Frau (39) stirbt nach Missbrauch in Österreich – Ex-Frau erhebt schwere Vorwürfe

Publiziert10. September 2026, 22:39Missbrauch in ÖsterreichNach Tod von 39-Jähriger spricht nun Ex-Frau des VerdächtigenZwei Männer sitzen in U-Haft, weitere könnten beteiligt sein. Nun erhebt auch die Ex-Frau ...

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Frau (39) stirbt nach Missbrauch in Österreich – Ex-Frau erhebt schwere Vorwürfe

Publiziert10. September 2026, 22:39

Missbrauch in ÖsterreichNach Tod von 39-Jähriger spricht nun Ex-Frau des Verdächtigen

Zwei Männer sitzen in U-Haft, weitere könnten beteiligt sein. Nun erhebt auch die Ex-Frau des Hauptverdächtigen schwere Gewaltvorwürfe.

Jasmin Steiger

Darum gehts

  • Ein 51-Jähriger soll seine Ehefrau sexuell missbraucht und für 500 Euro anderen Männern zum Missbrauch angeboten haben – die 39-Jährige starb an ihren Verletzungen.
  • Seine Ex-Frau berichtet nun von massiver Gewalt während ihrer Ehe und davon, dass der Mann auch den Familienhund misshandelt habe.
  • Neben zwei inhaftierten Verdächtigen prüft die Staatsanwaltschaft, ob weitere Männer an sexuellen Übergriffen beteiligt waren.

Nach dem Tod einer 39-jährigen Frau in Marchtrenk in Oberösterreich werden neue Vorwürfe gegen ihren Ehemann bekannt. Der 51-Jährige sitzt in Untersuchungshaft und wird verdächtigt, seine Frau im Juni so schwer sexuell missbraucht zu haben, dass sie an ihren Verletzungen starb.

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Zudem soll er sie laut «Kronen Zeitung» für 500 Euro anderen Männern zum sexuellen Missbrauch angeboten haben. Nun berichtet seine frühere Ehefrau von massiver Gewalt während ihrer Beziehung.

Die heute 48-Jährige war mit dem Mann verheiratet und hat mit ihm mehrere Kinder. Gegenüber den Ermittlern gab sie laut der Zeitung an, dass der 51-Jährige wiederholt gewalttätig geworden sei. Besonders schlimm sei die Situation nach der Geburt ihres jüngsten Sohnes geworden.

«Schlug mit beiden Fäusten ins Gesicht»

Ein Vorfall führte laut der Frau schliesslich zur Scheidung. Nach einer Einladung soll ihr damaliger Ehemann sie angegriffen haben. «Er setzte sich auf mich drauf und schlug mir mit beiden Fäusten abwechselnd ins Gesicht. Irgendwann hat er von mir abgelassen und ging schlafen», sagte sie gemäss «Kronen Zeitung».

Am folgenden Tag habe ein Arzt einen Nasenbruch sowie Prellungen am Kiefer und Jochbein festgestellt. Kurz darauf trennte sie sich von ihrem Ehemann.

Auch Familienhund soll misshandelt worden sein

Auch den Familienhund soll der Mann misshandelt haben. «Chipsi» sei bei jeder Kleinigkeit «richtig gedroschen» worden. Das Tier habe schliesslich solche Angst vor ihm gehabt, dass es sich bereits bei seinem Anblick einnässte. Die Frau habe den Hund deshalb weggegeben.

Möglicherweise waren es mehr als zwei Täter

Neben dem Ehemann sitzt ein weiterer Mann in Untersuchungshaft. Er soll die 39-Jährige bereits Stunden vor dem mutmasslich tödlichen Missbrauch sowie zu einem früheren Zeitpunkt sexuell missbraucht haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist er geständig. Für den Tod der Frau wird er nicht verantwortlich gemacht.

Die Ermittlungen gehen über die beiden Männer hinaus. In der betreffenden Nacht sei die Anwesenheit eines dritten Mannes geplant gewesen, dieser sei jedoch nicht erschienen. Chatnachrichten zwischen den beiden Hauptverdächtigen weckten zudem den Verdacht, dass weitere Männer die Frau sexuell missbraucht haben könnten. Konkrete Hinweise darauf gibt es laut Staatsanwaltschaft bislang nicht.

Fall erinnert in Teilen an Gisèle Pelicot

Der Ehemann steht unter dem Verdacht des Missbrauchs einer wehrlosen oder beeinträchtigten Person mit Todesfolge. Für ihn und alle weiteren Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

Der Fall erinnert in Teilen an Gisèle Pelicot in Frankreich. Ihr damaliger Ehemann hatte sie über Jahre mit Medikamenten betäubt, vergewaltigt und anderen Männern zur Vergewaltigung angeboten. Er und 50 Mitangeklagte wurden zu Haftstrafen verurteilt.

Mit Material von dpa

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Hier findest du Hilfe:

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Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Jasmin Steiger

Jasmin Steiger (jst) arbeitet seit 2026 für 20 Minuten. Sie arbeitet am Newsdesk und schreibt über verschiedenste Themen.

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