtig verändert oder eine verordnete Behandlung ohne Rücksprache mit einer Ärztin, einem Arzt oder der Apotheke abgebrochen werden. Nach dem vorliegenden Rückrufhinweis sind nur die genannten Chargen betroffen. Anfang des Jahres wurden auch Blutdruckmedikamente zurückgerufen. (Quellen: Betapharm, Apotheke Adhoc, Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker) (jh)