Nach Anschlag in Berlin: Dortmund überprüft Sicherheit für den CSD

Nach Anschlag in Berlin Dortmund überprüft Sicherheit für den CSD 27.07.2026 18:04 Uhr Am Christopher Street Day in Dortmund nehmen je...

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Nach Anschlag in Berlin: Dortmund überprüft Sicherheit für den CSD

Nach Anschlag in Berlin Dortmund überprüft Sicherheit für den CSD

27.07.2026 18:04 Uhr

Am Christopher Street Day in Dortmund nehmen jedes Jahr Tausende Menschen teil.
Am Christopher Street Day in Dortmund nehmen jedes Jahr Tausende Menschen teil. © Karsten Wickern

Nach dem Anschlag auf den Berliner CSD reagiert die Stadt Dortmund. Die Sicherheitsvorkehrungen für den Dortmunder CSD sollen überprüft werden.

2 Min Lesezeit

Nach dem Anschlag beim Christopher Street Day (CSD) in Berlin will die Stadt Dortmund die Sicherheitsvorkehrungen für den bevorstehenden CSD überprüfen. Das teilte Stadtdirektor Christian Uhr am Montag (27. Juli) mit. Der Dortmunder CSD ist für den 5. September unter dem Motto „Fight for Pride – Kein Schritt zurück“ geplant.

Am Rande des Berliner CSD war es am Wochenende zu einem tödlichen Angriff gekommen. Eine Frau wurde getötet, 29 Menschen wurden verletzt. Die Sicherheitsbehörden gehen von einem islamistisch motivierten Anschlag aus; der mutmaßliche Täter war polizeibekannt und wurde der islamistischen Szene zugerechnet.

Die bestehenden Sicherheitsmaßnahmen würden vor dem Hintergrund der Ereignisse in Berlin erneut bewertet und, falls nötig, angepasst, erklärte Stadtdirektor Christian Uhr. Nach Angaben der Stadt arbeiten die zuständigen Behörden und die Veranstalter bereits seit Beginn der Planungen eng zusammen. Die Sicherheit der Teilnehmenden habe „höchste Priorität“.

Nicht einschüchtern lassen

Uhr sprach den Angehörigen der getöteten Person, den Verletzten und allen Betroffenen sein Mitgefühl aus. Zugleich erklärte er die Solidarität Dortmunds mit der queeren Community.

„Unsere Antwort auf Hass ist Solidarität. Unsere Antwort auf Ausgrenzung ist Zusammenhalt“, sagte der Stadtdirektor. Die Stadt unterstütze den Dortmunder CSD auch in diesem Jahr ausdrücklich und stehe an der Seite der Veranstalter und der queeren Community.

Christopher Street Days seien Ausdruck einer offenen und demokratischen Gesellschaft, betonte Uhr. Dortmund werde sich von Hass und Gewalt nicht einschüchtern lassen.

Der CSD in Dortmund wird von dem Verein SLADO organisiert. Dieser ist der Dachverband der lesbischen, schwulen, bisexuellen und transidenten Vereine und Initiativen in der Stadt.

Aufzug durch die City geplant

Nach Angaben der Polizei Dortmund ist für den CSD derzeit ein Aufzug mit 3000 Teilnehmern angemeldet. Geplant sei, dass die Demo vom Nordausgang des Hauptbahnhofs durch Teile der City zieht und am Friedensplatz endet. Der Aufzug soll von der Polizei begleitet und geschützt werden.

Ein Sprecher der Polizei sagte auf Anfrage, dass die Behörde die Situation im Blick habe und beobachte, wie Christopher Street Days in anderen Städten verlaufen. Man werde sich mit dem Veranstalter über das Sicherheitskonzept beim Dortmunder CSD abstimmen und erörtern, inwieweit zusätzliche Maßnahmen erforderlich sein könnten.

Von dem Verein SLADO war am Montag keine Stellungnahme zu erhalten.

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